Rapper Eminem will Apple vor Gericht zerren

23. September 2009, 12:15

Last-Minute-Verhandlung soll Rechtsstreit abwenden

Zwischen dem US-amerikanischen Rap-Star Eminem und Elektronikhersteller Apple ist ein Rechtsstreit entbrannt, der für den kalifornischen Konzern unangenehme Folgen haben könnte. Der Vorwurf, den die Anwälte des Musikers vor Gericht eingebracht haben, lautet, dass Apples Musikshop iTunes Eminem-Songs zum Kauf angeboten und damit mehr als 2,5 Mio. Dollar an Umsatz erzielt hat - angeblich aber ohne entsprechende Befugnis. Das zuständige Gericht, der Eastern District Court in Michigan, hat den beiden Streitparteien eine Frist für eine außergerichtliche Vereinbarung gesetzt, die allerdings heute, Mittwoch, abläuft. Momentan werden laut Guardian noch fieberhafte Verhandlungen zwischen den beiden Streitparteien geführt, um eine mögliche Gerichtsverhandlung vor einem höher stehenden Bundesgericht noch in letzter Minute abzuwenden.

"Aus diesem Grund stellt die Reproduktion und Distribution der digitalen Übertragung via iTunes eine dauernde und vorsätzliche Verletzung der Urheberrechtsinteressen von Eight Mile und Martin dar."

Im Detail geht es um 93 Songs, die ohne Autorisierung durch die Urheberrechtsverwalter Eminems, die beiden Firmen Eight Mile Style und Martin Affiliated, auf iTunes zum Download angeboten wurden. Der Deal wurde allerdings nicht direkt zwischen Eight Mile und Apple, sondern zwischen Apple und Aftermath Entertainment - einem Musikverlag, der bislang sechs Eminem-Alben veröffentlicht hat und eine Tochterfirma des Branchenriesen Universal Music ist - ausgehandelt. Aftermath streifte dafür zusätzliche vier Mio. Dollar an Tantiemen ein. Die Kläger argumentieren jedoch, dass Aftermath bzw. Universal gar keine Berechtigung gehabt hätten, über die Online-Distribution von Eminems Liedern auf Apple zu entscheiden, wie in der Klageschrift geschrieben steht: "Aus diesem Grund stellt die Reproduktion und Distribution der digitalen Übertragung via iTunes eine dauernde und vorsätzliche Verletzung der Urheberrechtsinteressen von Eight Mile und Martin dar." Trotzdem die Klage bereits 2005 bei Gericht einging, sind Eminem-Songs noch immer bei iTunes erhältlich, darunter auch die umstrittenen "Without Me", "Soldier" und "Cleanin' Out My Closet".

"Lose Yourself"

Der Gerichtsstreit ist jedenfalls nicht der erste, den der aus Detroit stammende Rapper gegen Apple führt. Im Jahr 2005 konnten sich die zwei Parteien allerdings außergerichtlich einigen. Damals ging es um einen weit verbreiteten Werbespot von Apple, der eine Figur beim Tanzen zum Eminem-Track "Lose Yourself" zeigte. Auch Universal wurde von Marshall Mathers, so der bürgerliche Name Eminems, bereits vors Gericht zitiert, weil sich der Konzern angeblich weigerte, ihm Tantiemen für digitale Lizenzen zu bezahlen. Der im Februar gestartete Prozess ist allerdings noch im Laufen. Der Streitpunkt liegt hier bei 1,6 Mio. Dollar. (pte)

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Apple

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Posting 1 bis 25 von 36
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gschuettelter
02
24.9.2009, 11:02
Trotzdem die Klage bereits 2005 bei Gericht einging,

Wie wärs mit "obwohl" anstelle von "trotzdem"?

hellfast
00
24.9.2009, 13:03

obschon!

gerüttelter
00
24.9.2009, 11:10
röm. eins

( ... so hoch sind inzwischen unsere ansprüche an die qualitätszeitung)

gschuettelter
00
24.9.2009, 11:51
Manche i-Tüpfelchen ...

... müssen einfach geritten werden :)

Kampfsau
52
24.9.2009, 07:24
haha

Jetzt drückt dann Steve Jobs wieder einen Knopf und auf allen iPods & iPhones auf dieser Erde werden alle Eminems Lieder gelöscht! :D Und der Apple-User guckt wieder nur dumm aus der Wäsche! ;-) selbstverständlich mit Gutschrift auf iTunes.

Greets!

Jim Kirk
04
24.9.2009, 08:55

Verwechselst du da nicht amazon mit apple?

Philippe
00
24.9.2009, 02:32

"Der Deal wurde allerdings nicht direkt zwischen Eight Mile und Apple, sondern zwischen Apple und Aftermath Entertainment - einem Musikverlag, der bislang sechs Eminem-Alben veröffentlicht hat und eine Tochterfirma des Branchenriesen Universal Music ist - ausgehandelt."

