Fachkräftemangel: IT- und Telekombranche fordert massive Bildungsoffensive

23. September 2009 12:35

"Jeder 20. Beschäftigte ist ein IT-Fuzzi"

Österreichs IT- und Telekombranche zeichnet ein düsteres Bild für den heimischen Wirtschaftsstandort, sollte nicht rasch und massiv in Aus- und Weiterbildung investiert werden. Gerade in Südosteuropa werde hier weit mehr getan. Rund 3.000 hochqualifizierte Jobs könnten derzeit nicht nachbesetzt werden, wodurch dem Staat pro Jahr und offener Stelle 109.000 Euro an Wertschöpfung entgingen.

Abbau

Von den elf heimischen Topunternehmern, die ihre IKT-Offensive am Mittwoch vor Journalisten präsentierten, suchen rund 80 Prozent Mitarbeiter. Nur ein Anbieter, Siemens, baut bei der Softwareentwicklung rund 600 Jobs ab. Dies liege aber schlicht daran, dass der Hauptkunde für diese Sparte, der Telekomsektor von Siemens, praktisch nicht mehr existiere.

IT-Fuzzy

Die heimische IKT-Branche zählt 15.000 Firmen mit ca. 170.000 Mitarbeitern. "Jeder 20. Beschäftigte ist ein IT-Fuzzi", rechnete Raiffeisen-Informatik-Boss Wilfried Pruschak vor. Keine andere Branche habe soviel zum Jobwachstum beigetragen wie der IKT-Sektor. Und jeder Euro, der in der Branche investiert werde, schaffe das siebenfache an Wertschöpfung in Österreich, ergänzte Microsoft-Chefin Petra Jenner. Wobei die Branchenvertreter daran erinnerten, dass IKT mehr sei als "Internet und Glasfaser". Ein Breitbandausbau in Österreich sei sehr wichtig, aber man dürfe nicht nur an die Autobahnen denken, sondern müsse auch die Autos - sprich die Anwendungen - im Auge behalten, mahnte der Geschäftsführer von Siemens IT Solutions, Albert Felbauer, ein.

Masterplan

Einmal mehr forderten die Branchenbosse einen "IKT-Masterplan" ein. Sie verwiesen darauf, dass sich Österreich im weltweiten Vergleich der IT-Konkurrenzfähigkeit auf Rang 22 befinde, hier wäre mehr Ehrgeiz gefragt. Nur 13 Prozent aller Studienanfänger in Österreich würden sich für technische Berufe interessieren, und von denen nur 20 Prozent für den Bereich Informatik, gab T-Systems-Chef Georg Obermeier zu bedenken. Fujitsu-Boss Wolfgang Horak, der von Österreich auch für die Region Südosteuropa zuständig ist, lobte die Bildungsanstrengungen unserer Nachbarn, hier müsse Österreich "viel mehr tun". (APA)

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MarioV
12.10.2009 09:42

Wäre mal eine spannende Frage bei der Millionenshow:

Stammt der Ausdruck 24/7 aus der SM-Welt oder aus der IT-Branche?

MarioV
12.10.2009 09:35

[...<]Rund 3.000 hochqualifizierte Jobs könnten derzeit nicht nachbesetzt werden[>...]
Brüll - Ha Ha - Brüll - Ha Ha

Hat Herr Peter Pelinka, in seiner Eigenschaft als de facto Papst der Fachkräftemangel-Kirche eigentlich schon um eine offizielle Anerkennung als Glaubensgemeinschaft angesucht?

stuffy
03.10.2009 07:44
IT-FUZZI!!!!?????

Jemand der so über erwachsene Leute redet, ist unter jeder Kritik!!!! Mit so einer abwertende Bezeichnung disqualifiziert sich der Raika-Informatik-Wurm bei Arbeitnehmern

OttotheBusdriver
30.09.2009 09:54
hier müsse Österreich "viel mehr tun".

Soso, hier ist also wieder mal der Staat zuständig. Wenn es um die Errichtung von Infrastrukur geht, um das Ausbilden der Mitarbeiter, dann schreit die Wirtschaft gern um Hilfe durch den Staat.
Wenn es aber darum geht, den Staat mit finanziellen Mitteln auszustatten, dann ist keine Ausrede zu peinlich.
Oder wie ist das mit den "Lohnnebenkosten", die ja immer angeblich zu hoch sind, oder den steuervermeidenden Verlusten im Ausland, die (so was aber auch) in Österreich die Steuerlast der unternehmen mindern.

Inno Vision
26.09.2009 14:56
Ja dann wäre es ja doch Schade

wenn passivierte Telekommitarbeiter ur Polizei gehen?? Lauter Schmarn, was da verlautbart wird, die Fremen suche Wunderwuzzi, die sie als Leasingmitarbeiter einstellen können. Am besten wären billigste Dipl Ing. ums billige Geld, die überdurchschnittlich Intelligent sind, weil sonst sind sie mit 45 zu alt. Denn Sie wissen nicht, was sie tun, außer beim Provisionskassieren und Firmen aussaugen keine Ahnung von Realität.

