Einserkastl RAU

Die Jungen auffressen

16. September 2009 19:19

Die staatlichen Ausgaben für Pensionen sind inzwischen größer als das gesamte Bildungsbudget

Waldorf und Statler (äh, Khol und Blecha) regen sich darüber auf, dass Profil es gewagt hat, von einer "grauen Gefahr" (den Pensionisten) zu sprechen. Und Blecha versichert: "Wir fressen die Jungen nicht auf, sondern wir kämpfen auch für sie."

Das sieht dann so aus, dass der Österreichische Seniorenrat die "unabdingbare" Forderung stellt, die Pensionen müssten um 1,9 Prozent erhöht werden, obwohl die Inflation bei nahezu null liegt. Wahr ist, dass man bei den Pensionen differenzieren muss: Das wirkliche Problem sind die weitaus üppigeren Beamtenpensionen; wobei auch die sogenannten "Hacklerpensionen", mit denen man die Frühpensionsregelung unterlaufen kann, mindestens zu einem Drittel ebenfalls von Beamten beantragt werden.

Niemand neidet den Mindest- oder Kleinpensionisten ihre Altersversorgung. Aber die Linie verläuft eben zwischen denen, die es sich richten konnten - und den anderen. Die staatlichen Ausgaben für Pensionen sind inzwischen größer als das gesamte Bildungsbudget.

Das sagt erstens etwas über Prioritäten der Politik aus und zweitens etwas zum Thema "Wir fressen die Jungen nicht auf".(Hans Rauscher, DER STANDARD, Printausgabe, 17.9.09)

 

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bruno habsburg
20.09.2009 11:07

Obergrenze von 1300 $ ,wer mehr will muss sich
halt Privat versichern.

niewieder nett
 
14.10.2009 19:43

hart - aber meine mutter kriegt das nach ihren 40 dienstjahren eh nicht einmal...

Monytaurus
18.09.2009 05:45
Name unbekannt, männlich

Potztausend (14X), is des netto odda brutto? Obendrauf a klaane Betriebspension? Was i net versteh: Mit dem Einkommen hoat der noch ExistenzÄNGSTE?!? Um keine Missverständnisse hochkommen zu lassen, unser NabobPENSIONIST ist mir gänzlich unbekannt, trotzdem, woas zvüü is zvüü!!! I kenn in Österreich Geburtenkranke Leitln, de bleiben a Leben lang finanziell weit unterversorgt. Mit denan hat kana Mitleid, im Gegenteil de wean eiskalt aussortiert, bei denan san die Minusgrade täglicher Überlebenskampf.

10 dag Meinungswurscht - dünn aufschneiden bitte!
 
17.09.2009 20:55
IMO führt kein Weg vorbei an einer Deckelung des Budgetanteils ...

... für die Pensionen.

Die Gesellschaft wird immer älter, gleichzeitig auch kränker. Es wird wohl bald unmöglich werden, diese Leistungsschere weiter zu finanzieren.

Je eher man auf eine Art Volkspensionssystem umsteigt umso besser.

Sonst kollabiert das gesamte Budget wohl spätestens in ca. 10 - 15 Jahren.

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19.09.2009 13:31
Euthanasie jetzt!

Nachdem zwei Generationen der Unseren heldenhaft im Kampf um Raum gefallen sind, wird es Zeit dass auch unsere Eltern ihren Beitrag um den Opfertod leisten.

Würde sich die Gesamtheit der jetzt lebenden Pensionisten auf der Stelle selbst füsilieren, die Zukunft wäre gerettet und der Dank des Vaterlands auf ewig gewiss.

Um das gesparte Geld liessen sich auch einige Gedenktafeln aus Marmor anschaffen, in die wir die Namen der Tapferen gravieren könnten, ähnlich unseren Helden von Isonzo.

Hörgerätetechniker müssten halt umgeschult werden, aber das nimmt unsere entlastete Volkswirtschaft gerne in Kauf.

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09.10.2009 10:46
ihre "hoergeraetetechniker"...

