Berlusconi habe Minister gebeten, nicht mehr auf Fragen über Klatsch und Tratsch zu antworten - "Wir beschäftigen uns nur mit echter Politik"
Rom - Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat seinen Ministern verboten, Fragen über die Skandale rund um sein Privatleben zu beantworten. "Ich habe die Minister gebeten, nicht mehr auf Fragen über Tratsch zu antworten. Mir werden Sie künftig nur Fragen über echte Politik stellen können", sagte Berlusconi im Gespräch mit Journalisten auf einer Pressekonferenz im Regierungssitz in Rom.
"Wir machen eine Politik der konkreten Taten, die Politik des Tratschs überlassen wir anderen", erklärte der 72-jährige Regierungschefs, der seit Monaten wegen Sexaffären im Rampenlicht der Medien steht.
Bei der Vorstellung des Haushaltsgesetzes für das neue Jahr erklärte Berlusconi, dass Italien dank der Anti-Krisen-Maßnahmen seines Kabinetts die weltweite Rezession am geringsten zu spüren bekommen habe. Die Arbeitslosigkeit in seinem Land sei die niedrigste in Europa. "Italien wird schneller und besser als andere Länder einen Ausweg aus der Krise finden", versicherte Berlusconi.
Der Premierminister appellierte an die Medien, objektiv zu berichten und die positiven Resultate seines Kabinetts im Kampf gegen die Krise hervorzuheben. Er sparte nicht mit Attacken gegen die oppositionelle Mitte-links-Allianz. "Sie will nicht, dass Italien einen Ausweg aus der Krise findet. Bei uns gibt es eine scharfe anti-italienische Opposition", klagte der Premierminister. (APA)