Der Beobachter3
26.09.2009 14:07
Was bin ich froh!!

Als Arbeitsuchender aus der Branche fühle ich mit gleich viel wohler!!! Meinen Job macht jetzt ein Inder in Banglore!! Deshalb habe ich reagiert und meinen Arbeitsplatz für einen Asylwerber aus Indien freigemacht! Ich möchte meinen Unternehmen nicht zumuten einen Östereicher in Östereich zu beschäftigen!! Meinen Dank auch an den ÖGB der das Recht auf Arbeit für Asylwerber ab dem ersten Tag der Antragstellung auf Asl fordert!! Vom ÖGB will ich auch nur mehr eines, meine Arbeitslosenunterstüzung und dann werde ich austreten!! Diese roten Arbeitnehmerverräter werde ich nicht mehr finanzieren!

MarioV
12.10.2009 09:37

[...<]Meinen Dank auch an den ÖGB der das Recht auf Arbeit für Asylwerber ab dem ersten Tag der Antragstellung auf Asl fordert[>...]
Besser er arbeitet, als er verkauft Drogen oder geht einbrechen. Von irgendwas müssen die Leute leben.

perihel
 
01.10.2009 20:02
Themenverfehlung...

...und mit hoher Wahrscheinlichkeit haben die, die den Verlust Ihres Arbeitsplatzes zu verantworten haben, eine andere politische Gesinnung als Sie hier darstellen.
Und ein Inder _in_ Banaglore ist kein Asylwerber hier...

der wandelnde Dunning-Kruger-Effekt
26.09.2009 11:22

Also wer als Inspiration für den Businesskaspar-Spot von Bully und Bullshit-Bingo gedient hat, kann nur Recht haben, wenn er IT-Leute als Fuzzies bezeichnet, oder?

Mal andersrum: ab sofort sollte bei jeder Besprechung der Sketch als Einstimmung abgespielt werden. Die Bingo-Karten bekommt man zusammen mit Kaffee & Zucker von der Sekretärin.

Mein Hund, die arme Sau, heißt Hojac.
25.09.2009 22:03
IKT-Branchenoffensive...

Besser zahlen?

sag mir alles
25.09.2009 20:45
programmierer gesucht für abwechslungsreiche tätigkeit

"hallo world"
du bringst programmierkenntnisse mit in: java, pearl, html 5, flash, php, cobol, c/cc++, CNC, FORTRAN, COBOL, Algol, Pascal, visual basic,
du bist auch fit in linux, mac, windows, unix-systemen, SAP

müsli frei haus und du kannst auch kaffee kochen
dann melde dich

swo1967
25.09.2009 23:55
Berufserfahrung von min 2-5 Jahren erwünscht

Manchmal ist die erwünschte Berufserfahrung auch älter als die dazugehörige Technik

Sonstwer
25.09.2009 16:38
es gibt keinen Fachkräftemangel

es gibt nur Geldmangel

und

mangelndes Interesse Leute einzustellen, die man selbst noch ein bischen nachschulen müsste

schnurri (so heisst mein auto)
25.09.2009 16:24

ich zb studiere jetzt betriebswirtschaftslehre.
ich will nicht abgehoben viel verdienen, sondern einfach nur einen normalen job haben.
technik: HTL ist okay, aber ein studium, ich rate davon ab, irrer aufwand und mit 45 jahren wunderst dich dann - aus mehreren gruenden ...
und es stimmt einfach nicht, nicht nur bei siemens verlieren leute ihren IT job.
gut, abfertigung und sozialplan sind okay, aber sonst.
und: manager gehen um 17:00 nach hause und erzaehlen allen, was sie fuer einen stress haben, techniker um mitternacht und die erzaehlen nicht viel, eben ein job fuer idioten im hoeheren sinn.
okay, bis die ersten kollegen einen herzinfakt haben ist es wenigstens irgendwie geil.

silent_trust
 
02.10.2009 06:54
Interessant

Sie studieren und wissen genau wann in Firmen (welche sollen das sein?) die Leute heimgehen?
Bei uns sind die Manager fast immer die ersten die kommen und die letzten die gehen. (so 8 bis 19, 20, 21 Uhr).
Ich gehöre nämlich zu denen mit solchen Arbeitszeiten.