...verdienen an diskoschaeden mehr als an verkalkten gehoergaengen.

Waschbären in der Trockenreinigung
01.10.2009 14:05

Sonst gehts gut?

Herby80
17.09.2009 18:10
Ein Blick zurück...

...in den Juni 1997. Frau Ilse Baldinger zitierte in den "Salzburger Nachrichten" den Sozialsprecher der Liberalen, Volker Kiehr: "....Der Aufwand für die etwa 270.000 Beamtenpensionen mache bereits 100 Milliarden Schilling aus - während sich die 1,8 Millionen anderer Pensionisten (ASVG, Bauern, Selbständige) 250 Milliarden Schilling teilten. Anders gesagt: Beamte stellen zwar keine 15 Prozent der Pensionsbezieher, auf Ihre Konten fließen aber fast 30 Prozent des gesamten Pensionsvolumens.....Die durchschnittliche ASVG-Pension subventioniert der Staat mit 1145 Schilling monatlich - die durchschnittliche Beamtenpension mit 14.718(!) Schilling monatlich...."

chaote2
 
02.11.2009 02:13
Die durchschnittliche ASVG-Pension subventioniert der Staat mit 1145 Schilling monatlich - die durchschnittliche Beamtenpension mit 14.718(!) Schilling monatlich...."

Sie meinen sicher die Höhe der durchschnittlichen Pensionen und nicht den Zuschuß des Staates?
Subvension wäre wenn der Staat diesen Betrag zusätzlich zu den eingehobenen Pensionbeiträgen zahlen würde.

Nik M
17.09.2009 18:21
Waer interessant, diese Zahlen fuer

auch fuer 2008 zu haben.

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09.10.2009 12:27
wenn ich die statistik austria richtig lese,...

...bekommen 293.000 beamten-ruhegenießer ca 9.2mrd € und 1.92 mio pensionisten 25Mrd.€

rundungsfehler und vernachlaessigung von zulagen, etc. bitte nachzusehen.

im großen und ganzen geben obige zahlen ziemlich gut die dzt. lage wieder.

d.h., ca. 14% der ruhestaendler beziehen ca. 27% der gesamtsumme.

Nik M
09.10.2009 14:19

Danke fuers raussuchen

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09.10.2009 21:51
sind sicher perzentuelle fehler dabei:...

...ueberall nur "durchschnittspension", bei einm pro monat, beim andern uebers jahr, keine gesamtanzahl sondern nur pro kategorie.

hab ich halt rechnen muessen.

aber grosso modo haut's hin.

Fluchtweg
17.09.2009 18:21

sind sie sicher, dass sie da nicht einer manipulativen aussage aufgesessen sind?
der staat zahlt nämlich für seine beamte keinen beitrag dafür an die sv. stattdessen zahlt er direkt die pensionen.
diese 14tausend schilling sind also keineswegs so absurd wie sie es darstellen, da ja auf der anderen seite keine sv bezahlt wird.

entweder man tätigt so eine aussage aus unwissen, dann sollte man sich besser informieren, oder es steckt ein manipulativer gedanke dahinter.

ich bin kein beamter, sondern im asvg, aber solche aussagen entsprechen einfach nicht der realität.

skip it
09.10.2009 12:29
s. statistik austria...

...
pensionen durchschnitt 930€ / mon
ruhegenuß 2234 € /mon

Fluchtweg
09.10.2009 12:40

was nichts an meiner aussage ändert.

dass die durchschnittspensionen bei den beamten höher sind ist nicht besonders überraschend. die akademikerrate ist ja auch bestimmt höher und beamtete niedriglohnjobs gibt es ja wohl kaum.

die "quersubventionierung" durch den staat hat nur damit zu tun, dass nach asvg die versicherung die pension zahlt und bei den beamten der staat direkt, dafür aber keine laufenden arbeitgeberbeiträge entrichtet.

so nebenbei: abfertigung bei der pensionierung gibt es auch nicht bei beamten. solche kleinen details "übersieht" man halt gerne bei der polemik.

iris bourbon
20.02.2010 15:24

Abfertigung ist vorenthaltener Arbeitslohn oder glauben Sie, die DG schenken die Abfertigung her?

chaote2
 
02.11.2009 02:21
und beamtete niedriglohnjobs gibt es ja wohl kaum.

