Buzek: "Wir brauchen eine grüne Revolution"

18. September 2009, 18:41
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Der Pole ist als erster Osteuropäer Präsident des EU-Parlaments - Im STANDARD-Interview spricht er über gemeinsames Bewusstsein, Barroso und Verantwortung

Die Auseinandersetzungen im Europäischen Parlament rund um die Wahl von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso waren aus Sicht des Parlamentspräsidenten Jerzy Buzek ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Demokratie in Europa, zur Etablierung der neuen Rollen der EU-Insitutionen. Als eine der wichtigsten Aufgaben für die nächsten fünf bis zehn Jahre sieht er Klimaschutz und Energiepolitik. Europa brauche „eine grüne Revolution", neue Wege in der Industriepolitik, die neue Arbeitsplätze schaffe. Und: Buzek, eine Ikone der polnischen Freiheitsbewegung Solidarnosc spricht sich für eine kämpferische Haltung eggen Nationalismus und Protektionismus aus: Das Wichtigste sei, dass die Europäer ein gemeinsames Bewusstsein entwickelten, jeder für die anderen Verantwortung übernehme.

In einem Exklusiv-Interview mit dem Standard antwortet Buzek in Straßburg auf Fragen von Thomas Mayer, Leitender Redakteur Europa.

Standard: Bei der Wahl eines neuen Kommissionspräsidenten sind die europäischen Sozialdemokraten erstmals nicht mitgegangen, haben ihn scharf bekämpft. Löst sich der Grundkonsens der großen Volksparteien in Europa zur EU-Politik gerade auf?

Buzek: Nein, nein. So war es immer auf der nationalen Ebene, und so ist es jetzt auf der europäischen Ebene. Es ist schwer, einen Konsens zu finden, auf der rechten wie auf der linken Seite des Spektrums. Ich denke, das ist nicht ungewöhnlich.

Standard: Es war aber doch auffallend, dass es gegenüber Barroso bei der Linken und den Grünen null Vertrauen gibt. Erstaunlicherweise haben sie Ihnen aber aus vollem Herzen applaudiert, obwohl das, was Sie sagen, den Aussagen von Barroso zu Europa sehr ähnlich ist.

Buzek: Aus meiner Sicht ist es am wichtigsten, dass wir neue Rollen auf der europäischen Ebene etablieren. Wir hatten es zum ersten Mal, dass der designierte Kommissionspräsident vor seiner Wahl ein politisches Leitprogramm vorlegen muss, dass er sich allen Fraktionen zur Diskussion darüber stellen muss, und dann auch noch einer stundenlangen offenen Debatte im Plenum. Das ist bedeutend, und es war auch sehr interessant. Das bedeutet, den Bürgern näherzukommen. Wir brauchen diese Transparenz, das ist Demokratie.

Standard: Das war aber nicht der Anlass der Kritik.

Buzek: Das Hauptproblem war, dass einige das Referendum in Irland abwarten wollten. Ich bin der gegenteiligen Auffassung. Wir brauchten so schnell wie möglich den Zustand, dass die zwei zentralen EU-Institutionen, das Parlament und die Kommission, funktionsfähig sind nach den Wahlen. Wir können da nicht trödeln. Der Klimagipfel in Kopenhagen steht vor der Tür, wir müssen auf die Wirtschaftskrise reagieren. Wenn alle 27 Regierungen Barroso nominiert haben, ist das eine sehr starke Unterstützung, warum also warten.

Standard: Woran liegt es eigentlich, dass Sie im Parlament so bewundert werden, auch von Linken und Grünen, obwohl sie wie Barroso ein Christdemokrat sind und praktisch dieselbe Linie vertreten?

Buzek: Was soll ich darauf antworten? Es gibt in der Politik verschiedende Rollen. Auf manchen Posten muss man Entscheidungen treffen, die erst in fünf, oder zehn Jahren wirken. Aber das interessiert wenige, was in so langer Zeit passiert. Barroso ist seit fünf Jahren im Amt, es gab schwierige Phasen, die Wirtschaftskrise, die Klimakrise, er musste auch Entscheidungen gegen den Protektionismus der Staaten treffen. Er hat es nicht leicht, klar, dass ihn die Kritik trifft.

