Sondersteuer für Manager­gehälter in Slowenien

24. September 2009, 11:25

Für monatliche Einkommen über 12.500 Euro wird ein zusätzlicher Steuersatz von 49 Prozent eingeführt

Ljubljana - Slowenien hat die umstrittene Sondersteuer für hohe Einkommen von Managern eingeführt. Das Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, mit dem für die Zeit der Wirtschaftskrise für Managergehälter über 12.500 Euro ein zusätzlicher Steuersatz von 49 Prozent eingeführt wird. Die Sondersteuer gilt für alle Unternehmen, die wegen der Wirtschaftskrise staatliche Garantien oder staatliche Hilfe erhalten.

Inklusive des Spitzensteuersatzes von 41 Prozent werden so die Managereinkommen ab dieser Höhe mit 90 Prozent besteuert. Insgesamt geht es dabei um rund 3.000 Unternehmen. Der neuen Sondersteuer unterliegen auch Sonderzahlungen wie etwa Ergebnisprämien über 25.000 Euro oder Abfindungen über 75.000 Euro. Besteuert werden alle Auszahlungen zwischen 1. Jänner 2009 und Ende 2010.

Erst im Mai hatte die Mitte-Links-Regierung diese Pläne über Bord geworfen. Der Grund war die umstrittene Rückwirkung der geplanten Steuer und eine mögliche Diskriminierung. Der beinahe unveränderte Gesetzesvorschlag wurde nun von der zweitgrößten Koalitionspartei "Zares" wieder eingebracht und erhielt im Parlament eine fast einstimmige Unterstützung. "Zares"-Abgeordneter Vili Trofenik verteidigte die Rückwirkung: Diese sei in besonderen Umständen zugelassen, wenn dies im nationalen Interesse sei.

Anlass für die Einführung der Steuer ist die Rekordprämie in der Höhe von 1 Mio. Euro, die der Ex-Chef der staatlichen Großbank Nova Ljubljanska banka (NLB), Marjan Kramar, für seine Arbeit in Jahren 2004 bis 2007 erhalten hatte. (APA)

Karl Heinz dein Geld ist meins........
 
00
9.10.2009, 13:42
Super!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Barney Gumble1
00
24.9.2009, 23:47
Jubel

Endlich hat man begriffen, dass man staatlich regulierend eingreifen muss. Das Ergebnis wird längerfristig sein, dass Manager eben nicht mehr als 12.500,00 EUR verdienen können, auch nicht mit Boni.
Jeder hart arbeitende Mindestverdiener muss sich ja gefrozzelt fühlen, bei dem was die Manager so bekommen. Verdienen tun´s die Wenigsten wirklich!!!!
Alle glauben das ausschließliche Ziel ist das ultimative Einkommen. Das ist garantiert falsch und Slowenien hat das schon erkannt. Super!!

Der Österreicher
00
9.10.2009, 10:16

Das haben sie schon auch gelesen:

Die Sondersteuer gilt für alle Unternehmen, die wegen der Wirtschaftskrise staatliche Garantien oder staatliche Hilfe erhalten.

parmigiano
00
24.9.2009, 16:17

und was ist bei (gar nicht unüblichen) nettovereinbarungen?

zB jemand hätte aufgrund einer vereinbarung anspruch auf zusätzliche EUR 50,000 (netto). dann soll die gesellschaft (vereinfacht gerechnet) statt euro 100,000 (brutto) euro 500,000 an den manager zahlen müssen? das kann ja auch nicht sinn und zweck der übung sein.

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