WebStandard-Interview

Inode-Gründer: "Wir hatten es nach 10 Jahren satt"

Zsolt Wilhelm, 20. September 2009, 11:46
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    apa/josef schuster

    Inode-Günder Gredenberg und Augustin verwalten nun mit Tigris ihr Kapital.


    Die besten Sager:

     

    „Das Festnetz hat seinen Zenit überschritten"

     

    „Der Grund, weshalb wir TA-Aktien halten"

     

    „Wir hatten es nach 10 Jahren satt"

     

    „Ich steh dazu, auch wenn ich da jetzt jeden derStandard.at-Leser vor den Kopf stoße, dass ich den Neoliberalismus toll finde."

     

    „Tele2 ist eh schon tot."

     

     

    "Österreich ist gar nicht so schlecht, wie man meint."

     

    "Berlin ist das London der Zukunft"

     

    „Das iPhone ist sicherlich so revolutionär wie einst das Internet."

     

    "Wenn Apple so weiter macht, werden die in 5 bis 10 Jahren genauso ein Kartellrechtsproblem haben, wie Microsoft"

     

    „Microsoft ist so langweilig wie das Festnetz"

Gredenberg und Augustin über ihr Erbe, Privat-Jet und das iPhone

1996 gründeten die motivierten Twens Michael Gredenberg und Peter Augustin den Internet-Provider Inode. Nach 10 Jahren folgte der Verkauf an UPC. Heute, Anfang 30 verwalten sie ihr Kapital, investieren in "sichere" Aktien und Immobilien und Private-Aviation. Weshalb sie damals ausgestiegen sind, ob ein "Inode 2" denkbar wäre, warum Microsoft und das Festnetz langweilig sind, weshalb es in den USA ihnen vielleicht besser ergangen wäre und Österreich doch nicht so schlecht ist und weshalb das iPhone so revolutionär wie das Internet selbst ist. "Wir hatten es nach 10 Jahren satt", so das Duo im Gespräch mit Zsolt Wilhelm.

***

derStandard.at: Wenn es nach Ihnen geht, woran sollen die Leute denken, wenn sie heute über Inode sprechen - an das Inode von damals oder das Inode von heute?

Gredenberg: Wir sind da relativ emotionslos. Es ist klar, dass Inode nicht mehr ist, was es einmal war.

derStandard.at: Wie sehen Sie das Erbe von Inode von UPC verwaltet?

Gredenberg: Als UPC damals Inode übernommen hatte, dachten wir wirklich, sie würden es besser machen. Sie haben sich fest vorgenommen es besser zu machen, als alle anderen Unternehmen, die andere Firmen übernehmen. Aber das ist bis jetzt eigentlich nie gut gegangen.

Augustin: Was man so hört, sind sie fabulos gescheitert.

derStandard.at: Man hört immer wieder, dass die Kunden heute weniger zufrieden sind...

Gredenberg: Zumindest die Zufriedenheit von jenen Kunden, die wir kennen, hat sehr nachgelassen.

Augustin: Für viele ehemalige Kunden, die wir treffen, war es ein Grund zur Telekom zu gehen.

Gredenberg: Den Namen Inode gibt es jetzt auch nicht mehr. Wir sehen das aber trotzdem recht emotionslos. Wir haben damit nichts mehr zu tun, außer, dass wir selbst noch Kunden sind.

derStandard.at: Trotz allem?

Gredenberg: Beruflich nicht, aber privat schon noch.

Augustin: Noch. Bei uns läuft es ja, daher sind wir nicht unbedingt in Wechselstimmung. Sonst würden wir auch umsteigen.

derStandard.at: Warum sind Sie damals eigentlich ausgestiegen?

Gredenberg: Das war genau der richtige Zeitpunkt.

Augustin: Das war der beste Exit-Point ever.

