Der Standard-Sommergespräch

"Ich will keine auf unseren Straßen haben"

18. September 2009, 18:26
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    foto: matthias cremer

    "Sie wollen Ausländerklassen, das fördert Parallelgesellschaften." Reiterer (li.) kritisiert die politischen Ansagen Straches (re.).

FPÖ-Chef Strache diskutierte mit Joana Adesuwa Reiterer, die Zwangsprostituierten hilft, über Asylwerber und Wunschkinder

STANDARD: Ich darf Ihnen Frau Reiterer vorstellen, sie ist Gast bei unserem Spätsommergespräch. Frau Reiterer kommt aus Nigeria. Was wissen Sie über Nigeria?

Strache: Dass es ein diktatorisches Land ist, das große wirtschaftliche Schwierigkeiten hat, dass Stammesfürsten einander bekämpfen und viele Menschen mit großen Problemen leben - was auch der Grund ist, warum viele Menschen auch immer wieder den Weg zu uns suchen.

Reiterer: Diktatur? Eigentlich nicht. Nigeria ist eine Demokratie.

Strache: Aber es gab doch einen großen Wahlbetrug, oder?

Reiterer: Das schon, und es gibt auch ein gravierendes Korruptionsproblem. Aber dennoch ist es eine Demokratie.

STANDARD: Neun von zehn Nigerianern leben von weniger als zwei Dollar pro Tag - trotz großer Erdölreserven des Landes. Die Menschen wollen deshalb oft weg, was die FPÖ gern verhindern würde. Sie sagten kürzlich, man solle die Entwicklungshilfe einfrieren. Ist das nicht unlogisch?

Strache: Das wurde verkürzt wiedergegeben. Ich habe gesagt, sie soll bei jenen Ländern eingefroren werden, die Asylmissbrauch und Kriminalität nicht bekämpfen, die ihre Staatsbürger, die illegal bei uns einreisen und hier Straftaten begehen, nicht zurücknehmen wollen und ergo mit der EU nicht kooperieren.

Reiterer: Sie sprechen dauernd von straffälligen Ausländern, die Drogen verkaufen, die sich illegal prostituieren. Die Kunden dieser Frauen sind mit großer Mehrheit Österreicher. Wo sind Ihre Konzepte? Was wollen Sie gegen straffällige Österreicher tun?

Strache: Mir ist völlig gleichgültig, aus welcher Kultur ein Drogendealer kommt und welche Hautfarbe er hat. Ich will keine auf unseren Straßen haben. Leider wissen wir, dass ein sehr großer Teil des Drogenverkaufs durch Schwarzafrikaner erfolgt, die diesem tödlichen Geschäft nachgehen. Ja, es gibt leider Menschen, die das konsumieren, die sind krank, denen müssen wir helfen und es braucht entsprechende Prävention.

STANDARD: Illegale Prostitution gibt es auf der ganzen Welt. Wie wollen Sie die unterbinden?

Strache: Man könnte sich zumindest bemühen. Ich finde es empörend, dass Bürgermeister Häupl in Wien zugelassen hat, dass Frauen, die ohnehin schon von Menschenhändlern verschleppt und missbraucht werden, dann auch noch auf dem Straßenstrich stehen und wiederum missbraucht werden.

Reiterer: Sie können ganz leicht die Prostitution wieder verbieten, aber das hat nur den Effekt, dass sie dann illegal wird.

Strache: Das ist Wahnsinn, gerade Frauen aus afrikanischen Ländern leiden unter diesem Mechanismus des Missbrauchs. Ich will keinen Straßenstrich in Wien - was sind denn das für Zustände, wo Hausfrauen und Kinder im Stuwerviertel von Freiern belästigt werden.

STANDARD: Sie könnten den Mechanismus durchbrechen, indem Sie sich dafür einsetzen, dass Asylwerber arbeiten dürfen.

Strache: Nein, im Gegenteil. Solange das Asylverfahren nicht abgeschlossen ist und nicht feststeht, ob er als Flüchtling anerkannt wird, soll er nicht arbeiten. Bis dahin hat er ja eine exzellente Versorgung. Sie haben selbst angesprochen, wie arm Menschen in Nigeria sind. Bei uns kosten Asylwerber den Steuerzahler bis 1200 Euro pro Monat, wenn man Gesundheitsvorsorge, Unterkunft, Verpflegung einrechnet.

