Aus für TCM-Privatuni - "Opfer der Wirtschaftskrise"

21. September 2009, 13:50
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    foto: apa

    55 Studenten haben seit Eröffnung der Uni 2003 ihr Studium abgeschlossen.

Kein Antrag auf Verlängerung - Akkreditierung erloschen - Investor ausgefallen

Wien - Die seit 2004 in Wien bestehende Privatuniversität für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) hat ihren Betrieb eingestellt. Die Akkreditierung sei im August erloschen, der Träger der Einrichtung habe keinen Antrag auf Verlängerung eingebracht, teilte der für die Anerkennung der Privatunis zuständige Akkreditierungsrat am Montag mit. Alle Studenten hätten mit Ende Juni ihre Studien abschließen können. Der Gründer der Privatuni, Andreas Bayer, sieht die Einrichtung als "Opfer der Wirtschaftskrise", ein für die Re-Akkreditierung notwendiger Investor sei ausgefallen, sagte er.

Von 2004 bis 2009 haben an der TCM Privatuniversität laut Akkreditierungsrat 55 Studenten ihr Studium abgeschlossen, 23 Studenten absolvierten einen Universitätslehrgang. Die Privatuni bot Bachelor- und Master-Studien u.a. in den Bereichen Akupunktur, chinesische Pharmakologie und TCM sowie mehrere Uni-Lehrgänge an. Nach Angaben des Akkreditierungsrates hat die Einrichtung alle ihre Ausbildungsverpflichtungen abgeschlossen.

Die für die Re-Akkreditierung notwendigen Betriebsmittel in Höhe von fünf Millionen Euro seien von einem Investor bereits zugesagt gewesen, aufgrund der Wirtschaftskrise aber "wieder abhandengekommen", betonte Bayer. Die TCM Privatuni habe aber auch von Anfang an mit Verzögerungen bei der Akkreditierung zu kämpfen gehabt: Interventionen der Ärztekammer hätten die Genehmigung durch die damalige Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) um ein Jahr verzögert, wodurch Studenten und Investoren verloren gegangen seien.

Viele Mitarbeiter hätten in den vergangenen fünf Jahren ehrenamtlich gearbeitet, die TCM Privatuni sei "die einzige wirklich private Universität" gewesen, die ohne Förderung von Ländern oder Unternehmen ausgekommen sei, betonte Bayer. Das sei nun nicht mehr weiterführbar gewesen, "bevor wir eine schlechte Uni sind, sind wir lieber gar keine". Das größte Problem im Bereich der Privatunis sieht Bayer im Verbot der Finanzierung durch den Bund, hier seien die Grenzen zu eng gezogen. Zudem würden von den Privaten "ungleich höhere qualitative Standards gefordert als von den staatlichen Unis. Diese können billige Lehre anbieten, die nicht kontrolliert wird, während für uns der qualitative Aufwand enorm hoch ist", sagte Bayer. Er ist aber sicher, viel für TCM in Österreich bewegt zu haben: "Das Ausbildungsniveau in diesem Bereich und die Akzeptanz der TCM sind gestiegen." (APA)

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Posting 1 bis 25 von 82
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Der, der es besser weiß
00
13.12.2009, 19:37

Vielleich kann man ja einen Kurs TCM im regulären Medizinstudium unterbringen.

Lethawae
00
18.12.2009, 21:07

Ja, dann bitte auch unbedingt Handauflegen und Gesundbeten dazunehmen.

Christoph Truecher
11
10.11.2009, 12:38
Alles wird gut

Die Wirtschaftskrise ist wohl die Universalausrede schlecht hin.
Ein Investor der 5mio Euro in eine TCM
Uni investieren will sagt wegen der Wirtschaftskrise ab?
55 Studenten in 5 Jahren welche einen Abschluss haben spricht doch für sich?!?!

Es lohnt sich einfach nicht!

Franz Freiherr von Sommaruga
 
00
14.12.2009, 08:11
natürlich lohnt es sich nicht

für die pharmariesen, dass menschen ihr leben lang gesund bleiben.

Gert Bachmann
 
10
1.11.2009, 09:34
wirklich sehr schade dass dieser erste Versuch

einer von den Ärztekammerkursen emanzipierten Nutzbarmachung der TCM Methoden für Prävention und Rehabilitation, welche von der Schulmedizin in Österreich oft nur suboptimal abgedeckt werden, einem breiten Spektrum interessierter Therapeuhinnen und ÄrztInnen verfügbar zu machen, scheiterte. Gerade Tuina Massage (mit ihren chiropraktischen Elementen) und Akupunktur (welche ja in wesentlichen Abwendungsbereichen wie etwa Schmerztherapie oder Atrophiebehandlung eine elektrophysiologische Physiotherapieform ist) wären eine oft optimale Ergänzung für konventionelle Therapieformen, die aber wegen mangelhaftem Bekanntheitsgrad oder Vorurteilen (TCM ist rein empirisch und hat mit Esoterik nichts zu tun) nur in Einzelfällen zum Einsatz kommen.