Gredenberg: Vielleicht wäre es ein Jahr drauf noch besser gewesen, da sind zumindest noch die Finanzmärkte gut gegangen. Aber 2007 ist es schon rumpelig geworden.

derStandard.at: War das eine rein finanzielle Entscheidung oder hatten Sie das Geschäft satt?

Augustin: Das war beides der Fall. Wir hatten es nach 10 Jahren satt und wir wussten auch nicht mehr, was noch kommen sollte.

Gredenberg: Wenn dann hätte man noch Mega-Investitionen in den Mobilfunk machen können, aber da hat man wenige Chancen.

Augustin: Dann hätte man sich mit „3" um die günstigsten Gigabyte-Tarife am Handy schlagen können.

derStandard.at: Und was war 1996 Ihre Motivation Inode zu gründen?

Gredenberg: Da war genau das Gegenteil der Fall.

Augustin: Das Thema war brandneu und es hat uns heiß interessiert. Es war gutes Geld damit zu verdienen. Es war 1996 genauso gut damit zu beginnen, wie 2006 damit aufzuhören.

derStandard.at: Wie sehen Sie die Provider-Landschaft heute, aus sicherer Entfernung?

Gredenberg: Im Vergleich zu früher ist es langweilig geworden. Im Prinzip hat es die Telekom Austria (TA) jetzt sehr leicht. Es gibt eigentlich keine Konkurrenzfirma mehr. Das ist auch der Grund, weshalb wir privat TA-Aktien halten. Die anderen sind genauso unbewegliche Moloche geworden, wie die TA. Selbst wenn die Regulierer, was man zurzeit aber nicht merkt, etwas verschärfen würden, hätte die TA beste Chancen. Da ich glaube, dass das Geschäft sonst niemanden mehr interessiert. Der Wettbewerb findet im Mobilfunk statt. Im Festnetz hat es seit Jahren keine Produktinnovationen gegeben.

derStandard.at: Es wird immer schneller...

Augustin: Das ist keine Innovation.

derStandard.at: Was halten Sie von den Kombipaketen, wo Internet, Telefonie und Fernsehen unter einen Hut gebracht wird?

Gredenberg: Das war zu unserer Zeit schon absehbar.

Augustin: Eine andere Möglichkeit haben sie ja nicht. Damit fangen sie den Festnetz-Schwund ein bisschen ab. Aber das Festnetz hat seinen Zenit einfach schon überschritten.

Gredenberg: Das wichtigste aus Sicht der Kunden war, nach der Minuten- und Volumen-Abrechnung, die Einführung der Flatrate. Mittlerweile ist alles flat. Und jetzt, was bringt es, wenn man statt 10 oder 20 Mbit/s 100 Mbit/s hat. Das nützt eh niemand.

derStandard.at: Glauben Sie dann, dass die Investitionen ins Glasfasernetz umsonst sind?

Gredenberg: Also gerade weil wir uns mit dem Finanzmarkt beschäftigen, muss ich sagen, dass ich mich es nicht trauen würde, diese Investitionen zu machen. Ich glaube nicht, dass dabei eine ordentliche Rendite herausschaut.

derStandard.at: Als Verbindungsstelle bleibt das Festnetz dennoch wichtig.

Gredenberg: Sie meinen als Backbone. Deshalb meinte ich auch, dass die TA die besten Voraussetzungen hat. Ihr gehört das Festnetz. Sie haben bereits alle Verrohrungen für Glasfaser. Die Verkabelung jedes Privathaushalts dürfte sich aber nicht rechnen.

Augustin: Bislang ist Fiber ein Nischengeschäft, das sich nur für kleine Anbieter rechnet.

Gredenberg: Wenn man etwa einen ganzen Bürokomplex verkabelt.

Augustin: Oder wenn eine Firma bereit ist die Grabung zu zahlen. Dann läufts. Dass man das so breit aufstellt, wie DSL, ist auszuschließen.

derStandard.at: Weil Sie gesagt haben, dass die Telekom Austria den ganzen Markt für sich hat, was wird aus UPC?