Reiterer: 290 Euro bekommen sie, nicht mehr. Die Mehrheit bekommt nicht einmal ausreichende gesundheitliche Versorgung.

STANDARD: Ab wann ist man für Sie ein Österreicher?

Strache: Wenn man die Staatsbürgerschaft hat.

STANDARD: Sollte Frau Reiterer morgen die Staatsbürgerschaft bekommen, hat Sie dann Anspruch auf eine Gemeindewohnung?

Strache: Wenn sie die Staatsbürgerschaft hat - selbstverständlich.

STANDARD: Dann diskutieren wir auch nicht mehr über Ausländerquoten im Gemeindebau?

Strache: Wenn ihr Mann oder ihre Kinder keine Staatsbürgerschaft haben, dann soll bei der Anmeldung sehr wohl berücksichtigt werden, wie viele Bürger pro Familie die Staatsbürgerschaft haben. Heute sucht einer mit Staatsbürgerschaft um eine Sozialwohnung an - und mit ihm ziehen fünf weitere Leute ein, die keine Staatsbürgerschaft haben. Da muss es eine Prioritätenliste geben und einen Bewertungskatalog. 14.000 Wiener Familien warten auf eine Wohnung. Da gibt es einen Mangel.

STANDARD: Das bestreitet die Stadt.

Strache: Ist aber so. Weil sich die Wohnungen, die es gibt, ja keiner mehr leisten kann. Wenn sie 600 bis 800 Euro Miete pro Monat zahlen, hat das mit sozial nichts mehr zu tun. Ich würde als Bürgermeister 15.000 echte Sozialwohnungen bauen. Es sind ja eine Million Menschen arm in Österreich und 600.000 sind gefährdet.

STANDARD: Übrigens sind 24 Prozent davon niedergelassene Fremde.

Strache: Ja, auch.

STANDARD: Für diese wollen Sie auch soziale Wohnungen bauen?

Strache: Ja, wenn sie Staatsbürger sind. Das ist die Grundvoraussetzung. Wenn ich heute nach Amerika gehe und dann dort den Job verliere, muss ich auch wieder heim. Das ist in vielen Ländern dieser Welt so. Aber man kann nicht auf Dauer Sozialfälle aus fremden Ländern durchfüttern.

Reiterer: Sie sind ja gegen die Zuwanderung aus Nicht-EU-Ländern. Da finde ich es lustig, dass Sie ausgerechnet als Beispiel bringen, Sie gingen nach Amerika.

Strache: Ich bin nicht generell gegen Zuwanderung, ich bin nur gegen Massenzuwanderung. Mir ist lieber, wir investieren unsere Sozialleistungen in österreichische Familien, damit die sich finanziell so stabilisieren, dass bei uns wieder der Kinderreichtum steigt.

STANDARD: Österreich zählt zu den OECD-Ländern mit den höchsten Familien-Transferleistungen pro Kopf. Was wollen Sie mehr?

Strache: Wir haben große Defizite - vor allem bei der Betreuung. Denken Sie an Frankreich oder an Skandinavien, da können wir uns etwas abschauen, wir brauchen Kindergärten und geförderte Tagesmütter-Modelle. Aber ich denke noch weiter. Es ist eine sozialpolitische Sauerei, dass es 400.000 Pensionistinnen gibt, die mit 350 bis 500 Euro Pension auskommen müssen, weil sie Kinder großgezogen und daher zu wenige Versicherungszeiten haben. Ich fordere Erziehungsgehalt für Familien, damit ein Teil daheim bleiben kann.

STANDARD: Damit verzichten Sie auf die Hälfte der Produktivkraft.

Strache: Nein, es geht um die Entscheidungsfreiheit, und es kann schließlich auch der Mann zuhause bleiben. Wir haben eine sehr hohe Arbeitslosigkeit.

Reiterer: Man könnte ja in Forschung, Entwicklung, Migrantenkinder investieren...

Strache: Das wollen wir auch. Die Neue Mittelschule ist übrigens nicht der Weg. Wir brauchen das differenzierte Schulsystem, sonst werden alle gleichgemacht. Und schon heute sitzen oft österreichische Kinder zu zweit in Klassen, wo sonst nur Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache sind.

Reiterer: Sie wollen eigene Ausländerklassen haben. Das fördert Parallelgesellschaften.

