Soldat soll an Fehlschuss schuld sein

18. September 2009, 19:59
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    foto: apa/hbf

    In einer Panzerhaubitze sitzen vier Soldaten, einer von ihnen navigiert. Dieser soll am Mittwoch den Fehler gemacht haben

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    Die Bundesheer-Granate war drei Kilometer von ihrem Ziel entfernt in einem Wohngebiet in Allentsteig eingeschlagen.

Menschliches Versagen soll für den Einschlag einer Granate in ein Wohngebiet am Ortsrand Allentsteigs verantwortlich sein

Allentsteig/Wien - Stellungswechsel bei der Gefechtsübung der Militärakademie Wiener Neustadt: Die mit jeweils vier Mann besetzten Panzerhaubitzen des Typs M109 nehmen neue Positionen ein. In diesem Moment erfasst ein automatisches Navigationssystem die neuen Koordinaten. Doch in einem Fall passierte das Mittwochabend auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig allem Anschein nach nicht. Ein Geschützführer soll laut einem ersten Bericht der Heeres-Untersuchungskommission nach dem Positionswechsel auf den manuellen Modus des Navigationssystems umgestellt haben. Wie bei einem Flugzeug der Autopilot ausgeschaltet werden kann, ist es in einer M109 möglich, das Navigationssystem auch händisch zu bedienen.

Laut Michael Bauer vom Verteidigungsministerium seien in dem Fall noch die Koordinaten der alten Position der Haubitze eingestellt gewesen. Als aus dieser Haubitze eine 40-Kilogramm-Granate abgefeuert wurde, flog das Geschoß in eine andere Richtung, landete drei Kilometer vom eigentlichen Ziel entfernt in einem Wohngebiet. Mehrere Häuser wurden beschädigt, Verletzte gab es keine.

"Sehr erfahrener Soldat"

Warum der laut Bauer "sehr erfahrene Soldat" auf manuelle Bedienung umgeschaltet hat, "können wir uns nicht erklären". Der Bundesheerbedienstete sei dazu befragt worden, habe es aber nicht begründen können. Er stehe unter Schock und werde psychologisch betreut.

Bei Scharfschießübungen grundlos auf den manuellen Modus umzuschalten sei laut Bauer jedenfalls ein Regelverstoß. Bis zum Abschluss der Untersuchungen wurde der Geschützführer von seiner Tätigkeit abgezogen.

Bis zum Abschluss der Untersuchungen ist es bei Scharfschießübungen des Bundesheeres auch verboten, überhaupt auf die manuelle Bedienung des Navigationssystems umzuschalten. In Zukunft soll für so einen Wechsel Meldungspflicht bestehen. Weitere Konsequenzen werde es für Truppenübungen in Allentsteig aber nicht geben, hieß es am Freitag aus dem Büro des Verteidigungsministers Norbert Darabos (SPÖ).

Anzeige erstattet

Welche Folgen der Fehler für den verantwortlichen Schützen haben könnte, sei noch nicht abzusehen. "Wir arbeiten eng mit den Sicherheitsbehörden zusammen. Wenn der Endbericht der Untersuchungskommission vorliegt, wird er den Sicherheitsbehörden zur Verfügung gestellt. Anzeige werde auf jeden Fall erstattet, erklärte Stefan Hirsch, Sprecher des Verteidigungsministers.

Technische Ursachen für den Vorfall gebe es nach aktuellem Wissenstand keine, versicherten sowohl Hirsch als auch Bauer. Peter Pilz, Sicherheitssprecher der Grünen, ist da anderer Meinung. Er vermutet, dass in Allentsteig regelmäßig "Entsorgungsschießen" stattfinden. Bauer: "Das gab es im Kalten Krieg, aber jetzt schon sehr lange nicht mehr." Wie hoch der Schaden ist, den der Granateneinschlag verursacht hat, konnte am Freitag noch nicht beziffert werden. Die Reparaturarbeiten sind laut Bauer im Gange. ( Gudrun Springer, DER STANDARD Printausgabe, 19./20.9.2009)

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Meister des Lichts
16
21.9.2009, 14:43
"Aber heute!", dachte sich Manuel und drückte den lustigen Schalter auf dem sein Name steht....

A Voice
01
21.9.2009, 14:59
gar

nicht lustig :-D

Michael Bakunin
00
7.10.2009, 13:56

warum dann ein smiley?

M Ivan Undso
00
7.10.2009, 13:06
na so schlecht is er net...

Bodypainter
32
21.9.2009, 12:29
warum MÜSSEN männer immer krieg spielen?

Klopfer
01
7.10.2009, 13:16
Weil die Fraun net immer wolln

Philbert Desanex
 
11
21.9.2009, 11:09
. . . soll . . . verantwortlich sein

Menschliches Versagen IST IMMER für den Einschlag einer Granate verantwortlich !

Prof. Alois
 
10
9.10.2009, 20:39
Nicht ganz

Die russischen und amerikanischen Granaten die uns 1945 von der Hitlerei befreit haben, die bin ich schon dankbar, dass es sie gab. Ich bin auch dankbar für die, die uns in Zukunft vor sowas bewahren.
Ihnen dürfte sowas völlig egal sein.

Philbert Desanex
 
10
16.10.2009, 07:40
. . . die bin ich schon dankbar

Die „Hitlerei“ wurde überhaupt erst möglich weil ein Großteil der Menschen in Europa ihren kleinen und kleinsten Beitrag geleistet haben. Unter Anderem auch durch die Ansicht, daß gewisse Realitäten am Besten durch den Einschlag einiger Granaten geändert werden können.