Gredenberg: Zwei oder drei werden schon übrig bleiben.

derStandard.at: Sehen Sie ein Scheitern der Regulierer?

Gredenberg: Naja, das haben wir damals schon gesehen. Ich glaube, dass das Thema schlicht unwichtiger geworden ist. Heute ist der Markt uninteressant. Damals hätte man diese Konsolidierung vielleicht noch verhindern können. Aber das war ja voraussehbar und offensichtlich gewollt.

derStandard.at: Würden Sie sich heute für ein Inode 2 begeistern können - vielleicht im Mobilfunk-Markt?

Gredenberg: Im Telekom-Bereich machen wir nichts mehr. Man sitzt jetzt auf der anderen Seite und aus Investoren-Sicht ist es nicht uninteressant. Von den Telekommunikations-Aktien, die wir uns ausgesucht haben, sind eigentlich nur Quasi-Monopolisten vertreten.

derStandard.at: Auf der sicheren Seite.

Augustin: Die sind mittlerweile in der Kategorie Putzmittelhersteller. Es ist ein sicheres Geschäft, aber stink langweilig. Von denen wird auch sicher keiner mehr sterben.

Gredenberg: Und ich bekomme mehr Rendite, als beim Sparbuch.

Augustin: Im Februar war es vielleicht auch so, dass man sein Geld lieber der TA borgt, als einer Bank. (lacht)

derStandard.at: Was haben Sie sonst mit dem Geld gemacht, das Sie durch die Übernahme erhalten haben?

Gredenberg: Privat haben wir es insofern genutzt, dass wir uns ein Haus in der Schweiz gekauft haben.

derStandard.at: Aus steuerlichen Gründen?

Gredenberg: Das hat nichts mit Steuern zu tun, sondern mit dem Wetter am Lago Maggiore. (lacht) Das war es im Prinzip, was wir uns gegönnt haben.

derStandard.at: Sie sind beide auch auf Weltreise gegangen. Was haben Sie davon mitgenommen?

Gredenberg: Sehr viel.

Augustin: Dass Österreich gar nicht so schlecht ist, wie man meint. (lacht) Nein, aber das eröffnet einem schon Mind and Body, wenn man sieht, was man hier hat.

derStandard.at: Und beruflich?

Gredenberg: Geschäftlich gesehen sind die USA schon besser.

Augustin: Wir hätten dort sicher nicht 300 Mitarbeiter gehabt, sondern vielleicht 3.000. Wir wären jetzt vielleicht nicht Millionäre sondern Milliardäre.

Gredenberg: Also jetzt übtreibs nicht... (lacht)

Augustin: Es herrscht dort aber eine Geisteshaltung vor, wonach man, wenn man bereit ist von Montag bis Sonntag Business zu machen, extrem viel weiterbringen kann.

Gredenberg: In Österreich werden einem schon Klötze in den Weg gelegt.

derStandard.at: Vom Staat?

Gredenberg: Die ganzen Ämter und diese Sachen. Generell, dass man um Wettbewerb überhaupt kämpfen muss. Ich steh dazu, auch wenn ich da jetzt jeden derStandard.at-Leser vor den Kopf stoße, dass ich den Neoliberalismus toll finde.

derStandard.at: Trotz Finanzkrise?

Gredenberg: Ja. Ich finde auch nicht okay, dass es so große Staatshilfen gegeben hat. Da hätten ruhig ein paar Banken einstürzen sollen. Ein reinigendes Gewitter. Und es wird immer Übertreibungen geben. Die wird man auch nicht durch die Abschaffung der Märkte beseitigen können.

Augustin: Angst und Gier. Das werden wir sicher noch zehnmal erleben.

Gredenberg: Man muss sich schon die Vorteile vom freien Markt vor Augen halten und dann wie das bei unserem Telekom-Markt gelaufen ist. Jetzt gibt es trotz Regulierung gerade noch die TA, UPC und Tele2 vielleicht noch...

derStandard.at: ...Tele2 will die längste Zeit schon gekauft werden.