Strache: Die gibt es doch jetzt schon. In Wien sind 63,7 Prozent der Kinder, die 2008 geboren wurden, römisch-katholisch, 24,1 Prozent islamisch. Laut Demografieberechnungen gibt es 2025 bei den Unter-14-Jährigen 50 Prozent muslimische Kinder. Die Frage ist: Will man zur Minderheit in der eigenen Heimat werden?

Reiterer: Warum bekommen denn muslimische Frauen mehr Kinder?

Strache: Das ist sicher eine Frage der Kultur, und außerdem ist die gute soziale Absicherung in Österreich bestimmt auch ein Grund. Wenn man genügend Kinder hat, kann man durchaus davon leben. Das ist für manche ein Anreiz.

Reiterer: Ich habe ein Kind. Und ich kann Ihnen sagen, dass Geld kein Anreiz ist, mehr Kinder zu bekommen. Weil Sie die "Frage der Kultur" ansprechen - da müssten Sie ja den Islam gut finden, wenn der das Kinderkriegen fördert.

STANDARD: Haben Sie Sympathien für den Islam?

Strache: Der Familienzusammenhalt der Muslime ist beispielhaft. Aber ich halte die Unterdrückung der Frauen nicht für ein ansprechendes Konzept. Ich habe mit totalitären gedanklichen Mustern nichts am Hut.

STANDARD: In Sachen Abtreibung sind Sie aber auf seiten ultra-konservativer Männer. Sie wollen die Fristenlösung aufschnüren.

Strache: Ich setze mich für das Leben ein. Wir müssen Frauen helfen, sich für das Leben zu entscheiden. Da gibt es in Deutschland tolle Modelle, mit verpflichtender Beratung. Da soll sich der österreichische Staat endlich einbringen.

STANDARD: Der BZÖ-Abgeordnete Ewald Stadler hat Abtreibungen mit dem Massenmord in den KZs verglichen. Stimmen Sie ihm zu?

Strache: Naja. Wir verlieren jährlich rund 60.000 Leben, das ist, hochgerechnet über Jahre und Jahrzehnte, auch eine Katastrophe für die Menschheit.

STANDARD: Holocaust-Opfer und deren Nachkommen halten den Vergleich für nicht zulässig und provokant. Apropos provokant: Sie haben angekündigt, es werde keinen Schmutz-Wahlkampf in Wien geben. Kein "Daham statt Islam" ?

Strache: Lassen Sie sich überraschen. Die Zeit ist reif für einen Wechsel. Häupl ist mit seiner Arroganz verantwortlich dafür, was in Wien schief läuft: Skylink, Pratervorplatz-Debakel, Krankenhaus Nord. Und er schweigt dazu. Ich kann Sie übrigens beruhigen: Niemand braucht Angst vor einem Bürgermeister H.-C. Strache zu haben. Es wird nicht alles anders, sondern vieles besser. (Petra Stuiber/DER STANDARD-Printausgabe, 19./20. September 2009)

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Gramurcki
00
26.9.2009, 10:45
Ich mag den Strache

nicht auf meiner Strasse sehen!

Hubert Ungeist
 
00
25.9.2009, 07:33
Nach einem Abend in Wien

durch die obere mariahilferstraße Richtung Grüner Berg gefahren. Also die meisten "Damen" die dort standen sahen ziemlich inländisch aus.

Aber die Empirie ist halt ein Luder *fg

Stimmvieh / Konsument / Staats-Burger
00
27.9.2009, 09:52

Das täuscht.

Inländerinnen sind in diesem Gewerbe schon seit Jahren eine absolute Minderheit. (einstelliger Prozentbereich)

Aber Sie könnten eine Russin, Ungarin, Tschechin, Polin, Lettin, ... sofort aufgrund ihrer Optik erkennen?

Respekt!

;)

beim Heurigen
01
24.9.2009, 17:23
REITERER herrlicher Familienname für eine Nigerianerin !!

purzl
 
00
23.9.2009, 14:03
irgendwas ist falsch an der integration,den diese findet schon im gemeindebau statt,das ghetto ist[wurde] der gemeindebau.

integration stelle ich mir anders vor,zb:einladungen zu gemeinsamen festl'n [grillen im hof]nachbarschaftshilfe je nach bedarf,was passiert aber jeder schottet sich ab,ob wiener o. jugoslawe/türke usw. was mir persönlich auffällt, werden asiaten am meisten akzeptiert,woran liegt den das?.

gemeinde o.genossenschaft,im eigentum ist es auch nicht viel besser.

