China startet Kampagne gegen Separatismus

18. September 2009, 13:58

"Massive Erziehungskampagne über ethnische Einheit"

Peking - Chinas Kommunisten wollen "entschieden gegen separatistische Aktivitäten" von ethnischen Minderheiten vorgehen. Zum Abschluss einer viertägigen Sitzung des Zentralkomitees am Freitag in Peking hieß es in einem Kommunique, die Partei wolle eine "massive, gründliche und andauernde Erziehungskampagne über ethnische Einheit starten", wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Die Erklärung folgte auf die blutigen Unruhen in der nordwestchinesischen Region Xinjiang, wo seit Juli mehr als 200 Menschen bei Zusammenstößen zwischen Angehörigen der muslimischen Minderheit der Uiguren und Chinesen ums Leben gekommen waren. Die kommunistische Führung sieht separatistische Kräfte hinter den Protesten der Uiguren und deren Bemühungen um mehr Selbstbestimmung.

Wie die Tibeter fühlen sich die turkstämmigen Uiguren von den Chinesen kulturell, wirtschaftlich und politisch benachteiligt und unterdrückt. Chinas Kommunisten hatten sich die Region, in der einst kurzzeitig ein unabhängiges Ostturkestan existiert hatte, nach der Gründung der Volksrepublik 1949 einverleibt.

In Tibet läuft schon seit Jahren eine "patriotische Erziehungskampagne", um vor allem die buddhistischen Mönche in den Klöstern auf Pekings Linie zu bringen. Der ideologische Unterricht wurde nach den Unruhen in Lhasa und anderen tibetischen Städten im Frühjahr 2008 wieder verschärft. (APA) 

Share if you care
4 Postings
Separatistische Tendenzen in westlichen Ländern werden nicht geduldet.

Die USA dulden übrigens auch keinen Separatismus. In Puerto Rico haben mehrere Aktivisten ihre Bemühungen mit langjährigen Haftstrafen oder gar mit dem Tode bezahlt.

Spanische separatistische Parteien werden regelmäßig verboten, ihre Anhänger kriminalisiert und verfolgt.
Der "Black Sunday" in Nordirland dürfte bekannt sein.

Man könnte die Beispiele weiterführen.

Kein Staat duldet Separatismus.

In Österreich gilt es als Hochverrat und wird mit bis zu 25 Jahren belegt.

Kampagne gegen Separatismus

Es wurde auch Zeit!!!!!

Der Han Chauvinismus ist der schlimmste Feind

der angestrebten "Einheit".

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.