Grieskirchen

Rennfahrer rast in Zuschauer - Zwei Tote

21. September 2009, 10:51
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    foto: öamtc

    Ein Rennfahrer durchbrach mit seinem Boliden in einer Kurve die Absperrung und schlitterte frontal in eine Zuschauergruppe, die in der Sicherheitszone etwa 25 Meter hinter der Absperrung stand.

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    grafik: standard

Frau und 13-jähriges Mädchen tot - Neunjähriger nach wie vor in Lebensgefahr - Zustand von Vater stabil - Überhöhte Geschwindigkeit als mögliche Ursache

Linz - Nach dem schweren Unfall bei einem Autorennen am Sonntag in Oberösterreich, bei dem eine 34-jährige Deutsche und ihre 13-jährige Tochter ums Leben gekommen sind, bangten die Ärzte am Montag noch um das Leben des neunjährigen Sohnes der Familie. Dass Versäumnisse des Veranstalters an der Tragödie schuld sein könnten, schloss Rennleiter Wolfgang Schuster aus. Die Zukunft des Internationalen Auto-Bergrennens in St. Agatha ist dennoch ungewiss.

Das Rennen findet seit 23 Jahren statt. Laut Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen habe es bisher keine gröberen Vorkommnisse gegeben. Heuer endete es jedoch mit Toten: Am Sonntag kurz vor Mittag kam ein Wagen von der Strecke ab, wurde durch die Luft geschleudert und krachte in eine vierköpfige Familie aus dem Landkreis Passau in Bayern, die hinter der Sicherheitsabsperrung stand. Für die 34-jährige Mutter und ihre 13-jährige Tochter kam jede Hilfe zu spät. Der 40-jährige Vater und der neunjährige Sohn der Familie wurden schwer verletzt.

Vor allem über den Zustand des Buben sind die Ärzte besorgt: Er habe schwere Kopf- und Gesichtsverletzungen und liege im künstlichen Tiefschlaf, erklärte der Leiter der Intensivmedizin im UKH Linz, Nadjdat Ghazwinian. In diesem Zustand könnten jederzeit Komplikationen auftreten, sieht er die Lebensgefahr noch nicht gebannt. Der Vater des Neunjährigen wurde auf eigenen Wunsch zu seinem Sohn nach Linz überstellt. Er sei außer Lebensgefahr, aber psychisch gehe es dem 40-Jährigen "extrem schlecht", so die Mediziner.

Suche nach der Ursache

Mittlerweile hat die Suche nach der Ursache des folgenschweren Unfalls begonnen. Das Auto wurde gerichtlich beschlagnahmt, der Wagen soll technisch genau untersucht werden. Bezirkshauptmann Christoph Schweitzer, dessen Behörde die Veranstaltung genehmigt hat, versprach am Montag lückenlose Aufarbeitung der Geschehnisse. Ob das Rennen noch einmal bewilligt werde, sei unsicher.

Rennleiter Wolfgang Schuster vermutet einen Fahrfehler als wahrscheinliche Ursache des Unfalls. Überhöhte Geschwindigkeit soll demnach daran schuld gewesen sein. "Mindestens 170 km/h sind zu schnell für diese Kurve, dazu kommt noch eine Verkettung unglücklicher Umstände", erklärte Schuster. Laut dem Begutachtungsprotokoll habe man jede Vorgabe der Fachleute mehr als genau eingehalten.

Die Bezirkshauptmannschaft betonte ebenfalls, dass bei der Genehmigung des Rennens sämtliche Auflagen, wie sie etwa von der FIA vorgegeben werden, beachtet worden seien. Für die Oberste nationale Sportkommission (OSK) war der Abstand zwischen Besucherzone und Rennstrecke aber "offensichtlich nicht ausreichend". Aufschluss über die Ursache könnten die Aufnahmen der Bordkamera bringen, die ebenfalls beschlagnahmt wurden. Laut Rennleitung war es Zufall, dass genau der Unfallwagen eine Kamera eingebaut hatte - nur bei drei oder vier von 141 Rennteilnehmern sei das der Fall gewesen, so Schuster. (APA)

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Der Ätzer
00
23.9.2009, 07:25
Die Causalität von Tempowahn und Unfällen ist klar!