Augustin: Tele2 ist eh schon tot.

Gredenberg: Bei den Nischenanbietern gibt es noch Silver Server, die aber auch schon kämpfen, was man so hört.

derStandard.at: In den USA gibt es auch nur wenige Große, abseits von AT&T.

Augustin: Der Markt ist dort sicher auch schon stagniert. Aber in der Zeit, wie wir Inode aufgebaut hatten, hätten wir dort sicher weit mehr erreichen können. Das liegt natürlich an der Größe des Landes und an der Einstellung, aber auch daran, dass die Kapitalmärkte dort offen sind.

Gredenberg: Auch, dass wir beispielweise Privat-Equity nehmen mussten, als Inode so gewachsen ist. Ich bin mir sicher, wir hätten in den USA in dieser Situation bereits einen Börsegang machen können. Und im Nachhinein muss ich sagen, dass es für ein Unternehmen sicher besser ist, wenn es an die Börse geht, als wenn es solche „Haie" an Bord nimmt.

Augustin: Die paar Privat-Equity-Geber die es in Österreich gibt, sind ziemlich halbseiden. Das muss man halt nur tun, wenn man in so einer beschissenen Lage ist, wie wir es 2004 waren. Offene Kapitalmärkte fehlen in Europa daher wirklich.

derStandard.at: Mit der Tigris verwalten Sie jetzt selbst ihr Kapital.

Gredenberg: Das ist eines unserer Standbeine. Ein zweites ist, dass wir stark in Immobilien investieren, mit Schwerpunkt Berlin und dort vor allem in Zinnshäuser. Wien ist einfach zu teuer geworden und birgt daher einige Risiken.

Augustin: In Berlin herrscht eine Aufbruchsstimmung. Da ist kein bescheuerter Finanzplatz, dort herrscht Kreativität und es wird auch noch was gearbeitet. Wenn man extrem positiv denkt, ist es das London der Zukunft.

derStandard.at: Gibt es auch etwas Neues aus unternehmerischer Sicht?

Gredenberg: Wir betreiben seit Kurzem, weil es uns persönlich sehr interessiert, ein Flugzeug. Ein kleiner Jet. (Anm.: Hawker 400XP) Man fängt klein an.

Augustin: Das ist eine aufstrebende Branche. Mich erinnert das Private-Aviation-Business ein bisschen an das Internet der Anfänge. Es läuft in dem Geschäft fast niemand herum, der älter als 30 ist - da sind wir schon die Ältesten, von der Betreiberseite. Jeder ist extrem motiviert. Da kann man Leute noch am Sonntagabend anrufen, um sie etwas zu fragen.

derStandard.at: Die größeren Fluggesellschaften gehen eine nach der anderen ein. Profitieren Sie von der Krise?

Gredenberg: Das hat uns natürlich sehr begünstigt. Dadurch konnten wir einen Flieger günstig kaufen und für den Bedarfsflug bereitstellen. Fünf bis acht Personen kann man damit kreuz und quer durch Europa fliegen. Wir fangen aber gerade erst damit an.

Das wäre es aber im Großen und Ganzen mit unseren Standbeinen. Nebenbei entwickeln wir noch ein Handelssystem für Aktien-Optionen.

derStandard.at: Und was ist mit dem Mobilfunkmarkt?

Gredenberg: Interessieren tut er uns sehr, aber machen wollen wir nichts mehr. Was hier wirklich heraussticht ist das iPhone. Es ist unglaublich, welche Möglichkeiten das eröffnet hat.

Augustin: Das iPhone ist sicherlich so revolutionär wie einst das Internet. Das wird die Gesellschaft umdrehen. Wie wir arbeiten, leben - da hat Apple eine neue Schneise geschlagen.

derStandard.at: Hat das iPhone erst das Internet für die Hosentasche ermöglicht?