über araber o.inder zereisst sich der strache nicht sein loses mundwerk.

putzfetzen der nation sind eben o.leider tüken o.jugoslawen_kurden.....

weiter möchte ich nicht kommentieren,mir kommt das mittagessen hoch.

das scheinheilige "dirnen" problem ist typisch für seine gesinnung.

littletinyflibbertigibbet
20
23.9.2009, 13:58
'man braucht keine angst vor einem bürgermeister strache zu haben: es wird nicht alles anders, sondern vieles besser.'


dieser mensch glaubt tatsächlich, er ist der erlöser. oder aber des herrn engel, der zu den hirten (...) sprach, 'Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;...'

oder die menge der himmlischen heerscharen, die gott lobten und sprachen: 'ehre sei gott in der höhe! und Friede auf erden, und den menschen ein Wohlgefallen!'

wir haben keine angst vor ihnen. ebenso wenig können sie uns beruhigen; dazu fehlt ihnen die qualifikation. wer angst hat, ist davon gelähmt; es ist rührend, wie sie annehmen, wir wären schreckensstarr. es wäre nur sehr partiell, und nur einiges, dann besser; aber nur um den preis, dass vieles, und zwar wesentliches, um essenzielles schlimmer wird -

beruhigend.

purzl
 
20
23.9.2009, 14:40
ihre ironie ist wunderbar,....

...nur, man denke an schüssel,strache ist viel gefählicher.mfg

mstislav raskachlovitsch
15
23.9.2009, 07:33
Frau Reiterer hat ihre buchhalterischen...

.....Aufgaben NICHT gemacht, die 290 Euro sind Bares für privat wohnende Asylwerber (ohne Krankenversicherung und Gesundenversorgungskosten, ohne Zuschüsse für Bekleidung, Heizung, Schulbesuchskosten, Fahrtkostenerstattungen, Betreuung durch Caritas u.ä., usw), andererseits liegt Strache mit seinen 1.200 Euro pro Person/Monat wirklich nur marginal daneben......(gute Quelle!).

galiontariaho
23
23.9.2009, 10:20
????

sie stellen gerade die kosten, die uns ein asylwerber kostet, mit den mitteln, die dieser zur verfügung hat, gegenüber.

und da sprechen sie von buchhalterischen aufgaben bzw. von guter quelle?
ich mein, das ist doch offensichtlich ein unsinniger vergleich, dafür muss man nicht buchhalter sein, sondern einfach nur dazu fähig jene zahlen zu vergleichen, die in dem fall sinn machen.

also strache liegt mit seinen angaben weder daneben noch näher dran, sondern er redet mal wieder von etwas komplett anderem und hat mit dieser ausweichenden und sinnlosen, populistischen finte einen weiteren wähler gelinkt... wies scheint

Die Volksfront von Judäa
03
23.9.2009, 15:08

tut mir leid, aber sie haben wohl den artikel nicht genau genug gelesen.

es ist in diesem fall ausnahmsweise nicht herr strache der "von etwas ganz anderem" spricht, er hat nämlich die kosten die ein asylwerber den steuerzahler kostet zuerst angesprochen.

ganz im gegenteil, frau reiterer spricht "von etwas ganz anderem" in ihrer antwort.

galiontariaho
00
24.9.2009, 12:43
leider wurde mein beitrag bisher noch nicht veröffentlicht..

aber sie irren...
strache wurde auf die lebenssituation der asylwerber angesprochen, und die tatsache, dass sie nicht arbeiten dürfen, daraufhin ist er mit dem argument der kosten gekommen... keine erklärung warum die kosten rechtfertigen sollten, warum ein asylwerber kein geld verdienen darf.
reiterer hat daraufhin, zurück zum thema, die mittel dargestellt, die einem solchen asylwerber zur verfügung stehen.

also wie üblich versucht strache abzulenken und mit falschen vergleichen und irreführenden zahlen seine wähler zu ködern.

