Wahlergebnis

VP verteidigt Absolute, FP fast verdoppelt

29. September 2009, 06:26
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    foto: apa/georg hochmuth

    Am meisten Grund zur Freude hatte aber FP-Spitzenkandidat Egger. Die Blauen konnten ihr Ergebnis von 2004 fast verdoppeln.

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Im Detail: VP 50,79 Prozent (20 Mandate), SP 10,02 (3), FP 25,12 (9), Grüne 10,58 (4), BZÖ 1,2 (0)

Bregenz - Vorarlberg hat gewählt. Für die Volkspartei ist sich noch einmal knapp die absolute Stimmenmehrheit ausgegangen. Die Vorarlberger ÖVP kann es sich also auch die kommenden fünf Jahre aussuchen, ob sie alleine das Geschehen im Land bestimmt oder freiwillig einen Regierungspartner aufnimmt.

Die Briefwahlkarten haben das Ergebnis der Landtagswahl nur sehr marginal beeinflusst. Mandatsverschiebungen konnten sie keine mehr bewirken.

Dem amtlichen Endergebnis nach, kommt die Volkspartei mit Landeshauptmann Herbert Sausgruber auf 50,79 Prozent. Vor fünf Jahren hatte die ÖVP 54,9 Prozent der Stimmen eingeheimst. Auf Platz zwei zurückgekehrt ist die FPÖ mit 25,12 der Stimmen, 2004 waren es nur 12,9. Neue Dritte sind die Grünen mit 10,58 Prozent, vor fünf Jahren hatten sie 10,2 erlangt. Die SPÖ erreichte nur 10,02 nach 16,9 Prozent 2004 und fiel damit von Rang zwei auf die vierte Stelle zurück. Die übrigen Parteien wie BZÖ (1,2) und Gsiberger (1,7) verpassten den Einzug in den Landtag klar. Bei den Mandaten erreicht die Volkspartei 20, die FPÖ 9, die Grünen 4 und die SPÖ 3 Mandate.

Wahlbeteiligung stark gestiegen

Einer der großen Gewinner der heutigen Landtagswahl in Vorarlberg war die Wahlbeteiligung. Sie ist schon ohne endgültige Auswertung der Briefwahl und der Wahlkarten um 6,78 Prozentpunkte gestiegen. Mit 67,42 Prozent ist das Ländle seinen letzten Platz schon mit dem vorläufigen Endergebnis wieder los - weist aber nach Tirol und Wien immer noch die drittschlechteste Beteiligung auf.

Der starke Anstieg ist nicht nur auf die erstmals angebotene Möglichkeit der Briefwahl zurückzuführen. Die 19.708 heuer ausgestellten Wahlkarten entsprachen etwa einer Verfünffachung gegenüber dem Jahr 2004. Offensichtlich waren die Wähler von ÖVP und FPÖ nach dem Konflikt rund um den "Exil-Juden"-Ausfall des FP-Chefs Dieter Egger besonders motiviert.

Denn der größte Zuwachs bei den bisher vier Landtagswahlen mit Briefwahl (in Salzburg sank die Wahlbeteiligung trotzdem) waren 4,93 Prozentpunkte im Vorjahr in Tirol. Tirol und Vorarlberg haben hier noch eines gemeinsam: In beiden Ländern war es der zweite Landes-Urnengang nach Abschaffung der Wahlpflicht. Im ersten brach die Beteiligung in beiden Ländern von zuvor an die 90 auf dann um die 60 Prozent ein, um sich jetzt im zweiten wieder zu erholen. (APA/red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 1651
also dann ...
00
28.9.2009, 07:40
faymann = dead man walking ...

ja - e r ...
ist die rache von gusi...an der s p ö !

nun ist auch die "wiener-intriganten-truppe"
um den bgm...wesentlich am desaster schuld.
leute inthronisieren...
gegen sei intrigieren
und noch grössere "schwammerln befördern"...
als auch eine spätpübertäre GF in der löwingerstrasse
- d a s
sind die personellen...ursachen d. desasters !

und wenn man
- mrd für banken, grossunternehmen bereitstellt
- denen auch noch die zinsen schenkt
und sodann
- nicht mal 20 mio für eine 14xige mindestsicherung
- und nicht mal eine erhöhung der arb.lose auf eu niveau... durchsetzt
(und die leute von hundstorfer...noch verhöhnt werden)
dann - gibts eine watschn...nach der anderen !

die spö...
ist ein verluderte bonzen-haufen.

Der Küchenchef empfiehlt heute:
43
22.9.2009, 08:36
Und in OÖ, Wien können sich die arroganten Roten ihre nächsten Watschen

einholen.