Gredenberg: Jedes Handy, das wir davor hatten, war unbrauchbar dafür. Man sieht es auch auf der Straße, jeder hat ein iPhone und jeder weiß vor allem es zu benutzen. Absurd eigentlich, dass vorher noch niemand auf die Idee gekommen ist, einen AppStore zu machen. Da gibt es wirklich nützliche Anwendungen.

Augustin: Man glaubt gar nicht was man mit einer Spenderleber alles machen kann (lacht). Im ernst, mich wundert, dass das alles so gut klappt. Der Output von Apple ist sensationell. Das ist sicher DAS Unternehmen in der IT-Branche zurzeit.

Gredenberg: Die Aktie ist trotzdem schon zu teuer.

Augustin: Meine Prediction ist, dass wenn Apple so weiter macht, werden die in 5 bis 10 Jahren genauso ein Kartellrechtsproblem haben, wie Microsoft. Die haben einen Dampf drauf, da kann keiner mehr mit.

derStandard.at: Und Microsoft?

Augustin: Um das Interview rund abzuschließen: Microsoft ist genauso langweilig geworden, wie das Festnetz. Ein irrelevanter Player.

Gredenberg: Sie verdienen immer noch gutes Geld. Deshalb haben wir auch Microsoft-Aktien und keine Apple-Aktien.

Augustin: Geld allein ist nicht alles. Wenn man was weiterbringen möchte, ist man bei Microsoft schlecht aufgehoben.

Gredenberg: Aber es verdient Geld.

Augustin: Eben, wie das Festnetz.

(Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 20.9.2009)

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Tigris

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 298
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hanslblasta
00
30.5.2011, 22:51
wie eng die Sicht der Dinge doch sein kann

das Sein bestimmt halt das Bewußtsein ...

Matt Canalegrande
00
2.10.2009, 15:52
"Sehr gut" war damals Inode auch nicht

Aber wer heute einen webspace bei UPC beantragt und dabei mysql in der Version 5 haben will muss mit Eingaben wie beim Finanzministerium rechnen.
Was da an Bürokratismus nebst photokopiertem Führerschein (sic(k)!) abläuft würde aus Termingründen sowas wie einen Prager Frühling verhindern.

0Stoney0
00
25.9.2009, 11:32
Schade um Inode

UPC hat Inode übernommen. Nach der Einspruchsfrist wurde der Backbone umgedreht. Dann gings nur mehr bergab mit der Qualität.
--
Versprochen hat UPC - für Inode Kunden ändert sich nichts.
--
Warum liest man dann in zahlreichen Foren, daß viele nach diesem Schritt unzufrieden waren und Provider gewechselt haben?

mmxmmx
00
31.10.2009, 11:28

Die haben halt eine gute Gelegenheit gehabt, ihre Firma zu sehr viel Geld zu machen, und diese eben genutzt - was dann daraus wird, war eben offenbar wurscht. Schade ist nur, dass sich der letzte Teil nach bezahlter Apple-Werbung anhört.

Laborchef Dr. Klenk
00
23.9.2009, 13:45
Wow - 277 Postings !


Da sieht man einerseits, wieviele dem *guten, alten Inode* nachtrauern und andererseits, dass der Neid am liebsten Leute frisst.

Das ist Hund Putzi, das ist Katze Mietzi
00
22.9.2009, 21:46
naja, ein bisserl einen blödsinn redens auch daher

"Wenn man was weiterbringen möchte, ist man bei Microsoft schlecht aufgehoben."

wer nur ein bisschen den lauf der microsoft entwicklung der letzten jahre verfolgt hat, wird sehen, dass microsoft enorm viel weitergebracht hat. zB. hyper-v entwickelt sich in rasendem tempo und ist seit r2 eine bedeutende konkurrenz zu den platzhirschen xen u. vmware geworden. exchange 2010 ist fast fertig, office live wird von allen seiten als innovativ gelobt u. windows 7 ist in aller munde.

innovationen im business sektor werden gern übersehen. aber es gibt auch eine welt, abgesehen von mickey maus u. buntem iphone (das als business handy noch immer unbrauchbar u. viel zu groß ist).

meine meinung

Matt Canalegrande
00
2.10.2009, 15:53
aber fad ists!

und brutal gegen kleinere, innovative Firmen.

owl
00
22.9.2009, 21:43
Nebenbei entwickeln wir noch ein Handelssystem für Aktien-Optionen

viel glueck! mal sehen, was bei diesem handelssystem von den 95 mio ueberbleibt.

