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Vornamen können geglückt oder weniger geglückt gewählt sein. So auch im Bildungsbereich. Studien beschäftigten sich bislang mit den sozialen oder ökonomischen Ungleichheiten bei Bildungsfragen. Die soziale Herkunft und der Bildungsgrad der Eltern stehen im Vordergrund der Untersuchungen. Doch nicht nur diese Faktoren sind entscheidend für den späteren Schulerfolg und den Anklang der SchülerInnen beim Lehrpersonal. Schon die Namensgebung hat einen Einfluss auf die Bildungschancen: LehrerInnen haben bei gewissen Namen Vorurteile und Vorannahmen positiver wie negativer Natur.
Diese Problematik wurde nun in einer Studie, die im Rahmen einer Master-Arbeit an der Universität Oldenburg entstanden ist, untersucht. 2000 VolksschullehrerInnen wurden in einem Online-Fragebogen befragt und eine detaillierte Auswertung von 500 Fragebögen wurde für die Studie herangezogen. Dabei ergab sich, dass Schülerinnen mit Vornamen wie Charlotte, Sophie, Marie, Hannah sowie Schüler mit Namen wie Alexander, Maximilian, Simon, Lukas oder Jakob als "eher freundlich, leistungsstark und verhaltensunauffällig" unter LehrerInnen gelten.
"Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose!"
Besonders mit Leistungsschwäche und Verhaltensauffälligkeit assozieren LehrerInnen namen wie Mandy, Chantal, Kevin, Justin oder Maurice. So sahen Beispielsweise 84,4 Prozent der Lehrer Schüler mit Namen Kevin als "eher leistungsschwach" an, für 81,8 Prozent sind Kevins "eher verhaltensauffällig" und für 83,8 Prozent sehen in Schülern mit Namen Kevin einen "eher frechen" Schüler.
64 Prozent der befragten LehrerInnen würden ihr Kind nicht Kevin nennen. In Fragebogen war gar zu lesen: "Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose!" oder "Kevinismus und Chantalismus - das sagt alles". Anders sieht es beim Namen Jakob aus, der als leistungsstark (75,8 Prozent), verhaltensunauffällig (71,8 Prozent) und freundlich (71 Prozent) gilt.
Mediennennung wirkt sich auf Vorurteile aus
Die Autorin Julia Kube (24) kommt in ihrer Arbeit zum Schluß: "Es wird auch deutlich, dass augenscheinlich gerade Vornamen, die auch in den Medien im Zusammenhang mit dem 'Kevianismus' genannt werden, von Lehrkräften besonders negativ eingeschätzt werden."
Für die Studie wurden die beliebtesten 40 Namen aus dem Jahr 2003 als Ausgangsbasis herangezogen. Kube will nun weiter untersuchen, ob die Vornamen auch aufgrund einer assoziierten oder tatsächlichen Schichtzugehörigkeit in bestimmter Weise zugeordnet werden. (seb, derStandard.at, 18.9.2009)
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Schalotte? Ach ja....Viele munkeln über des Lehrers Liebchen ganz anders:
Die Schalotte hat mittelgroße, schief-eiförmige, büschelig gehäufte Zwiebeln, pfriemenförmige, meist aufgeblasene Blätter, kugelige Blütenstände, zuweilen mit Brutzwiebeln, selten erscheinende hellviolette Blüten, ist perennierend und wird, da der Samen nie reift, durch Zwiebeln fortgepflanzt. (Sie bringt´s wohl nicht!) Und riechen tut sie auch...
in einer masterarbeit die untern bereits von einem poster angeführte "uncyclopedia" zu zitieren (seite 2, siehe link ebenfalls unten im thread) geht dann schon ein bißchen in richtung "ich nehme jede quelle, hauptsache sie sagt was, das mir taugt."
das ist im täglichen leben lustig, sollte in akademischen arbeiten aber auch in oldenburg nicht vorkommen.
Selbstverständlich ist die "uncyclopedia" eine Quelle!
So wie Strache Sager Quellen sind oder die Homepage des Ku Klux Klans, oder die Witzseite der Kronenzeitung.
Wissenschaftliches Arbeiten besteht nicht im Auffinden "guter" Quellen, (a la Brockhaus gut, Wikipedia schlecht) sondern im kritischen Analysieren, Prüfen, Deuten und Bewerten von Quellen.
Wenn Wissenschaftler nur wissenschaftliche Arbeiten zitieren dürften, könnten die Wissenschaft nur etwas über sich selbst aussagen, nicht jedoch über die Welt ausserhalb ihres Elfenbeinturms.
ich finde da haben sie so halb recht.
neues herausfinden geht durchaus, es werden schließlich nicht nur literaturarbeiten verfasst. der empirische teil der studie der dame ist zweifelsfrei neu.
das problem mit sachen wie wikipedia oder dem ding da ist aber, dass sie dort reinschreiben können, was auch immer sie wollen und es dann zitieren.
insofern kann die homepage des ku klux klans durchaus eine bessere quelle sein, z.b. wenn man die ansichten dieses vereins oder ähnlicher gruppierungen bearbeiten will.
Stimmt vollkommen. Kann sogar noch weiter geführt werden. Eltern die ihre Kinder Justin, Chantal etc. nennen können mit Sicherheit umgangssprachlich als "Proleten" bezeichnet werden.
Kevin ist nicht nur eine Diagnose sondern eher ein Zustand.
tja, solche vorurteile kommen eben heraus, wenn die lehrer überfordert sind und sich nicht mehr mit den einzelnen individuen auseinandersetzen können...
dem heute schwer überforderten und nahe am burnout leidenden pädagogen bleibt somit nur noch der blick auf die klassenliste, um sich so ein bild im schülerdschungel zu verschaffen,...
Mag ich mir jetzt eigentlich nicht unterstellen lassen...wenn ein Kevin in der Klassenlisten aufscheint, zucke ich tatsächlich kurz zusammen (die meisten Kevins meines Lebens stammten tatsächlich nicht aus Schönbrunner-Deutsch-parlierenden Kreisen...). Aber dann freue ich mich, wenn sich ein Kevin als (Über)checker entpuppt, wie auch heuer wieder.
"Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose!"
Deshalb: Weg mit Kevin!
http://www.weg-mit-kevin.de/?site=Startseite
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