Luky Pozzo
01
22.9.2009, 15:33
Arroganz? - Lokalwechsel!

Gestern der Spargel, heute ein watschender Küchenchef.
Höchste Zeit für ein anderes Gasthaus.

ef3000
32
21.9.2009, 19:19
dummes österreich

Idol der Massen
 
02
21.9.2009, 17:07
na toll

Das sich die Wähler von der SPÖ mit grausen abwenden, ist ja nachvollziehbar.

Und dass sie sich die FPÖ als "kleineres Übel" (denn eine wirklich intelligente Wahl haben wir ja eh nicht) aussuchen, spiegelt den Zustand wieder, in dem uns die Regierung gebracht hat.
Man möchte kotzen!!

Luky Pozzo
11
22.9.2009, 15:35

Die FPÖ ist kein kleineres Übel, sie ist DAS Übel.

Ingrimm
02
21.9.2009, 14:50

Bei 75% Anteil an tüchtigen und fleissigen muss Vorarlberg ja einen mächtigen Wirtschaftsaufschwung erleben. Wenns nicht klappt sind halt die faulen Roten und Grünen dran schuld.

Frobin Jojo
06
21.9.2009, 14:18
Die Grünen sind wiedermal 3. Kraft

Da werden sich die Grünen wieder freuen die drittstärkste Kraft im Ländle zu sein und sich die Welt schönreden bei plus 0,lächerlich ... und waren die Grünen nicht auch schonmal dritte Kraft im Bund? Und was haben sie daraus gemacht? Sie sind seriöse geworden, kein Populismus, kein Aktionismus, keine Polemiken, ... alles was sie in der Vergangenheit erfolgreich gemacht hat, haben sie abgelegt. Sind dafür jetzt politisch sehr korrekt, viel korrekter als die anderen ... und das mit Aktionismus, Polemik und Populismus (in eine viel negativere Richtung) machen jetzt die Blauen. Und siehe da ... wer gewinnt die Wahlen und hat 1000 Mal mehr Einfluss auf österr. Politik?

Das sollte den Grünen doch zu denken geben. Oder?

Martin Margulies
60
21.9.2009, 15:47
es muß sich tatsächlich etwas verändern - bei uns grünen

in welche richtung es gehen sollte, hab ich versucht mittels blogbeitrag darzustellen

Martin Margulies (LTAbg. der Wr. Grünen)

http://martinmargulies.wordpress.com/2009/09/2... rendwende/

Frobin Jojo
00
30.9.2009, 09:45
Zu "Tabus angreifen": Traurig, aber ...

... leider stimmt es, dass die Grünen keine Tabus angreifen und thematisieren, sondern ganz im Gegenteil Tabus verteidigen und schaffen! Und diese Tabus werden dann natürlich von anderen (eben der FPÖ) dankend aufgegriffen.

Ich denke z.B. an die teilweise völlig unabgebrachte politische Correctness der Grünen sobald es um Migration und Ausländer geht. Da fällt mir das Interview mit der Islamkritikerin Seyran Ates ein ... die angesprochene Scheinheiligkeit bei demokratischen und menschenrechtlichen Grundregeln, insbesondere Frauenrechte, trifft auch auf österr. Grüne zu.

Außerdem sind sie so fixiert auf Schön-Sprech wie die Bsp. von Efgani Dönmez zeigen, der etwas anspricht und sofort wegen plakativen Formulierungen fertig gemacht wird.

MarioV
01
22.9.2009, 08:19

Für Männer mit Verstand sind die Grünen nicht wählbar.
Stichwort: Männersteuer und Beweislastumkehr

Turkish
00
21.9.2009, 22:16
Oje...

"Wer will, dass mehr Menschen Arbeit finden, muss nicht nur neue Arbeitsplätze schaffen sondern auch die Arbeitszeit gerechter verteilen."

Das geht natürlich nur bei "gerechter", sprich geringerer Bezahlung. Ob das die richtige Richtung ist?

Scala2
00
21.9.2009, 18:10
"wer die Tabus unserer Gesellschaft nicht angreift, wird sich nie profilieren"

sagen sie in ihrem Blog, wobei ich ihnen danken möchte dass sie einer der wenigen Politiker sind die einen Blog betreiben (und links hier veröffentlichen).

Die Themen die sie dann ansprechen Reichensteuer, Arbeitszeitverteilung, Imigranten-Dialog etc waren aber vielleicht in den 60ern Tabuthemen heute gehören sie aber zum Mainstream jeder politischen Diskussion.