Standard: Teilen Sie den Eindruck, dass die Bürger in Europa immer weniger verstehen, was die Union für sie bedeutet, wie wichtig die EU für sie ist?

Buzek: Das macht mir Sorgen, denn es ist etwas dran an dem, was Sie sagen. Vieles ist zu kompliziert. Als die EG sechs Mitgliedsländer hatte, da konnte man das natürlich leicht managen. Aber dann wurden es zwölf, fünfzehn, und heute haben wir 27 Mitgliedsländer. Ich fürchte, die Hälfte der Bürger weiß vermutlich gar nicht, dass die EU 27 Mitglieder hat. Das würde mich nicht überraschen, wenn sie sagen 12, oder 15. Wir haben heute ein Europa einer ganz anderen Dimension, es geht von Finnland nach Malta, von Irland nach Portugal bis nach Bulgarien. Unglaublich!

Standard: Sie meinen, die EU-Stimmung ist gekoppelt an das Wissen über Europa?

Buzek: Schauen Sie, wir sitzen hier, ein Journalist, ich als Präsident, meine Mitarbeiter. Für uns ist es leicht, über Europa zu reden, es zu verstehen, wir beschäftigen uns dauernd damit. Aber für unsere Bürger ist das viel, viel schwerer. Wir müssen ihnen Zeit geben, durch diese Entwicklung durchzugehen. Ich erzähle ihnen eine Geschichte. Vor dem Referendum über den EU-Verfassungsvertrag in Frankreich im Jahr 2005, da fuhr Bronislaw Geremek, der frühere polnische Außenminister, der leider tödlich verunglückt ist, in Frankreich von einer Stadt zur anderen, um zu reden. Viele Leute waren total überrascht und sagten ihm: Was, 25 Mitgliedsländer hat die EU schon. Damals waren Rumänien und Bulgarien noch nicht dabei. Wir sagten uns dann: Was? Das gibt es ja nicht, mitten in Frankreich ist man überrascht davon, dass es 25 EU-Länder gibt. Wir konnten es gar nicht glauben.

Standard: Was schließen Sie daraus, ging die EU-Entwicklung zu schnell?

Buzek: Nein, zu rasch ging es absolut nicht. Geremek hat gesagt, Europa ist wie Fahrradfahren. Man muss fahren, dann kann man auch die Richtung einhalten. Wenn man stehenbleibt, kann man nicht fahren, fällt um. Es ist sogar leichter die Balance zu halten, wenn man schnell fährt

Standard: Was sind die drei wichtigsten Dinge, die in den kommenden Jahren zu tun sind?

Buzek: Beginnen wir mit den Außenbeziehungen. Wenn der Vertrag von Lissabon in Kraft tritt, müssen wir gemeinsam mit den USA eine neue globale Strategie für die ökonomische Entwicklung, eine neue Balance, entwickeln. Aber wir beide reichen nicht aus, da muss China, Russland, Indien dabei sein. Wir müssen das gemeinsam führen. Die Union und die USA sollen den Startschuss geben. Und nicht glauben, sie könnten eine Führungsrolle einnehmen, dazu sind wir heute zu klein. Es gibt die alte Kategorie der Führungsmächte nicht mehr. Das ist für immer vorbei.

Standard: Und das zweite?

Buzek: Wir müssen uns in Europa total integrieren. Das betrifft unser Verständnis füreinander. Wir, unsere Bürger müssen verstehen lernen, dass wir zusammengehören, auch wenn nicht alle auf dem gleichen Level sind. Es gibt welche, die länger dabei sind, und andere, die noch immer Hilfe durch EU-Fonds brauchen. Aber es darf keinen Unterschied geben, dass jedes Land sich auch verantwortlich fühlt für die übrigen anderen. Wir müssen uns klar darüber werden, dass jeder von uns auch für die anderen Verantwortung übernehmen muss. Ich spreche heute zum letzten Mal von alten und neuen EU-Staaten, versprochen, das verspreche ich. Das Allerwichtigste ist Verantwortung.

Standard: Was noch?

Buzek: Ein weiteres wichtiges Thema auf Sicht von fünf bis zehn Jahren ist Klimawandel und die Sicherung der Energieressourcen. Das ist essentiell, weil es letztlich für die Wirtschaftsentwicklung und die Beschäftigung entscheidend werden wird. Wir brauchen eine grüne Revolution, Arbeitsplätze, die daraus erwachsen.