Allmächtiger Fürst F.U.T.
01
21.9.2009, 23:12

Ich sehe das so.

Da gründen 2 Burschen eine Internetbude. Fangen bei Null an und steigen 10 Jahre später nach dem Verkauf der Firma sehr sehr reich wieder aus. Und jetzt reden sie halt ein wenig arrogant daher.

Und? Warum sind da jetzt alle ganz ganz neidig?

Ich für meinen Teil bewunder die beiden Jungs. Von nix auf so reich zu kommen, dass man eigentlich nur mehr das machen muss, was einem Spass macht! Wer will sowas nicht? Wieviele Leute schaffen das ernsthaft?

Da können´s meiner Meinung nach ruhig ein wenig arrogant sein......

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21
22.9.2009, 07:24

sind mit unserem geld reich geworden und seh daher nicht ein was sie dazu berechtigt euch und mir gegenüber arrogant zu sein.

aber du hast wahrscheinlich schon mehr lebenserfahrung erleben müssen :/

Ahmed A. Asfour
 
00
25.9.2009, 12:02
reich geworden sind sie (vielleicht)

weil sie bereit waren, etwas zu beginnen und ihre zeit und ihr geld zu riskieren, während andere lieber eine regelmässige lohnzahlung wählten.

Heute - und nachdem es sich gelohnt zu haben scheint, tauchen vorallem jene besserwisser auf, die man vorher immer vergeblich sucht.

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00
26.9.2009, 17:46

welche motivationen können bitte hinter so einer entscheidung stehen?

wenn nicht reich werden, was dann?

und reich werden geht immer nur auf kosten der anderen und das ist in meinen augen assozial, sorry.
(ja ich kreide damit mal wieder das system an, aber das system ist kein grauer streifen pappkarton auf dem sätze formuliert sind, sondern das system sind menschen und genau jene kritisiere ich hiermit.)

Ahmed A. Asfour
 
00
26.9.2009, 18:44
die motivation....etwas zu riskieren

fängt oft mit der unzufriedenheit an bestehendem an und am wunsch nicht nur zu kritisieren sondern es zumindest versuchen besser zu machen.

daran reich zu werden, ist eine nette nebenerscheinung, die sich nicht bei allen unternehmern einstellt.

die behauptung, dass reich werden immer und nur auf kosten der anderen (welcher??) geht ist eine wirklich unsinnige behauptung.

häufig geht es auf kosten der gesundheit; auf kosten von freizeit und auf kosten von lebenszeit...aber dafür hat man sich etwas beweisen können; hat menschen geholfen familien zu gründen; sich ihren lebensunterhalt zu finanzieren, um dann in der freizeit (hoffentlich nicht in der arbeitszeit) leserbriefe gegen die unternehmerschaft schreiben zu können

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20
26.9.2009, 19:40

etwas verbessern wollen, klar. gerne. gut so.
aber reichtum als eine nette nebenerscheinung? - das ist zynismus pur.

simples beispiel teilen sie ein stück leder in 10 teile und geben es zehn menschen, zu einem zinssatz von 10% auf ein jahr.
nach einem jahr muss einer tot sein, damit die restlichen ihre schulden inkl. zinsen tilgen können.

simple veranschaulichung des zinsprinzips.

btw. wenn ich 1000 tolle produkte in 1000 branchen auf den markt bringe und damit ehrlich das ganze geld von allen menschen verdiene aber das nicht mehr ausgebe, bleibt den anderen wieviel um meine tollen produkte zu kaufen?

kapitalismus funktioniert auf kurze dauer herrlich, aber ab einer bestimmten sättigung bildet er eine finanzaristokratie.

erwin meier
00
29.9.2009, 09:54

das heisst wenn sie einen kredit aufnehmen machen sie nichts damit und zahlen ihn nach einem jahr zurück? warum nehmen sie ihn dann auf? sie sollten sich etwas wissen aneignen, bevor sie wirtschaftssysteme beurteilen.