MeiBierIstDeppat
01
23.9.2009, 01:10
Gemeindebau

Ich werd wohl nicht den Strache wählen, aber mit dem Gemeindebau hat er Recht. Langsam sterben in meinem Gemeindebau alle alten Leute weg. Die Leute die neu einziehen sind zumeist Türken und Menschen vom Balkan. Links von mir, wohnt jetzt eine Großfamilie. Rechts von mir lebt eine Großfamilie, die im Sommer eigentlich nur am Balkon wohnt. Ober mir wohnt eine Türkische Großfamile die alle 2 Wochen eine Geb. Party veranstalten und jeden Tag um 5 uhr in der Früh beten. Wäre halt super wenn in einem Multikulturenplan auch noch die Österreicher mitspielen würden. So wie es in meinem Bau gerade ist, beschränkt sich der Multikultureaustausch zwischen Türken und ehem. Jugoslawen.

pater hirni
00
23.9.2009, 11:46
alle alten leute sterben weg?

aber sie leben doch noch.

purzl
 
00
23.9.2009, 14:57

na und? wann wollen sie sterben?nennen sie ein alter.

galiontariaho
00
23.9.2009, 10:22
nun..

das problem, das strache hier weder anspricht noch eine lösung zu bieten hat, ist nicht die öffnung des gemeindebaus, sondern die ghettoisierung.

gerade durch intensive investition in den gemeindebau und schaffung von leistbaren UND schönen wohnungen in allen bezirken wiens, wäre es möglich INKLUSIVE öffnung für ausländer, ein wenig dieser ghettoisierung entgegenzuwirken.

das konzept eines strache um hier entgegenzuwirken ist ja nicht bekannt... hat er ja auch keins, und wenn fragt man sich, warum er es uns nicht erzählt...

barro
01
23.9.2009, 00:49
Es wird nicht alles anders....

was anders wird ihnen auch nicht übrig bleiben hr. strache, denn ein brauchbares bzw. haltbares konzept haben sie schlicht und einfach nicht...

galiontariaho
33
22.9.2009, 13:07
strache... du meine güte....

also weil es bereits parallelgesellschaften gibt und deswegen so viele ausländerkinder in manchen klassen, ist er dafür, dass in diesen klassen die ausländer nicht nur die mehrheit sondern 100% stellen?
also eine parallelklasse für ausländer als antwort auf die parallelgesellschaft?

ich mein... wie blöd muss man sein um diesen komplett unlogischen und undurchdachten stuss auch noch als "politische lösung" anzusehen? der typ redet doch völlig unzusammenhängenden unsinn ohne jeglichen hang zu lösungssuche.

wie simpel muss man gestrickt sein um so banale aussagen als lösung zu betrachten?

liebe fpö-wähler:
ihr habt ein hirn - nutzt es doch! das ist so offensichtlich dumm, das müsst doch auch ihr erkennen!

renatus79
 
01
22.9.2009, 20:05

die parallelgesellschaft hat sich bereits in unserem herkömmlichen schulsystem entwickelt, also hat das eine mit dem anderen nichts zu tun.

hier geht es mehr um die "leistungsgruppenanpassung". das kinder mit muttersprache deutsch beim lernen nicht gebremst werden und lehrer sich mehr um rückständige neo-migranten kümmern können.

bei höheren lehrgängen gibt es ja auch leistungsprüfungen, also warum nicht schon in der volksschule?

galiontariaho
10
23.9.2009, 10:25
warum soll das eine mit dem anderen nichts zutun haben?

es geht doch darum lösungen für ein herrschendes problem zu finden. wenn strache das problem der existierenden parallelgesellschaft anspricht und als lösung eine solche parallelgesellschaft in eigenen schulklassen propagiert, dann ist wohl meine kritische frage erlaubt!

sehrwohl geht es darum dass kein schüler unter dem zustand leiden soll, hier gehts um gezielte förderung, hier geht es darum bereits im vorschulalter für eine ausreichende qualität zu sorgen.

schlechte schüler, deren mangel nicht niedrige intelligenz, sondern sprachschwierigkeiten sind, einfach so zusammenzustecken und von den übrigen zu trennen, ja glauben sie ernsthaft dass das einen positiven effekt auf unsere parallelgesellschaften hat?

renatus79
 
01
23.9.2009, 13:21
warum soll das eine mit dem anderen nichts zutun haben?

das jetztige system hat eine parallelgesellschaft gebildet.
besonders eine gezielte förderung findet ihm rahmen von benachteiligten schülern statt: (intensivkurse, nachhilfezentren, mit eigens geschulten lehrkräften).

das alte leistungsgruppensystem war genauso aufgebaut: gute schüler 1, schüler, die mehr zuwendung brauchen 2) usw.

migranten, werden MEHR gefördert und österreicher, werden beim lernen nicht behindert.