Standard: Sie sind eine Ikone der Revolution in Polen. Was können denn die alten EU-Staaten von den Neuen in Osteuropa lernen?

Buzek: Wie man Reformen angeht und wie man sie durchführt. In den westlichen Ländern war es in Wahrheit nie nötig, ernsthafte Reformen zu machen. In meinem Land war es geradezu ein Horror, welche Reformen wir zu machen hatten. Aber ohne diese Reformen in den letzten 20 Jahren wäre es nicht möglich gewesen, der EU beizutreten. Jetzt haben wir Länder, die langsam auf die Union zukommen, Ukraine, Kroatien. Aber sie haben bisher fast nichts gemacht, sind weit weg von der Perspektive eines Beitritts. Bei Polen war das einfacher: Man sagte, sie können in fünf, in zehn Jahren EU-Mitglied werden. Niemand hat damit gerechnet, dass es am Ende sogar 14 Jahre dauert. Wenn damals jemand gesagt hätte, das wird 14 Jahre dauern, hätten die Polen gesagt, ah, das ist zu lang. Da treten wir gleich Russland bei! Aber im Ernst: Es ist unsere Verantwortung, der Ukraine das Tor zu öffnen.

Standard: Derzeit sieht es eher nach Renationalisierung aus, nicht nach mehr Tempo.

Buzek: Das ist wie bei den Sinuswellen, es geht auf und ab. Das ist auch wie in einer Partnerschaft, es gibt Ups und Downs. Aber Sie haben Recht. Genau darauf müssen wir jetzt Antworten geben. Wenn Sie an einer Diskussion teilnehmen, und jemand spricht Nationalismus und Protektionismus an, dann ist es durchaus schwer, das zu unterstützen, zu sagen, ja, ich bin ein Nationalist, ich bin für Protektionismus. Das ist ja eine Schande. Aber wenn Sie dem begegnen, wenn Sie sagen, ich bin gegen den Nationalismus, dann wird man ihnen applaudieren. Dann ist die Stimmung gibt. Ich glaube, die Menschen fühlen das auch.

Standard: Was wird die künftige Rolle des Parlaments sein in der Union?

Buzek: Eine entscheidende. Wir müssen schauen, dass der Lissabon-Vertrag endlich in Kraft tritt. Da ist schriftlich vereinbart, dass das Parlament in allen Rechtsakten mitentscheiden kann. Wir haben wesentlich mehr Verantwortung gegenüber der Kommission. Man muss sehen, dass wir gerade dabei sind, die EU-Institutionen langsam an das heranzuführen, was in den Nationalstaaten längst gilt. Natürlich ist der Kontext anders, aber es geht dahin. Auch ein engerer Kontakt der nationalen Parlamente mit dem EU-Parlament ist vorgegeben.

Standard: Was würden Sie einer Zwölfjährigen sagen, was sie von Europa erwarten kann?

Buzek: Da gibt es in Wahrheit keinen Unterschied zwischen Erwachsenen und einer Zwölf- oder Fünfzehnjährigen. Die sind ja heute keine Kinder mehr, die sind zum Teil schon erwachsen, sitzen am Computer, sind vernetzt. Bei uns war das nicht so, als ich ein Kind war, gab es keine Computer. Für die Jungen heute ist es absolut normal, dass wir die Europäische Union haben. Wichtig ist, dass sie gute Schulbücher haben. Die wissen es, lernen die Geschichte, wissen viel mehr, als wir Erwachsene wissen. Wahrscheinlich wäre es richtiger, wenn ich eine Zwölfjährige fragen würde, welchen Rat sie mir geben kann. (DER STANDARD Langfassung, 19.9.2009)