Der pragmatisierte MA48er ist auch ein Beamter.
Briefträger pragmatisiert ebenfalls . Nur so wegen nur Akademiker. Im Staatsdienst gabs auch Beamte mit B-Matura (Minimalmatura welche jeder der nicht ein Hirni war schafte) welche für geringerwertige Aufgaben da waren.
Alles Akademiker ????????????????ß

skip it
09.10.2009 13:43
thema verfehlt...

...es geht um den anteil der beamtenschaft an den insgesamt ausgeschuetteten ruhestandsgeldern.

das mit der abfertigung ist marginal, und den %-satz der akademiker muessen sie praezis anfuehren.

und dann gleichzeitig in solidarische relation zu den dzt. arbeit suchenden jungakademikern setzen. zb.

Pirjeri Ryynänen
17.09.2009 17:19
Absolut nicht korrekt!

Die Pensionserhöhung für 2010 basiert auf der Inflationsrate der Monate August 2008 bis Juli 2009 und soll die Inflation ebendieser Monate im NACHHINEIN abgelten.
Es ist zwar richtig, dass die Inflationsrate JETZT nahezu Null ist, aber im o. a. Zeitraum war sie eben bei durchschnittlich 1,8833 Prozent.

Fluchtweg
17.09.2009 18:29
wie kommen sie auf diese zahl?

vpi im august 2008: 107,4
vpi im juli 2009: 107,3
inflation im zeitraum: -0,1%
somit eine deflation

wenn sie einfach nur die durchschnittlichen inflationswerte dieser monate genommen haben, dann wundert mich nichts mehr. denn der inflationswert von august 2008 bezieht sich ja auf den vergleichswert 2007 und darum geht es hier absolut nicht.
so einen schwachsinn öffentlich zu posten ist schon peinlich.

manfred bruckner
17.09.2009 17:16
der balkon füllt sich...

interessant, hatte schon bei riegler und neugebauer die statler und waldorf assoziation... ist es eigentlich typisch für die österreichische innenpolitik, dass die querköpfe und priviliegienritter immer in paaren auftauchen?
http://manfredbruckner.blogspot.com/

anonym92
17.09.2009 15:46

Rauscher wird auch immer schwächer.

Kehr Henk
17.09.2009 15:39
richtig Herr Rau, weiter so

rau scheint es langsam kapiert zu haben dass die Linie zwischen denen verläuft, die es sich richten konnten (Beamte, staatsnahe Inst.) - und den anderen (ASVG, EPUS, ..).
Die ASVG sind bei den Pensionen nicht das Problem, die finanzieren sich quase selbst, sprich der Deckungsbeitrag ist sehr hoch und es gibt eben die Höchstpension.
Bei den Politiker, Beamten, usw gibt es keine Höchstpension, der Deckungsbeitrag ist wesentlich geringer. Dort liegt das Problem.
Wie lange lässt sich das die Mehrheit, sprich ASVG und Konsorten gefallen?

Monytaurus
17.09.2009 14:56
Liebe P(R)ost(L)er

Rufen es ein Blinder, ein Nichthörender u Taubstummer, im letzten dramatischen Anfall von Selbstwertgefühl um eine Pensionsgerechtigkeit, in die ewige Leere sozialer Unbestechlichkeit um den Widerstand zu organisieren, wird man sie federn, teeren u vierteilen. Die Speerspitzen des poetisch-erzkonservativen Hexenhammers, alles was von unten nach oben drängt, wird meuchlings zur Vernunft gebracht u zum Brosamen ausfassen abkommandiert. Der Blinde: „Ich seh nichts mehr?!“ Der Nichthörende: „Ich hör nichts mehr?!“ Der Taubstumme: „Ich sag nichts mehr?!“ Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie heute noch-mitten unter uns.

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