Wer das live erleben will wird es live erleben und hoffentlich überleben.

Das ist der gekaufte Nervenkitzel?

sohn i
02
22.9.2009, 13:38
Warum ...

... findet sich dieser Beitrag unter "Verkehr" --- hier handelt es sich doch um Motorsport.

o+
01
22.9.2009, 13:27
"Überhöhte Geschwindigkeit als mögliche Ursache"

Nun, bei einem Rennunfall ist das eine nicht wirklich kühne Vermutung....

Beileid der Familie und dem Fahrer.

Oisa i find des (ned) supa
00
21.9.2009, 17:15
Was ist eigentlich mit dem Fahrer des Rennwagens?

Was hat er dazu zu sagen? Er muss doch sagen können wie der Unfall zustande kam?

Zumindest steht im Artikel nicht, dass er auch schwer verletzt, also nicht vernehmbar, ist.

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20
22.9.2009, 04:10
Der Unfall kam zustande weil

die an dieser Stelle von der StVo erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h weit überschritten wurde.

Club-der-dichten-Toten
03
22.9.2009, 09:19

Seit wann gilt auf einer für den normalen Verkehr abgesperrten Strecke die StVO?

Gerald muster
 
05
21.9.2009, 18:03

Der steht unter Schock!!!

Ich hab ihn gesehen als er nach dem Unfall aus seinem Wagen ausstieg und zur Unfallstelle gehen wollte.
Er wurde abgehalten und wieder zum Wagen gebracht.
Ein Polizist wollte ihn befragen, wurde aber dann von der Kriesenintervention vom RK weggebracht.

Mir tut die Familie sehr leid, aber auch der Fahrer.
Immerhin weis er ja was passiert ist, und das er es war. Man muss sich das nur kurz vorstellen: man sitz in einem Wagen und kommt auf die zuaschauer zu, und kann nicht das geringste dagegen machen.

Mit der Sachverständigen der sich das Video ansehen muss (von onboardcam des wagen) möcht ich auch nicht tauschen.

poiter
14
21.9.2009, 16:34
Verantwortlich für die Sicherheit: Veranstalter und Rennkommission


Wenn aus diesem Unfall keine Lehren daraus gezogen werden, werden solche Unfälle wieder passieren. Alles was man hört ist:

- unmöglich..
- man muss damit rechnen wenn man dort hingeht..
- da fahren die schon immer…
- da ist nie etwas passiert…


Dass es auch anders und professioneller geht beweist die Formel 1

„Nach dem Tod des Streckenpostens von Melbourne sind Forderungen nach verbesserten Sicherheitsvorkehrungen laut geworden. Der Automobil-Weltverband hat reagiert.“

http://www.spiegel.de/sport/for... 40,00.html

Club-der-dichten-Toten
12
22.9.2009, 09:33

Und glauben Sie, dass bei derartigen Motorsportveranstaltungen aus vergangenen Unfällen keine Lehren gezogen wurden? *Jeder* Unfall mit *jedem* Toten ist einer zu viel. Aber dass die F1 jetzt 100%ig sicher ist, glauben ja nicht mal Sie, oder?

Die Behördenauflagen bei der Veranstaltung eines solchen Rennens sollten Sie mal sehen, der Veranstalter hat diese extra nochmal verschärft, der Abstand war fast doppelt so groß wie vorgeschrieben. Zudem ist dieses Rennen - wie Sie ja sicherlich gelesen haben - 23 Jahre lang ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen.

Leider gibt es keine 100%ige Sicherheit, wie man bei diesem tragischen Unfall gesehen hat.

Duck_Dagobert
61
21.9.2009, 20:22
Sinnlos

Solche Pfeiffen wie Sie sollten ihren Senf hier nicht abgeben.

Es war ein tragischer Unfall und auch mir tun die betroffenen leid.

Aber rein statistisch passieren bei Motorsportveranstaltungen IMMER Unfälle mit Todesfolge, was auch Sie mit Ihrem gelabere (wie auch viele andere hier im Forum) bestimmt nicht ändern können. Es gibt immer Menschen die NACH einer solchen Tragödie auf den Tisch klopfen und verurteilen. Nun stellt sich mir die Frage warum nicht VORHER etwas dagegen getan wird?
....genau, weil es VORHER niemand weiß!