In Apples Vertrag wird stehen, der Vendor muss über die entsprechenden Rechte verfügen, und das Recht sie an Apple abzutreten (alles andere wäre grob fahrlässig und wirklich sehr unwahrscheinlich). Wenn Apple verklagt wird und sich außergerichtlich einigt, wird es nicht Apple sein, der den Schaden davonträgt.

hellfast
00
23.9.2009, 23:40

normalerweise ist mir das ja bei einer web-zeitung wurst. aber der satz der mit "trotzdem" beginnt... -.-

ranchorelaxo
22
23.9.2009, 17:53

wer braucht den kasperl eigentlich?

winnie sanderz
23
23.9.2009, 21:23

wen. apple?

Lethawae
22
23.9.2009, 18:38

Ich verstehe das Buhei um Steve Jobs auch nicht.

TRex30M
715
23.9.2009, 15:45

Recht hat er der Eminem!

silverbridge
14
24.9.2009, 09:18
Womit?

Mit allen Mitteln Geld abgreifen (so heißt das in diesen Kreisen offenbar) nachdem er mit seinen lausigen Songs keine Kids mehr hinter dem Ofen hervor locken kann?
Gäääääääähhhhhn.

Der Unkurze
10
24.9.2009, 12:24

bei der produktpolitik apples triffts eh genau den richtigen :)

4simo
00
24.9.2009, 10:24
ich wusste nicht, ob das recht auf seine linder

von deren qualität abhängt!

Monopoly mit Hut
00
23.9.2009, 15:07
Lizenzen

Der liebe Eminem sollte vielleicht beim nächsten Mal seine Werke selbst vermarkten.

"...weil sich der Konzern [Universal] angeblich weigerte, ihm Tantiemen für digitale Lizenzen zu bezahlen. " klingt auch nicht wirklich nach gutem Gesprächsklima.

Zaubersalz
10
23.9.2009, 18:32
Man kann Eminem mögen oder nicht...

...Tatsache ist, daß die Musikindustrie (und da ist Universal als einer der Vorreiter zu nennen) die erste ist, wenn es darum geht Urheberrechtsverletzungen einzuklagen. Wehe, man wird beim Downloaden erwischt! Aber Songs "verkaufen" ohne das Copyright zu besitzen und brav die Hand aufhalten und kassieren - und dabei den tatsächlichen Lizenzinhabern nix zahlen... das können's :-)

Lew Ashby
15
23.9.2009, 13:45

und was will er jetzt von apple? traut er sich nicht gegen "sein" label aufzubegehren?

Lethawae
40
23.9.2009, 18:39

Fanboywürschtl.

11
23.9.2009, 14:00

Apple sind hier diejenigen die (offenbar) gegen das Urheberrecht verstossen. Apple kann dann natürlich vom Label Schadenersatz verlangen, direkt verklagen wird er das Label nicht können. Ist im österreichischen Recht nicht viel anders.

Polit-Paparazzo
01
23.9.2009, 14:55

Naja, Apple hat im guten Glauben die Rechte von einer Firma verkauft, die diese Rechte nicht hatte, aber das Gegenteil behauptete. Keine Ahnung, wie schuldig Apple hier ist (hängt wohl davon ab, ob Apple etwas davon wusste, wovon ich nicht ausgehe), aber Aftermath Entertainment sollte da auch verklagt werden.

aceFruchtsaft
30
23.9.2009, 18:18

Ähm, nein. Nachdem die Klage bereits 2005 eingebracht wurde, muss es Apple klar gewesen sein, dass hier möglicherweise lizenzrechtlich was nicht stimmt. Von gutem Glauben kann überhaupt keine Rede sein.

Sollte sich also herausstellen, dass Aftermath tatsächlich keine solchen Rechte hatte, hat Apple 4 Jahre lang *wissentlich* und *vorsätzlich* nicht lizenzierte Musik verkauft.

hellfast
00
24.9.2009, 13:14

vorsätzlich? die werden ganz sicher bösartigst sich weggekichert haben, bei itunes, wie sie das gemacht haben...

aceFruchtsaft
10
24.9.2009, 14:41

Vorsatz setzt nicht Kichern voraus. :p

Natürlich vorsätzlich, zumindest grob fahrlässig. Wenn Apple seit 2005 bekannt ist, dass sie möglicherweise illegal handeln, dann wäre die korrekte Vorgehensweise ja wohl, die Sache mit Eminem/Universal/Aftermath auszuhandeln, nicht weiterzumachen, als ob nichts wäre.

hellfast
01
25.9.2009, 02:20

ähm, das wird mir zu kindisch.

zws. vorsatz und fahrlässig ist so viel...

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