Vom Tropfen bis zum Fluss

22. September 2009, 16:34
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Wasser ist das Leitmotiv der Verbund-Ausstellung "A Piece of Water"

Erst wenn man das Kästchen mit den Dartpfeilen erspäht hat, wird die Installation komplett: Markus Guschelbauer hat kleine Plastikbeutel mit Wasser gefüllt und in vertikalen und horizontalen Reihen an die Wand geheftet. Dort raunen sie nun dem Besucher herausfordernd zu: Triff mich, triff mich! Eine nicht nur schelmische, sondern auch raffinierte Arbeit, präsentiert sie das Nass doch in zwei Zuständen: still und fließend. In der Fotoserie Uferlos nutzte Guschelbauer das Wasser als Komplizen für kleine landschaftliche Manipulationen.

Gemeinsam mit anderen Kollegen der Klasse Fotografie an der Universität für angewandte Kunst wurde er eingeladen, Arbeiten zum Thema Wasser zu entwickeln, die so vielfältig geraten sind, wie es das Wesen des Wassers verlangt: A Piece of Water heißt die Schau, im Frühjahr kurzzeitig im Künstlerhaus präsentiert und nun in der Firmenzentrale des Förderers und Auftraggebers, der Wasserkraftabteilung des Verbunds, zu sehen. Das Bild der schönen Leich und der Vorstellung des "romantischen" Wassertods verpackt Johanna Folkmann in ein stimmiges Bild von Ophelia in der Badewanne. Von intelligenter Eleganz die Pfützenstudien Benjamin Eichhorns, rührend wie originell Ernst Koslitschs Gespräch mit einem Haus. (kafe, DER STANDARD/Printausgabe, 23.09.2009)

>> 23. 9. und 8. 10., Verbund-Zentrale, 1010 Wien, Am Hof 6a: Im Rahmen der Kunstgespräche ist die Ausstellung öffentlich zugänglich, Anmeldung erforderlich: sammlung.verbund@artphalanx.at, 18.00

  • "Uferlos"  (2008), eine Fotoserie von Markus Guschelbauer: Irritationen an der Wasseroberfläche.
    foto: guschelbauer

    "Uferlos" (2008), eine Fotoserie von Markus Guschelbauer: Irritationen an der Wasseroberfläche.

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