Hätte Hitler keine kongeniale Kollegen in Europa und Übersee gehabt, die auf die gleich willige Unterstützung der jeweiligen Bevölkerung zählen konnten - denn wir müssen ja unsere Pflicht tun - hätte jeder Granateneinschlag vermieden werden können.

Aber: "Ihnen dürfte sowas völlig egal sein."

chilli
21
21.9.2009, 09:41

Man achte auf die ausage ,,sehr erfahrener Soldat"
sollte eher lauten ,,sehr betrunkener Soldat"

Bulldog
21
20.9.2009, 19:43
Symptomatisch

Ein Unfall wie dieser, der nur durch viel Glück keine Menschenleben gekostst hat, ist ein Symptom des Zustandes unseres Heeres. Sollten die Verantwortlichen wirklich wissen wollen was läuft müssen sie nur bei Grundwehrdienern nach Ablauf der Heereszeit nachfragen.....

Miststierler
30
20.9.2009, 16:48
Wenn das mit der Schuldzuweisung stimmt, dann ist das einer von Soldatenmördern?

Kann man wirklich annehmen der wollte die Granate unbedingt fliegen sehen?

Ein erfahrer Soldat kennt das doch?

sag nüt
01
20.9.2009, 12:46
bumsti

das bild kann nicht das einschlagloch sein ..... sowas entsteht durch einen granatwefer .... eine m109 gräbt die strasse um ....wer wird heir eigentlich verarscht .....

Prof. Alois
 
00
1.10.2009, 15:32
Da muss ich mich jetzt entschuldigen

Es war doch eine scharfe Granate mit Aufschlagzünder, wie ich aus zuverlässiger Quelle erfahre. Wenn die auf sehr hartem Untergrund aufschlägt, dann entsteht ein kleiner Krater aber umso mehr Splitterwirkung in der Umgebung. Bei weichem Untergrund dringt die Granate zuerst ein Stück in den Boden ein und detoniert dann. Dadurch entsteht ein ansehnlicher Krater.

Der Pilz hat allerdings trotzdem Unsinn verzapft. Entsorgungssschießen gibt es nicht mehr.

Prof. Alois
 
01
20.9.2009, 20:29
Das war keine scharfe Granate mit Sprengsatz

sondern eine Übungsgranate. Bei einer echten 15 cm wäre der Krater metertief.
Übrigens ein Beweis dafür, dass Pilz völligen Schwachsinn verzapft hat. Entsorgt müssen nämlich nur die "echten" Granaten werden. Es gilt, was immer gilt. Wenn Pilz was zum Militär sagt: das Gegenteil als wahr annehmen. Dann liegt man immer noch richtiger.

Michael Bakunin
00
7.10.2009, 13:58

jaja, prof. alois.
also ich vertraue da lieber auf die aussagen von pliz, als denen eines pseudo-professors...

Prof. Alois
 
00
9.10.2009, 20:51
Pilz ist die für Österreich passende Antwort von links auf die K rone

Von den Behauptungen, die Pilz in die Landschaft gestellt hat, sind so gut wie alle eingegangen wie die Primeln im Herbst. Seit Lucona und Noricum hat Pilz nichts - ich betone: nichts - Substantielles mehr geliefert. Vedächtigungen noch und noch. Das schon. Er ist wie Haider. Schreit laut. Inhalt egal. Blöd nur für die Grünen, dass deren Wähler nicht so dümmlich sind wie die der Blauen. Womit ein Pilz nie ein Haider von links werden kann. Und wenn er den noch so intensiv nachahmt. Was eh schon lächerlich anmutet, weil der Haider ja tot ist.

Michael Bakunin
00
9.10.2009, 22:44

na dann nenn mir doch ein paar dinge, die pilz behauptet hat und dann "eingegangen sind wie die primeln".

Prof. Alois
 
00
10.10.2009, 00:50
Das letzte ist noch gut in Erinnerung

Da wusste er aus gaaanz sicherer Quelle, dass überalterte Munition an dem Fehlschuss in Allentsteig Unglück in Allentsteig schuld war.

Das erste mal fiel mir Pilz in militärischen Dingen vor 15 Jahren ungut auf (oder waren es 20). Da versuchte er im Fernsehen den Skandal zu beweisen, dass die M-60 Panzer des Heeres nicht mehr nachgerüstet werden dürfen, weil zu veraltet. Er stützte sich dabei auf einen Artikel in der Bundesheerzeitung "Truppendienst", in dem für eine Erneuerung der Bewaffnung argumentiert wurde. Und erwähnte nicht, dass ein Reihe von Ländern die alten M-60 noch lustig weiterbetrieb.

lucullus1
00
20.9.2009, 13:58

das habe ich mich auch schoin gefragt warum da nur so ein kleines Loch ist!?

Butt Brasileiro
10
20.9.2009, 10:18
schuld hat nur der, der etwas vorsaetzlich tut....

also viel eher das bh als irgend so ein sternderl- und fafettenloser jungrekrut, egal wie lang der schon in der "landesverteidigung" taetig ist....

Michael Bakunin
00
7.10.2009, 13:59

nein, schuld hat auch jemand, der etwas fahrlässig tut.

coder24
02
20.9.2009, 11:39

Das war kein Rekrut. Wie oft noch?

Butt Brasileiro
30
20.9.2009, 16:30
hab mir den artikel nicht einmal durchgelesen....

ueberschrift lautet "soldat".....

aber mir doch egal, selbst wenn die geschosse in wien einschlagen...

nach meinen erfahrungen beim bh wundert mich nichts mehr, schluderei und inkompetenz total.....
laecherlich auch noch..

ChesneyB
00
8.10.2009, 15:11

Rekruten sind eine echte Teilmenge der Menge der Soldaten.

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