Tiroler Hofer-Feiern

Aus umstrittener Dornenkrone wurde Rosenkrone

16. September 2009 13:07

Probelauf für Landesfestumzug am Sonntag

Innsbruck - In einer Gärtnerei in Völs bei Innsbruck hat am Mittwoch die "Probebestückung" der umstrittenen Dornenkrone mit roten Rosen stattgefunden. Das Symbol führte 1984 zu diplomatischen Irritationen zwischen Rom und Wien. Schützen hatten mit der Krone auf die politische Situation in Südtirol hingewiesen. Heuer soll das Symbol zur Rosenkrone umfunktioniert werdn.

Unter der Regie der Südtiroler Künstlerin Margit Klammer sollen 2009 Rosen die Dornenkrone schmücken. "Jede Rose ist ein Zeichen der Liebe zu unserem Land, wenn auch - wie jeder weiß - keine Rose ohne Dornen ist", erklärte die Künstlerin. Sie lud alle Tiroler ein, beim Landesfestumzug "eine Rose als Zeichen der Verbundenheit mitzubringen".

"Rosenkrone" ging aus Künstlerprojekt hervor

Das Projekt "Rosenkrone" ging bei einem Künstlerwettbewerb zum Gedenkjahr 2009 unter mehr als 50 Einreichungen als Sieger hervor. