Doppelte Premiere

22. September 2009, 23:25
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    foto: standard/fischer

    Hohes Haus, cinematographisch: Margit Fischer, Michael Haneke und Ehefrau, Veit Heiduschka, Oscar Bronner, Barbara Prammer (v.l.n.r.)

Hanekes "Das Weiße Band" feierte Österreichstart im Parlament

Für Regisseur Michael Haneke war es eine wichtige, für Nationalratspräsidentin Barbara Prammer gleich eine doppelte Premiere: Nie zuvor hatte im Parlament am Ring ein international renommierter Spielfilm seinen Österreichstart. In Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet und in San Sebastian zum besten Film des Jahres gekürt, wurde "Das Weiße Band" Dienstagabend im Hohen Haus in Kooperation mit dem Standard vor prominentem Publikum erstaufgeführt. Auch First Lady Margit Fischer und Bundeskanzler Werner Faymann waren gekommen.

Für Prammer fiel die Annäherung von Politik und Cinematographie gelungen aus: "Dieser Film mit seinen Ansätzen zu Nachdenken gehört einfach hierher, in diesen historischen Sitzungssaal" . Doch nicht alle, die an diesem Ort das Sagen haben, waren anwesend - und auch das fiel positiv auf: "Es freut mich, dass nicht alle Präsidenten des Nationalrates anwesend sind" , sagte Standard-Herausgeber Oscar Bronner - und erhielt mit dieser Bemerkung einen langen Applaus.

Über den ausgerollten roten Teppich im Rücken der Pallas Athene, der direkt in die Festhalle führte, waren davor Politiprofis wie Volksanwältin Terezija Stoisits, Unterrichtsministerin Claudia Schmied und Staatssekretär Reinhold Lopatka geschritten - aber auch die ehemaligen Organisatorinnen des Lichtermeers. Ebenso etwa - aus dem Bereich Kultur - Andre Heller, Gerd Voss, Ursula Pasterk, Arabella Kiesbauer sowie Dominic Heinzl. Der 147 Minuten langen Vorführung des "dichten, beklemmenden, schönen" Oeuvres (Oscar Bronner) folgten sie mit Spannung.(bri/DER STANDARD, Printausgabe, 23.9.2009)

Interivew
"Aus einer Idee wird schnell Ideologie"

Im Mai erhielt der Regisseur Michael Haneke die Goldene Palme in Cannes, jetzt kommt sein Film ins Kino

    este1
    00
    24.9.2009, 00:12
    Fantastischer Film - peinliches interview v. Andrea Schurians

    Ich war gerade bei der Standard-Premiere am Wienerberg: Wirklich ein toller Film, Hut ab, ich bin wirklich froh, ihn gesehen zu haben! Subtil, stimmig, ergreifend, authentisch, spannend.
    Aber ganz ehrlich: Das Interview von Andrea Schurian im Anschluss war das schlechtest vorbereitete und unprofessionellste, das ich in meinem Leben je gehört habe! Und das nach einem wirklich guten, intelligenten Kinoabend, schade.

    Hellsicht
    00
    23.9.2009, 18:07
    Vereinnahmung durch Politik (+ Medien)

    Schade, dass sich ein Haneke auf so etwas einlässt.

    (Wo waren all die Herrschaften, die sich jetzt wichtigtuerisch mit Haneke zeigen, als er noch nicht die Goldene Palme hatte?)

    Jeffrey Lebowski
     
    02
    23.9.2009, 07:59
    hmm

    warum fällt mir dazu irgendwie der begriff a****kriecher ein ...

    Butterfisch_Gebhard
    11
    23.9.2009, 10:18
    vermutlich

    weil Dir einfach nichts anderes einfällt als hier herumzusülzen...

    Jeffrey Lebowski
     
    00
    23.9.2009, 12:02

    oh, the irony ...

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