bigpint smallbrain
00
28.9.2009, 08:58
könnte es sein,

dass der begriff "ehrenamtlich" manchmal eher grosszügig ausgelegt wird.

es kann sein, dass es auch in der lehre und praxis der chin. med. gut ist, im team für das team zu arbeiten. wenn es anders kommt, dann kann es teamtechnisch leicht zu dem empfinden kommen, ausgenutzt zu werden.

wahrhaftigkeit und freiheit sind gute und klare werte, sie zu leben ist eine freiheit, an und mit der man gut arbeiten kann - für die patienten.
nomen et cineres una cum vanitate sepulta.

schade, wenn ein guter arzt über seinen wunsch nach "mehr" bedeutung stolpert.

dölerich hirnfidler
00
22.9.2009, 14:52

schlechtes karma

leo lander
24
22.9.2009, 09:42
was hat ein Artikel zu TCM im Bereich Bildung zu suchen ?

die Wirtschaftskrise ist aber offensichtlich zu allerhand gut.

Franz Freiherr von Sommaruga
 
00
14.12.2009, 08:13
ihnen ist der unterschied

zwischen bildung und ausbildung abhanden gekommen.

mfg, Franz

Donna Karan NY
11
22.9.2009, 09:37

TCM wird schon von den meisten Privatversicherungen bezahlt. Und die suchen ja schon gerne Gründe, um Leistungen auszuschließen.

mattk
87
22.9.2009, 08:47
Wir brauchen auch dringend ein Privatuni für Wünscheln, Tischerlrücken und Astrologie.

Finanzierung durch den Bund wäre halt schon fein...

ma-cher
 
111
22.9.2009, 11:08
Wozu denn,

wir haben eh die WU.

Winter20
16
22.9.2009, 10:26
Diese Marktlücke bedient bereits Krems

Bulkhead
43
22.9.2009, 08:44
Faszinierend

Die Titelmaschine läuft. Es mag ja jede/r zum TCMler gehen/als solcher praktizieren wie er mag aber wie kann es sein, dass ein TCM ""Arzt"" einen Titel trägt der eigentlich für Menschen mit einer wissenschaftlichen Ausbildung geschaffen wurde?
Die Frage ist unabhängig von der Alternativmedizin Diskussion zu sehen was auch immer TCM sein mag oder nicht, Wissenschaft ist sie mit Sicherheit keine.

Desert Eagle .50
01
22.9.2009, 13:00

"Arzt"bezeichnet einfach eine Person, die kranke Menschen heilt, und ist kein Titel; ich denke, Sie meinen den Titel "Doktor der Medizin", ob der dann wissenschaftlich besser über die Heilkunst Bescheid weiss als ein Schamane, bleibt dahingestellt...

Bulkhead
00
22.9.2009, 15:09

Ich hatte dabei eher den Bachelor bzw. Master Abschluss im Sinn.
Der wird offenbar in letzer Zeit für so ziemlich alles vergeben.

PegasusNbW
21
22.9.2009, 11:02
es gibt einen passenden akademischen titel für TCM-ler:

Mag. theol.

silverfinger
00
12.11.2009, 09:49

am Wichtigsten wäre eine Kombination aus Schulmedizin und TCM ... das würde was bringen

Denn wo die eine traditionelle Medizin versagt kann die andere vl helfen

potz
00
22.9.2009, 03:30

wenn er sich beklagt, dass die privatunis, keine staatlichen mittel bekommen, und dann auch noch qualitätsstandards erfüllem müssen, wars das halt einfach nicht.

Lorem ipsum dolor sit amet
33
21.9.2009, 23:54
He Chineser, aufgepasst!

Von Nashorn und Tiger ist noch kein einziges Zumpfi auch nur einen Zentimeter gewachsen!

Camilla Vanilla
00
21.9.2009, 22:13
dienen die anführungszeichen in der überschrift korrekter zitation

oder sollen sie eine fragwürdigkeit der aussage darstellen (abgesehen von der antwort "beides")?

Pyotr Alexeyevich
01
21.9.2009, 22:04
Wie war das mit den Chinesischen Schriftzeichen

für Krise, Gefahr, und Gelegenheit?

momodeluxe
01
22.9.2009, 14:08

es war, wie so oft, ein moderner mythos:
http://pinyin.info/chinese/crisis.html

Regis 1
00
21.9.2009, 18:24
Das größte Problem im Bereich der Privatunis sieht Bayer im Verbot der Finanzierung durch den Bund

tststs, schlecht gelaufen. mann/frau muss halt in österreich die richtigen leute schm.. - ähem - kennen. und DIREKT darf mann/frau den bund natürlich nicht angehen ... - dabei gibt es soviele andere möglichkeiten ...

Krawutzikapuzi
16
21.9.2009, 18:06
TCM

endlich eine Tchibo-Uni !

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