Beim Wahlkampfauftritt der Kanzlerin in Hamburg wurde jeder ihrer Sätze mit einem lautstarken "Yeah" quittiert
Es begann mit einem Wahlplakat. Der Ankündigung, dass die Bundeskanzlerin in Hamburg auftreten werde, fügte ein Unbekannter mit Lackstift: "Und alle so: Yeaahh" hinzu. In Internetforen machte das Bild die Runde, Yeah-Lied und Yeah-T-Shirt gibt es mittlerweile auch, und schließlich fanden sich bei Merkels Rede auf dem Hamburger Gänsemarkt hunderte Zuseher ein, die jede ihrer Aussagen mit Freudengeschrei quittierten.
Die um Seriosität bemühte "Frankfurter Allgemeine" schreibt von "Blitzmeuten", die Merkel zu schaffen machen: bei der CDU-Wahlkampfveranstaltung im Mainz wiederholten dem Blatt zufolge etwa 150 Besucher lautstark Stichworte wie "Wachstum", "Hintertür" oder ganz einfach "fünf".
Mittlerweile setzen deutsche NGOs die Protestform professionell ein: die Inititative "Campact" hat 140.000 Adressen auf ihrem Mailverteiler und stattet Aktivisten mit professionell gestalteten Plakaten aus, die diese dann auf ein Stichwort gleichzeitig aufklappen sollen. Mit spontanen Aktionen wie dem Hamburger "Yeah"-Flashmob will Geschäftsführer Christoph Bautz nichts zu tun haben: auf der Webseite der NGO distanzierte er sich von der "eher unpolitischen Aktion", die die Veranstaltung massiv gestört habe.
Nur erfolgversprechende Themen
Der spendenfinanzierte Verein, der in seinem Büro im norddeutschen Verden zehn Mitarbeiter beschäftigt, sucht die Themen für seine Aktionen sorgfältig aus: komplexe Sachverhalte sind schwerer zu vermitteln, und gegen anstehende Entscheidungen zu protestieren, die von weniger als 40 Prozent der Bevölkerung abgelehnt werden, lohnt sich nicht.
Spontandemos kaum zu verhindern
Erfunden wurde die spektakuläre Protestform Flashmob in den USA, aber auch zahlreiche oppositionelle Jugendbewegungen in Osteuropa setzen die schwer zu verhindernden Spontandemos ein. Während zum Beispiel in der weißrussischen Hauptstadt Minsk offizielle Demonstrationen nur selten genehmigt werden, sind die Polizisten machtlos, wenn auf einem belebten Platz plötzlich hunderte Menschen die Regierungszeitung aus der Tasche ziehen, zerknüllen und die Überreste in Papierkorbe stopfen.
In der 80er Jahren war in der polnischen Industriestadt Wroclaw (Breslau) ein Vorläufer des Flashmobs unterwegs: Zu den größten Erfolgen der dadaistischen "Orangen Alternative" zählt, dass im Dezember 1987 die Polizei sämtliche Weihnachtsmänner festnahm, weil sie eine Spontandemo befürchtete. (bed/derStandard.at, 23.9.2009)
Da Oskar Lafontaine doch als möglicher Retter der völlig zerstrittenen Linkspartei ausfällt, wollen nun Katja Kipping und Katharina Schwabedissen deren Führung übernehmen
Die Wahl in Nordrhein-Westfalen wird oft als kleine deutsche Bundestagswahl bezeichnet, denn in keinem Bundesland gibt es so viele Stimmberechtigte wie dort
In Deutschland fordert die CSU das "Betreuungsgeld": Eine Barzahlung für Mütter, die kleine Kinder zu Hause betreuen. Die Schwesterpartei CDU protestiert massiv. Kanzlerin Angela Merkel sitzt zwischen den Stühlen
Merkel muss am Dienstag beim Antrittsbesuch des neuen französischen Präsidenten François Hollande ein halbwegs freundliches Gesicht machen - von Birgit Baumann
gerade wurde auf N24 in den Nachrichten gemeldet, diese Gruppe seien die Fans von der CDU und der Merkel, es wurde in den Beitrag so dargestellt, als wenn die Leute von ihr begeistert seien.
im osten riskieren manche ihr leben, um fuer redefreiheit zu demonstrieren, im westen gehen die leute hin und hindern andere daran, zu reden. das ist einfach nur grenzwertig dumm. typisch fuer eine dekadente gesellschaft.
Schröder vielleicht, Merkel sicher nicht! Ich halte
die Flashmobbing-Aktionen für zutiefst UNDEMOKRA-
TISCH, da sie eine sachliche Wahlauseinandersetzung
zuwider laufen.
Ich habe nicht eine einzige wirkliche Auseinandersetzung von Frau Merkel mit einem Vertreter der Opposition oder mit kritischen Journalisten gesehen. Auch im Duell mit Steinmeier wurde sie von den Journalisten mit Samthandschuhen angefasst. Debatten mit Vertretern von Grünen, FDP und Linken ging sie konsequent aus dem Weg, sagte entsprechende TV-Termine ab. Stattdessen Interviewas in der Apotheker-Zeitung oder bei bunten Blättern über ohre Vorliebe für Gartenarbeit und Stones-Musik.
Undemokratisch ist es, Politik aufs Private zu reduzieren und eine wirkliche Meinungsbildung verhindern zu wollen.
dass sie kuehl, steif und unspontan wirkt. wir sind uns aber darueber einig, dass spontanitaet nicht unbedingt voraussetzung fuer einen guten politiker ist, oder?
leiden sie an Alzheimer oder was? 1. MWSt-Erhöhung v. 16 auf 19 % (statt 18%) 2. keine Einkommenssteuerreform des Herrn Kirchhofs von unten nach oben (war damals der grosse Reisser) 3. keine Verwaltungsreform 4. keine Hartz 4 Reform (Verwaltung)
5. keine grosse Koalition
6. Steuerschlupflöcher (für Konzerne) sollen geschlossen und Steuersparmodelle abgebaut werden.
7. Familien sollen durch einen Steuerfreibetrag von 8000 Euro pro Familienmitglied entlastet werden.
8. Wer lange in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, “soll künftig anders gestellt werden als jemand, der nur für kurze Zeit in die Solidarkasse eingezahlt hat”. (eine Verlängerung des ALG 1; eine Idee der LINKEN)
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.
Alle Rechte vorbehalten. Nutzung ausschließlich für den privaten Eigenbedarf. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.
Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse an.
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Ihre aktuelle und korrekte E-Mail-Adresse ist Voraussetzung für alle Benachrichtigungen, die Sie von derStandard.at erhalten (z.B. Antworten auf Ihre Postings, Hilfe bei vergessenem Passwort). Zusätzlich werden Sie Ihre E-Mail-Adresse künftig für das Login benötigen.
Daher bitten wir Sie um eine kurze Überprüfung und Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse. Ihre E-Mail-Adresse wird dadurch nicht für Dritte sichtbar!
Die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse ist bereits mit einem anderen Account verknüpft. Bitte geben Sie eine andere E-Mail-Adresse an.
Diese E-Mail-Adresse ist leider ungültig. Bitte verwenden Sie eine dauerhafte E-Mail-Adresse!
Eine E-Mail-Adresse kann nicht für mehrere Accounts verwendet werden!
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Danke für die Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse. Es wurde ein Bestätigungslink an die angegebene Adresse gesendet.
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Ein unbekannter Fehler ist aufgetreten. Die E-Mail konnte nicht gesendet werden. Bitte versuchen Sie es noch einmal.