Die staatlichen Ausgaben für Pensionen sind inzwischen größer als das gesamte Bildungsbudget
Waldorf und Statler (äh, Khol und Blecha) regen sich darüber auf, dass Profil es gewagt hat, von einer "grauen Gefahr" (den Pensionisten) zu sprechen. Und Blecha versichert: "Wir fressen die Jungen nicht auf, sondern wir kämpfen auch für sie."
Das sieht dann so aus, dass der Österreichische Seniorenrat die "unabdingbare" Forderung stellt, die Pensionen müssten um 1,9 Prozent erhöht werden, obwohl die Inflation bei nahezu null liegt. Wahr ist, dass man bei den Pensionen differenzieren muss: Das wirkliche Problem sind die weitaus üppigeren Beamtenpensionen; wobei auch die sogenannten "Hacklerpensionen", mit denen man die Frühpensionsregelung unterlaufen kann, mindestens zu einem Drittel ebenfalls von Beamten beantragt werden.
Niemand neidet den Mindest- oder Kleinpensionisten ihre Altersversorgung. Aber die Linie verläuft eben zwischen denen, die es sich richten konnten - und den anderen. Die staatlichen Ausgaben für Pensionen sind inzwischen größer als das gesamte Bildungsbudget.
Das sagt erstens etwas über Prioritäten der Politik aus und zweitens etwas zum Thema "Wir fressen die Jungen nicht auf".(Hans Rauscher, DER STANDARD, Printausgabe, 17.9.09)