
21.09.2009 16:19
Weltraum-Simulation Elite feiert 25. Geburtstag
80er-Jahre-Kultgame feiert im September sein erstes Vierteljahrhundert - Entwickler kündigt Sequel an - 1 Foto
Am 20. September 1984 kam die Weltraum-Simulation Elite auf den Markt. Es war eines der ersten Games mit 3D-Grafik und gilt als Meilenstein der Gaming-Geschichte. Elite-Mitgründer David Braben bestätigte gegenüber BBC News, dass er mit seinem Unternehmen Frontier Development an einem Nachfolger arbeite.
Offene Handlung
Das Original-Spiel war von Braben gemeinsam mit Ian Bell ursprünglich für den Heimcomputer BBC Micro entwickelt worden, bevor es auch für andere Plattformen adaptiert worden war. Bei dem Game handelt es sich um eines der ersten Videospiele mit offener Handlung. Spieler mussten ausgehend mit geringem Startkapital und einem kleinen Raumschiff versuchen durch Handel, Aufträge und andere Handlungen die Kampfeinstufung "Elite" zu erreichen.
Publisher waren skeptisch
Braben habe nie vorgehabt ein kommerzielles Spiel zu schreiben, sondern ein Game, das er und Bell selbst spielen wollten. Ursprünglich hatte das Duo Probleme, einen Publisher zu finden, da sich das Spiel von den Games der frühen 80er stark unterschied. So gab es beispielsweise keinen Punktestand. "Sie wollten einen High Score und sie wollten, dass die Spieler drei Leben haben", so Braben. "Wir wollten kein Menü, so wie man es in einem Rollenspiel findet. In Elite kann man in viele verschiedene Rollen schlüpfen, aber es wird von den Aktionen im Spiel angetrieben", so der Entwickler. Mit Acorn Soft fanden die beiden dann doch einen Publisher, der das Game für den BBC Micro herausbrachte.
22 KB-Spiel
Da der BBC Micro nur 32 KB Speicher hatte, durfte Elite nur 22 KB groß sein. Die Entwickler hätten daher an jedem einzelnen Byte arbeiten müssen und Stunden damit verbracht, um noch ein paar Bytes herauszuholen, um neue Features unterzubringen. Heute, wo man mehrere Mega- und Gigabytes zur Verfügung habe, fehle dieses Maß an Konzentration, kritisiert Braben. Die Arbeit hat sich aber gelohnt. Ian Livingstone, Creative Director bei Eidos, bezeichnet Elite als ebenso einflussreich für Videospiele wie Monopoly für Brettspiele. (red)
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