Zur Person

Jerzy Buzek (68), seit Juli 2009 Präsident des Europäischen Parlaments, Christdemokrat, Protestant, gelernter Chemiker, Universitätsprofessor, kommt aus Schlesien. Buzek ist eine Ikone der polnischen Gewerkschaftsbewegung Solidarität. 1981 leitete er den historischen Gründungskongress der Bewegung in Danzig, während des Kriegsrechts agierte er unter seinem Decknamen "Karol", etablierte konspirative Strukturen gegen das kommunistische Regime, etwa illegale Druckereien. Er gilt als "stiller Poet", ein ruhiger Intellektueller, dem die Aufgabe zukam, die zersplitterten politischen Gruppen zu einen. Nach dem Wahlsieg der "Wahlaktion" 1997 wurde er zum Ministerpräsidenten berufen. Er setzte den polnischen Integrationskurs in die EU und die Nato fort, unter seiner Regierung wurde Polen 1999 Mitglied der Nato. Im Jahr 2000 zerbracht die Regierungskoalition, Buzek wurde von Leszek Miller abgelöst. Am 1. Mai 2004 trat Polen der EU bei. Bronislaw Geremek, von dem im Interview die Rede ist, wurde von Buzek als Außenminister ins Kabinett geholt. Geremek starb vor einem Jahr bei einem Autounfall.

Kommentar posten
23 Postings
Staphylococcus Aureus
00
21.9.2009, 13:25
Das Misstrauen gegenüber der EU

gründet wahrscheinlich
1. auf der relativ komplexen Regierungsstruktur und den oft für normale Bürger möglicherweise nicht verständlichen Formulierungen der jeweiligen Kompetenzen der einzelnen Organe (ganz abgesehen davon, dass Bezeichnungen wie "Rat der Europäischen Union" und "Europäischer Rat" zur Namensverwechslung quasi verurteilt sind)
2. auf nicht gerade vertrauenerweckenden Beschlüssen ala Fingerabdruck im Reisepass. Viele denken wohl: "Wenn die mir nicht vertrauen, dann vertrau ich denen auch nicht".
Ich denke, mehr sachliche Information der Bürger wäre nötig, leider finden sich auf offiziellen Websites oft nur nach Propaganda riechende Kurzinformationen, deren Fachausdrücke nicht mit der jeweiligen Erklärung verlinkt sind.

Der Alte vom Berge
00
20.9.2009, 00:28
Abseits aller Bedenken,...

...wagt Ihn, den ersten Schritt.

^^

Der Alte vom Berge
11
20.9.2009, 00:23
Der Mensch...

...muss sich erinnern Wer er Ist. ^^

Der Alte vom Berge
00
20.9.2009, 00:11
You...

...are Free !

Belive it.

^^

Der Alte vom Berge
01
20.9.2009, 00:08
Hoist the Collours !

^^

Der Alte vom Berge
01
19.9.2009, 23:49
Hundert Jahre Wachstum sind genug,...

...das Gewachsene auszubauen,zu vertiefen und an Aktraktivität gewinnen zu lassen ist es an der Zeit.Qualität statt Quantität,Stabilität und Sicherheit statt Expansionismus und Erweiterung,Focus auf durch Werdegang gewachsene Lebenswelten und Gestaltung des Umfelds auf der Ebene des Einzelnen,weg vom Biedermeier und der kollionalistischen Tendenz,hin zu Festigung,Stabilität durch Gemeinsamkeit der Gesellschaft,Coexistenz mit dem "Neuen Osten",nicht Rivalität oder gar Konkurenz.Das Berliner Konzept füht in den Krieg,den Schlagabtausch der Millionen der bereits zweimal die Völker Europas in Grund und Boden gestampft hat ohne auf Folgeerscheinungen auch nur die geringste Rücksicht zu nehmen.

Hoist the Collours !

Be what ya are.


^^

Der Alte vom Berge
00
19.9.2009, 23:56
Gemeinsamkeit...

...ist Macht.

http://www.youtube.com/watch?v=t... re=related

Stand up and fight !

^^

Der Alte vom Berge
00
20.9.2009, 00:53
But,...

...tke care,...

http://www.youtube.com/watch?v=L... re=related

..who ya join.

Do it,or do it not.

There is no "TRY".


;)

Der Alte vom Berge
00
20.9.2009, 00:03
Der Mensch...

...ist frei an Rechten Geboren.



Die Bewertung des Individuums ist eine Lüge !


Ned wahr ?


^^

Der Alte vom Berge
01
19.9.2009, 23:39
Gentlemen,...