Es ist zwar tragisch wenn so etwas passiert, aber im Grunde sind solche Veranstaltungen eine Bereicherung.

Ihr Dagobert

CBI-Telecom
139
21.9.2009, 14:39
ich hasse ...

die Komentare von Leuten die noch nie bei solchen Veranstaltungen ware, geschweige denn gestern vor Ort ware als der Unfall passiert ist und dann über denn Veranstalter und Gott und die Welt lästern.

Beim Kauf der Eintrittskarte steht überall drauf "Teilnahme auf eigene Gefahr" aber das Kleingedruckte liest ja niemand wenn er dort hin geht.

Sicher ist es tragisch wenn sowas passiert, aber viel tragischer ist es wenn Leute besoffen auf der Straße unterwegs sind oder nach solchen Rennen beim Heimfahren glauben, daß kann ich auch.

Wenn es diese Rennen nicht gäbe würden wir noch immer mit VW Käfer herumfahren, 15-20 Liter Sprit auf 100km verbrauchen und beim kleinstem Unfall sterben weil es keinen passiven Schutz gibt.

ein Fotograf

unterwegs in Österreich
00
22.9.2009, 01:36
DAs kleingedruckte "auf eigene Gefahr"

hilft auch noch so groß gedruckt dem Veranstalter nicht, wenn er nicht ausreichend für Sicherheit sorgt. Ob er das in diesem Fall getan hat, wer für den Unfall verantwortlich ist, ob überhaupt und von wem die Familie (bzw. der überlebende Teil) entschädgit werden wird, wird von einem unabhängigen Richter entschieden.

superseb
39
21.9.2009, 15:41

Das diese Rennen mit 15 Jahren alten Autos zur Innovation im Automobilsektor beitragen, glauben sie wohl selber nicht.

Gerald muster
 
01
21.9.2009, 16:40
15 jahre alte Autos?

Ich kenn zar nicht jedes auto das in Agatha mitgefarhen ist. aber bei den meisten autos ist das chassi das älteste teil. Motor, Bremsen, Kupplung,.....
alles ziemlich neu. schon wegen des verschleisses sicher nicht 15 jahre alt.
Es gab einen Puch 500 am Start, der beinahe nur aus Formel1 Technik bestand --> also keine alten Teile.


NoComment
02
21.9.2009, 16:29

da ging es wohl prinzipiell um straßenrennen, und die dienen sehrwohl der entwicklung "besserer" autos; die autos mögen übrigens 15 jahre alt sein, aber die motorentechnik, bremsen, fahrwerk etc. sind meist das neueste vom neuesten.

139389
14
21.9.2009, 15:24

Also was sie hier schreiben ist wirklich jenseits von jedem geraden Gedanken.

1) Es muss dafür gesorgt werden, dass Zuschauer zumindest an jenen Plätzen die "gewollt" sind (so ein Ort ist dieser Verkaufsstand ja wohl gewesen) geschützt werden.
2) ist alles was sie sagen einfach nur unverständlich.

melhor
00
21.9.2009, 15:05

Ich habe selber schon bei Rallyeveranstaltungen mitgearbeitet (im Bereich Sicherheit) und auch oft mit dem Veranstalter und dem Sicherheitsbeauftragten über dieses Thema geredet.

Natürlich sind es in erster Linie die Zuschauer selbst die sich einem Risiko aussetzen in dem sie sich vor die Absperrung quasi schon aufs Bankett stellen um die bessere Sicht zu haben.

Auf der anderen Seite braucht der Veranstalter die Besucher um einen wirtschaftlichen Erfolg herauszuschlagen. Dafür muss dem Zuseher auch Action geboten werden und das geht eben auch nur wenn man so knapp wie nur möglich an der Straße steht.

lanebbia
02
21.9.2009, 14:59

Ihre Ansage vom "Restrisiko" bei solchen Veranstaltungen ist plausibel,dass solche Amateurrennen aber der Grund des Fortschritts beim Automobilbau sind, stimmt nicht.
Sagen wir, wie es ist: Ein Spektakel für die einschlägig interessierte Bevölkerung, Adrenalinkitzel für die, die ebendiesem für sich selbst und andere gefährlichem Hobby frönen und in Kauf genommene "Kollateralschäden", wobei man die Verantwortung dafür in einem ersten REflex möglichst weit von sich schiebt und das durch willfährige Medien verbreitet wird, damit ja keine Diskussion auftritt.
Das entsetzliche Schicksal der Opfer wird als "schicksalhaftes Ereignis" dargestellt, das "eigentlich nicht hätte passieren können".
Rennen ja, aber größtmögliche (teure) Sicherheit.