So leid es mir tut muss ich feststellen, dass es am ehesten die Blauen sind die Tabus in Österreich ansprechen. Leider auch solche die gott sei dank bei den übrigen Parteien eben Tabus sind.

peter schmidt
 
00
21.9.2009, 14:50
ja ich bin auch überrascht das ich es nicht mehr erleben werde das eine sponti, aktionismus durch radikalität auffallende partei 54 prozent kriegt.

surgeon surgeon
16
21.9.2009, 14:40
Herzlich gelacht habe ich ja auch

wie die Frau "weltfremd" Glawischnigg gemeint hat, die Grünen hätten endlich wieder einmal eine Wahl gewonnen..? Was, wie jetzt?

peter schmidt
 
10
21.9.2009, 14:14
naja aber fürs bzö ist offenbar das letzte rennen angebrochen.

Hamit_Hatemi
00
21.9.2009, 16:56

Glaube ich gar nicht.

Die können außerhalb Kärntens noch so tod sein. Solange sie in Kärnten stark sind, haben die Orangen nichts zu fürchten (sie müssen sich halt wieder mit dem 5. Platz zufriedengeben, aber mehr als 6% werden es sicher wieder werden).

surgeon surgeon
00
21.9.2009, 14:41
Laut BZÖ liegt das daran, dass

man es in Vbg. scheinbar mit einer speziellen Wählerkostellation zu tun hat..

Andronikos
01
21.9.2009, 14:24
Totgesagte leben länger...

leider.

natoll
13
21.9.2009, 13:42

mein mitleid mit dem "kleinen mann" hält sich jetzt noch mehr in grenzen.

wählen die, die dieses chaos verursacht haben und eine blaue truppe die nicht irgendeine ahnung hat wie's da rausgehen soll.

aber in ein paar jahren dürfens dann dafür umso mehr raunzen wie schlechts ihnen ned geht.

Schneck4ever
47
21.9.2009, 13:21
ein Ding der Unmöglichkeit

echte sozialdemokratische Politik zu betreiben ist in einer westlichen Wirtschaftsmacht (EU) mit hohen Lebensstandard de facto nicht mehr möglich.

Der Würgegriff der Marktwirtschaft hat uns fest umklammert - das System ist in sich so gut abgesichert und im Prinzip nur durch eine Revolution, durch Enteignungen und ein radikales Umdenken der großen Mehrheit der Bevölkerung zu kippen. Dies wird aber nicht passieren, denn dafür geht es uns zu gut. Und man muss sich fragen was denn die Alternativen wären?
Jedem freien Verstand ist heute klar das die globale Marktwirtschaft für die Menschheit als ganze total versagt hat. Aber es gibt keine Exit-Strategien, es gibt kein Entkommen.

...wie die Lemminge ins Meer...

alfred miller
14
21.9.2009, 17:00
also was jetzt?

Es geht uns also so gut, daß für sozialdemokratische Politik kein Platz ist. Darf man daraus den Umkehrschluß ziehen, daß es uns ruhig schlechter gehen sollte, solange dann Platz für eine sozialdemokratische Politik wäre? Und wenn es uns so gut geht, aus welchem Elend sollte man dann mit Exit-Strategien entkommen? Eine Logik ist bei diesen Argumenten beim besten Willen nicht zu erkennen.

Peter Cash
03
21.9.2009, 14:01
Dies wird aber nicht passieren, denn dafür geht es uns zu gut.

Und warum geht es uns ZU gut? Waren das die paar Jahre Kommunismus in Osteuropa samt (Maos) China und Kuba , die auf die restliche westliche (kapitalistische) Welt so eine Auswirkung hatten? Oder war es nicht doch die (teilweise gezügelte) Marktwirtschaft, die in Verbindung mit Demokratie für den allgemeinen Wohlstand und einer (verbesserungsfähigen) sozialen Absicherung sorgte.
Wenn nein - welche Gesellschaftsform wäre besser?

Turkish
01
21.9.2009, 13:30
Das ist wohl ironisch gemeint.

Das hoffe ich zumindest.

Fritz094
 
00
21.9.2009, 13:20
Das Problem der SPÖ

ist dass sie gerne eine Mittepartei wäre.
Sich schön mit der VP zusammentun.
Aber eda ist kein Platz mehr, es gibt bereits Mitte.
Mit diesem Kurs wird die SPÖ schön zwischen dem bürgerlicen und dem Rechten Block aufgerieben.
Die SPÖ kann sich entscheiden - eine Splitterpartei zu werden oder eine Lnkswende durchzuführen.

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