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Märchentradition und zeitgenössische Ästhetik

18. September 2009, 09:41
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    foto: festspielhaus st. pölten

    Prinzessin Bari, eine Gestalt aus der koreanischen Märchentradition.

Das Leben der Prinzessin Bari – Eine Symphonie der Künste

Ihr Stück „Das Leben der Prinzessin Bari" nennt die koreanische Choreografin und Tänzerin Eun-Me Ahn "Symphoca" - eine Abkürzung für "Symphonic arts". In anderthalb Stunden wird das Leben von Prinzessin Bari erzählt, eine Gestalt aus der koreanischen Märchentradition. Bari ist das Symbol für Abenteuergeist und Entdeckerfreude.

Eun-Me Ahn verbindet die alten schamanischen Praktiken ihres Landes mit einer zeitgenössischen Ästhetik und schafft somit eine Allegorie für die Verschmelzung von traditioneller Vergangenheit, Gegenwart und unvorhersehbarer Zukunft.

Zehn Musiker und Sänger bringen traditionelle koreanische Musik auf die Bühne, acht Tänzer nehmen sie auf und entwickeln die Sprache in den Bewegungen ihrer Körper weiter. Die Weisheit der Ahnen wird in dem Stück ebenso beschworen, wie die schöpferische Kraft des Augenblicks. Ein Tanztheaterabend, der Musik, Sprache und Tanz auf spannende Weise verbindet, und der die Grenzen zwischen fernöstlicher und westlicher Kultur sprengt.

Eun-Me Ahn

Mit zwölf Jahren begann Eun Me Ahn ihre Tanzausbildung im traditionellen koreanischen Tanz. 1989 beendete sie ihr Studium an der E-Wha Frauenuniversität in Seoul. Später setzte sie ihre Studien in New York fort. Hier graduierte sie 1994 an der Tisch School of the Arts an der New York University. Von 1986 bis 1992 tanzte Eun Me Ahn bei der Korean Modern Dance Company und der Korean Contemporary Dance Company in Seoul. 1986 begann sie mit ihrer choreographischen Arbeit, die bis 1993 fast ausschließlich in Süd-Korea zu sehen war. Mit ihrem Aufenthalt in New York setzte sie auch dort ihre Arbeit als Choreographin fort. Sie feierte fünf Spielzeiten hintereinander von 1995 bis 1999 große Erfolge mit ihren abendfüllenden Choreographien und machte sich bei der Kritik und beim Publikum einen Namen. Die Presse lobte Eun Me Ahn für ihre starken, tief berührenden Bilder und feierten sie als koreanische Antwort auf die sakrosankte Kunst des japanischen Butoh.
In den letzten Jahren hat Eun Me Ahn wieder vermehrt in ihrer Heimat Süd-Korea gearbeitet, wo sie zur Zeit künstlerische Leiterin der Deagu City Dance Troupe ist. Neben dieser Tätigkeit übernimmt sie auch andere besondere Aufgaben, so choreographierte sie im Jahr 2002 für die Eröffnungsveranstaltung der Fußball Weltmeisterschaften in Deagu/Süd-Korea.

Eun Me Ahn ist eine ungewöhnliche und Aufsehen erregende Künstlerin. Mit ihrer Exzentrik, Extrovertiertheit und ihrer provozierenden Art ist sie nicht nur in ihrer Heimat eine Ausnahmeerscheinung. In ihren Stücken arbeitet sie oftmals mit extremen Arten der Darstellung, die in ihrer Einfachheit und Kraft Publikum wie Kritik gleichermaßen überzeugen.

Eun-Me Ahn Company

Die Eun-Me Ahn Company wurde im Februar 1988 in Seoul, Südkorea, gegründet und spielt mittlerweile auf der ganzen Welt, u. a. in den USA und in Europa.
Die feinfühlige und bedeutsame Sprache ihres Körpers, der magische Sinn der Farben, die energetische Dynamik, die ohne überflüssige Bewegungen auskommt, der Humor - all diese Dinge verdeutlichen Ahns verstecktes Streben, mit der Welt jenseits der Grenzen der Koreanischen Tradition zu kommunizieren.

Hintergrundinformation

Die Bedeutung von Koeranisch-Buddhistischem Gesang und Tanz, sind Opfer für Gott. Sie sollen sowohl die Zuschauer als auch die Darsteller reinigen und wieder ins Gleichgewicht bringen. Der Tanz drückt das Erwachen des Geistes, Integration, Gnade, Ergebenheit und Mäßigung aus, und soll die Menschen zur totalen Freiheit aller Ideen und Gedanken führen.

Österreich Premiere: Samstag, 7. November, 19.30 Uhr, Großer Saal

Choreografie: Eun-Me Ahn

Dramaturgie: Yong Gu Park

Musik: Young Gyu Jang

Kostüme: Eun-Me Ahn, Yun Kwan Kim

Bühne: Yong-Man Kwon

Lichtdesign: Jin Young Jang

TänzerInnen: Eun-Me Ahn, Young Min Jung, Sun Mi Kim, Hyun Woo Nam, Myung Hoon Park, Hyun Ae Lim, Wan Young Jung, Kyung Hwa Hong

SängerInnen: Min Hee Park, Yi Ho Ahn, Suk Ki Yoon, Hee Moon Lee, Seung Hee Lee

MusikerInnen: Ji Yeon Koh, Ji Yoon Chun, Won Il Na, Chul Hee Lee, Joon Il Choi

Samstag 7. November, 18.30 Uhr, Box
Einführungsgespräch mit In-Hye Rosensteiner

Karten € 8 bis € 35; Reservierung unter +43(0)2742/908080-222, karten@festspielhaus.at bzw. www.festspielhaus.at.

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