...it`s time to...

http://www.youtube.com/watch?v=P... re=related

..." Hoist the Collors ! "

^^

Nardon
00
19.9.2009, 18:21
Bin

ich erschrocken.
Im ersten Moment dachte ich unser OsteuropaInstitutsExpolitiker sagt sowas.

Gertrud
02
19.9.2009, 18:06
Buzek: "Wir brauchen eine grüne Revolution"

@Gamezcube
Sie sagen es, so ist es.
Ich habe dieses Interview auch mit derselben Bewunderung gelesen.
Ich bin wirklich peinlich berührt und beschämt, wenn ich mir im Vergleich zu diesem besonnenen, weitblickenden und verantwortungsbewussten Menschen so manche Personen aus den uns vertreten sollenden Politreihen vor Augen führe. Haben wir nichts Besseres an Politikern verdient als das, womit wir uns überwiegend zufrieden geben müssen?

criticer
01
19.9.2009, 13:12
was gäb ich

wenn mehr politiker so wärn...

Thomas Gummibaer
00
19.9.2009, 12:51
Fahradfahrender richtungsloser

Hebrei.

Der Anarchosyndikalist
 
03
18.9.2009, 22:28

Wir brauchen eine soziale Revolution.

A ndreas Bogeschdorfer
04
19.9.2009, 13:36
Das läßt sich von der grünen Revolution nicht trennen.

Denn erstens treffen die Folgen des unnatürlich raschen Klimawandels vor allem die Ärmsten.

Zweitens hat uns genau die fossile und atomare Zentralisierung der Energieversorgung in die soziale Schieflage gebracht: Energie braucht jeder, geliefert wird sie von wenigen, dorthin läuft auch das Geld. So gehen durch technischen Fortschritt Arbeitsplätze verloren und werden nirgends wettgemacht.

Erneuerbare Energien drehen diesen Trend: Sie schaffen Arbeit und Verteilungsgerechtigkeit. Früher oder später braucht es natürlich auch andere Massnahmen (v. a. andere Verteilung von ARbeit an sich). Aber ohne Energiewende kommen wir gar nicht in die Lage über diese Fragen nachzudenken.

Wienerin5545
06
18.9.2009, 21:47
Er hat recht , hoffentlich werden die Grünen gewählt

die Konservativen, Sozis, und Liberalen haben leider in Summe ganz andere Interessen als grüne Politik.

Chien de Pique
62
18.9.2009, 19:59

Eine grüne Revolution wird es wohl nicht werden, sondern eher ein grüner "Staatsstreich".

Chien de Pique
01
21.9.2009, 01:56
Meine stummen Lieben, habt ihr etwa ernsthaft den Eindruck, dass der obrigkeitliche Biosprit (ökologisch ohnedies fragwürdig)

oder die oktroyierte Energiesparlampe (ökologisch fragwürdig) Vorboten einer grünen Revolution seien (die diesen Namen auch verdient)? Wie stellt ihr euch diese "Revolution" vor, wenn nicht als (Biosprit x Energiesparlampe)^10?
Sollte gar der Aufstieg Chinas zur Wirtschaftssupermacht Vorbote dieser Revolution sein?
Eine Aristokratie von LOHAS, LOVOS, Lehrern und Lobbyisten, die glücklich in die Lage kommt, anderen ihren Willen aufzuzwingen, macht vielleicht den Großen Sprung, aber keinen Volksaufstand, sondern allenfalls ein Elitenprojekt. Wer hier Revolution sagt, meint feste Lenkung oder bestenfalls Volkserziehung durch die Herrschenden! Spricht ja nichts dagegen, wenn es notwendig ist, nur ein ehrliches Wort wäre halt angebracht!

Heavyweather
00
10.10.2009, 14:45

Lange gibts die Menschen eh nichtmehr...

The Age Of Stupid.

Gamezcube
110
18.9.2009, 19:25
hm...

sehr interessantes interview. hr. buzek kommt glaubwürdig und offen herüber. solcher politiker bedürfte es mehr.

Cybercowboy
11
18.9.2009, 22:26
ja, gut gesagt,


offen, in der Mitte, sehr menschlich.
Fühlt sich gut an.

Gluck
12
18.9.2009, 18:59
"Wir brauchen eine grüne Revolution"

Am besten Ghadaffi fragen!

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