Guardian
25.09.2009 13:58
auf den punkt gebracht

die leute die entscheiden müssen/können/sollen schauen nur auf die kosten der person, nicht aber auf die kosten die sich daraus auf lange sicht ergeben, nicht aber der nutzen. einer der fehler liegt auch in der auffassung it-projekt. projekte sind phasen mit einem anfang und einem ende. daher glauben viele für so kurze zeit ordentlich zu bezahlen sei nicht gerechtfertigt. wenn das projekt fertig ist, dann braucht es leute, die das ergebnis verwalten und betreuen, da ergibt sich der eindruck, dass viele glauben, dass könne jede manager auch tun. fahren kann der manager das auto, aber kann er es auch instand halten? glaube nicht.

meister petz
25.09.2009 12:38
LOL

Fachkräftemangel .. das ist doch genauso ein Schwachsinn wie 2003. Klar wenn ich jemanden will der für 2000€ Brutto mit universitätsabschluß und 30 verschiedenen fachspezifischen weiterbildungen mindestens 60 Stunden + in meiner Firma tätig ist .. dann herrscht wohl fachkräftemangel! Aber ich hab eine neue Idee ... Greencard oder Offshoring!

saoTan
24.09.2009 23:59

Kenne einen Informatiker (SAP-Entwickler soweit ich weiß, ursprüngliches Studium Technische Physik). Der hat mir versichert, ein normalgroßes IT-Projekt heutzutage ist in der Komplexität mit der Aufgabe, eine Brücke über den Atlantik zu bauen, vergleichbar.

Zusammen mit der Tatsache, dass Informatik unter Studenten zwar als halbwegs sicherer Hafen, aber bei weitem nicht mit den Gehaltsmöglichkeiten, wie sie sich einem sehr guten BWL-Studenten bieten, gilt, wundert es mich nicht, dass wir einen IT-Fachkräftemangel haben.

MarioV
12.10.2009 09:40

[...<]dass wir einen IT-Fachkräftemangel haben.[>...]
Wir haben aber keinen.

Das einzige was die Branche am Leben erhält sind die vielen unfähigen Projekt-Manager.
Man sollte noch dümmere Leute einstellen, um die Arbeitsplätze zu sichern.

martinus
 
25.09.2009 09:32

Der Vergleich mit der Brücke ist nicht so falsch, kann man aber noch ausbauen: Man muss sich vorstellen das man eine Brücke baut, und sich während des Bauens öfters mal die Anforderungen an die Brücke ändern, z.B. will man jetzt doch 4spurig fahren, und eigentlich wo anders hin.
Im Laufe der Zeit sind schon genug techniken entstanden um mit solchen Änderungen halbwegs gut umgehen zu können, aber leider hält sich kaum wer daran.

Bax Baxter
24.09.2009 19:25
Die 11 Fuzzi Konferenz

So schaut's aus: 11 GeschäftsführerInnen bedauern die Wahrnehmung ihrer Branche, haben aber in Sachen Organisationsentwicklung ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Vor Journalisten klagen, aber blind für die Mängel im eigenen Unternehmen sein, das geht gar nicht!

Ich beneide niemanden der in den Postings genannten GeschäftsführerInnen um den Kosten- und Expansionsdruck in der Branche. Aber ein MEHR für die Branche bedarf halt schon ganz anderen Anstrengungen als einem offenen Wort an die Medien. Nicht zuletzt eben eine attraktive, mitarbeiterfreundliche Unternehmenskultur - bitte das nicht als GF-Bashing missverstehen, das geht an alle IKTler, mögen sie Fuzzis sein wollen oder nicht!!

Soph Isticus
24.09.2009 18:46
dieses händeringende gestöhne... immer um denselben brei.

die firmen, die wirklich IT power brauchen, holen sich höchst ausgebildete indische schlüsselkräfte. für 2 jahre oder projektbezogen.

diese schlüsselkräfte sind jung, dynamisch schreien nicht ständig nach förderung und hängen vom arbeitgeber auf gedeih und verderb ab.

dass die kommunikation ab und zu schwieriger werden kann, mag schon auch an den schlechten englisch-kenntnissen der Ö IT fuzzies liegen.

daher sollten wir händeringend eine sprach-offensive starten. endlich mal russisch, chinesisch und urdu/hindi/tamil an ö universitäten, um die abwicklung großer projekte zu erleichtern.

außerdem sollte standardmäßig das gesamte lehrangebot von anfang bis ende in englischer sprache angeboten werden.

saoTan
24.09.2009 23:52

Also, zumindest die IT-Fuzzies von der TU sollten schon halbwegs Englisch können, sonst hätten sie sich mit ihrem Studium wohl ein bisserl schwer getan. Schätze, dass es auf den anderen Unis nicht viel anders ausschaut.

bladerunner
24.09.2009 19:06
Ah

Eh. Ich soll jetzt also gefälligst die Sprache derer lernen, die meinen Job als Schlüsselkräfte machen, und mit einem Bruchteil des normalen Tarifes entlohnt werden. Wozu eigentlich?? Damit ich nach Indien auswandern kann, um dann als Nicht-Deutsch-sprechende Schlüsselkraft bei Mindestlohn zurückgeholt zu werden??

saoTan
24.09.2009 23:53

Keine Ahnung, was Sie mit Ihrem wirren Post sagen wollen, aber Englisch lernen schadet auf keinen Fall, soviel kann ich Ihnen versichern.

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