(migranten, müssten sich auch nicht für ihre schwächeren deutschkenntnisse genieren)

diese seperation hat nur vorteile (ausser man möchte eine 2 klassengesellschaft fläschlicher weise hier herein-interpretieren, weil die idee zufällig von rechts kommt)

galiontariaho
00
23.9.2009, 18:07
na.

dass das jetzige system falsch ist, das ist tatsache. nur warum gerade die verschärfung der fehler etwas dazu beitragen soll, dass es besser wird würde mich wundern.

die ghettoisierung und klassen mit hohem ausländeranteil führen dazu, dass die allgemeine qualität sinkt.
eine verschärfung der situation würde nicht nur das leistungsgruppensystem bestätigen sondern verschärfen.
die dies geschafft haben udn die ohne zukunft.

die seperation birgt vorteile für die einen und nur nachteile für die andern, sie schafft das ,was ausgangslage der diskussion war, nämlich eine parallelgesellschaft.

somit liefert strache als antwort auf das problem der parallelgesellschaft die schaffung einer parallelgesellschaft

renatus79
 
00
23.9.2009, 21:51
re: na.

anscheinend sehen sie in jeder verschärfung, eine verschlechterung.
das resultat von lascher kindererziehung und asylpolitik spiegelt sich in der gescheiterten integrationspolitik wieder.
ein user hat vorher das vorbildliche schwedische schulsystem angesprochen...

asylpolitik schweden-neu:
"Die Zahl der Abschiebungen ist gestiegen, die Asylbewerber müssen nun nachweisen, dass sie bei einer Rückkehr in ihr Heimatland persönlich bedroht sind. Kürzlich hat Schweden beschlossen, dass auch Iraker, Somalier und Afghanen in ihre Heimatländer abgeschoben werden dürfen."

quelle: arte.info

galiontariaho
00
24.9.2009, 12:47
hmm.

warum sollte ich in JEDER verschärfung eine verschlechterung sehen, wenn ich nur darlege, dass ich in DIESER verschärfung eine verschlechterung sehe.
ich mein, wie zur hölle sollte zusätzliche schaffung von parallelgesellschaft etwas gegen die entstehung einer parallelgesellscahft bringen? das muss doch auch ihnen auffallen, dass das völlig unlogisch ist.

scheden ist ein schlechtes beispiel, wenn sie strache verteidigen möchten:
dort wird die fremdsprachigkeit der zuwanderer gefördert. in GEMISCHTEN klassen wird die muttersprache der zuwanderer gezielt geschult UND die schwedische sprache gefördert.
das EXAKTE gegenteil, der absurden strache-forderung und wohl auch der grund, warum es in schweden besser funktioniert.

renatus79
 
00
24.9.2009, 14:43

wie ich weiter unten geschrieben habe. strache fordert nirgendwo eine komplette aufspaltung von ausländern und inländern - wohl eher einen intensivkurs in deutschkenntnissen, um aus- und inländer auf den selben ausgangslevel zu bringen, um eine chancengleichheit zu ermöglichen und dadurch eine parallelgesellschaft zu vermeiden.

ehrlichgesagt kenn ich das schwedische schulprinzip auch nicht ;) fakt ist, dass schweden die grenzen dicht macht, weil die integration lt. integrationsminister billstroem gescheitert ist.

galiontariaho
00
25.9.2009, 09:31
zu schweden:

schweden macht die grenzen defakto nicht dicht. was sie als fakt darstellen ist kein fakt. scheden ist noch weitaus mehr als österreich als klassisches asylland jene nation, die im verhältnis zu resteuropa überproportional viele asylwerber aufnimmt. diesen trend versucht die konservative schwedische regierung umzukehren durch strengere regeln der bisher europaweit äußerst lockeren asylregeln in scheden.

hier von einem dicht-machen zu sprechen ist nicht nur übertrieben sondern richtiggehend falsch.

die schwedische politik sagt noch viel deutlicher als jene in österreich:
asyl ist kein national-thema sondern hier ist die eu gefragt. faire aufteilung aller asylwerber auf ALLE eu-staaten, das wäre die lösugn..
nicht "grenze dicht".

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