Esme Weatherwax
14
21.9.2009, 14:44

"Wenn es diese Rennen nicht gäbe würden wir noch immer mit VW Käfer herumfahren, 15-20 Liter Sprit auf 100km verbrauchen und beim kleinstem Unfall sterben weil es keinen passiven Schutz gibt."

Rem Rest stimme ich zu, aber das ist einfach nur ein Märchen. Die passive Sicherheit haben wir Volvo und den amerikansichen Verbraucherschützern zu verdanken, den Verbrauch der Ölkrise in den frühen 70ern und die allgemeine Entwicklung der Fahrzeuge dem Bedürfnis der Masse, ihre höhere Kaufkraft auch in einem komfortableren, schnelleren und besseren Fahrzeug anlegen zu können. Autorennen sind vielleicht ein Mittel, etwas zu vermarkten, wobei das bei den alten Kisten, die bei Rallyes üblicherweise unterwegs sind, schon sehr anzuzweifeln ist.

unterwegs in Österreich
01
22.9.2009, 01:33
Interessant ihr Argument mit dem passiven Schutz

1951 meldete Béla Barényi die Sicherheitsfahrgastzelle in Verbindung mit Knautschzone zum Patent an, 1970 starb Jochen Rindt in einem Formel I-Rennwagen, der noch keine Sicherheitselemente in der Karosserie aufwies.

CBI-Telecom
62
21.9.2009, 15:09
Warum redet jeder immer von Rally ???

Diese Veranstaltung hat soviel mit einer Rally zu tun wie ein Kuhstall mit einer Wiese.

Dies ist ein ganz normales Straßenrennen.
Solche Rennen gibt es fast schon seit es Autos gibt,
leider sind Sie in den letzten Jahren immer weniger geworden durch Leute wie Sie, die lieber Sport vor dem Fernseher machen und sich freuen wenn beim Formel1 oder MotoGP einer abfliegt.

Lasst das Denken anderen Leuten über die Wissen von was Sie reden.

Ich bin Sportfotograf und habe bei diesem Rennen schon öfters fotografiert, die Streckenposten und Absperrungen sind immer bestens organisert.

Wer so eine Veranstaltung besucht ist sich dessen bewusst das was passieren kann und wenn nicht, ist er fehl am Platz.

Esme Weatherwax
01
21.9.2009, 16:25

Ihr Kommentar hat zwar außer dem Wort Rallye rein gar nix mit meinem Posting zu tun, aber bitte, kann ja passieren, in der Hitze des Gefechts, dass man sich in die falsche Person verbeißt.

superseb
55
21.9.2009, 15:40

Als Sportfotograf muss man auch nicht gerade der Hellste sein.

Helmut-S
34
21.9.2009, 15:54
Er hat aber Recht mit dem was er sagt...

...ihre Beleidigungen ändern da auch nix daran.

Wenn ich mich zu einer Flugshow oder einem Autorennen stelle, dann muss ich damit rechnen das schlimmstenfalls auch Zuschauer zu schaden kommen wenn was passiert.

"Überhöhte Geschwindigkeit" bei einem Autorennen klingt ja fast nach purer Ironie. Na no na fährt da jeder an der Grenze des möglichen, sonst wärs ja kein Rennen.

Chanandelar Bong
222
21.9.2009, 14:09
1 Tag, 2 Situationen.

1) Einem Mann werden ein Handy und 10 Euro gestohlen. Der Dieb wurde verhaftet.
2) Ein Autoraser tötet 2, vielleicht 3 Menschen. Der Autoraser wird psychologisch betreut.

Jeder weitere Kommentar ist überflüssig.

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