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00
29.9.2009, 14:39

es geht darum dass es nur zwei szenarien gibt wie ein zinssystem endet:

a) keiner kann seine schulden zurück zahlen
b) einer stirbt und die anderen können alle ihre schulden zahlen


in realität sterben halt nicht die menschen sondern der geldwert, zauberwort inflation.


aber das ist auch nur das primitive zinssystem und nicht ein hochgezüchtetes durch aktienoptionen und co verzweigtes system wie jenes unter dem wir heute zu leiden haben.

erwin meier
00
29.9.2009, 14:49

ihnen fehlen offenbar jegliche basics um das zu verstehen.

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00
29.9.2009, 14:56

es handelt sich um einen theoretischen raum, welcher klar durch kriterien abgegrenzt wurde. falls es ihnen schwer fällt sich in einem solchen zu bewegen tut es mir leid.
sie und ihre freunde disqualifizieren sich durch solche aussagen leider zusehens.

thema inode inkl. der versuchten diskussion, für mich geschlossen, sie können gerne noch weiterschreiben.

erwin meier
00
29.9.2009, 15:17

sie bewegen sich offenbar ausschließlich in diesem raum...

. Diogenes
00
29.9.2009, 09:13
Simples Beispiel

An ihrem Posting ist nicht nur das Beispiel Simpel.
Auch mit ihrem Verständnis was wirtschaftliche
Vorgänge betrifft ist es wohl nicht weit her.

Ahmed A. Asfour
 
11
27.9.2009, 11:19
das ist simplicissimus oder gar schon dummismus

wenn wie in diesem beispiel davon ausgegangen wird, dass ein unternehmer ein stück leder zur verarbeitung erwirbt ohne einen mehrwert schaffen zu wollen. aber ausnahmen bestätigen sicher auch hier die regel.

in meiner weltanschauung, wären aus diesen lederstücken viele produkte entstanden vom schuhsenkel bis zum gürtel und uhrenband. diese produkte hätten den preis fürs leder, die zinsen, die arbeitszeit enthalten....sowie je nach kreativität und wettbewerb einen kleinen oder grösseren profit, die steuern und die sozialabgaben (auch für jene die gerade keine arbeit haben!!!) und natürlich die kammerumlagen (nicht das ich genau wüsste wofür die jetzt ist, aber solidarität tut not)...und alle würden reich reich reich mit deinem geld!

ElChris
01
22.9.2009, 08:44
Unserem Geld ??

Reich geworden sind sie mit dem Geld (großteils) zufriedener Kunden, und letztendlich dadurch von einer privaten Firma (UPC) aufgekauft worden zu sein.

Inwiefern war das also "Ihr" Geld???


Das ändert nichts daran, dass sie nicht präpotent sein sollen. Sind sie meiner Meinung nach auch nicht - wo in dem Interview haben Sie die große Präpotenz herausgelesen?

erwin meier
46
21.9.2009, 17:59
nichts regt den österreicher so sehr auf

wie zwei typen, die mut, erfolg und auch noch geld haben.
wenn man es selbst zu nichts bringt, kann man immer noch den erfolg der anderen schlecht reden/posten.

Animation
 
00
29.9.2009, 15:05

es gibt menschen die wollen nicht chef, sondern mensch sein.

erwin meier
00
29.9.2009, 16:11

es gibt menschen, die reden sich ein sie wollen es nicht, dabei können sie es nicht.

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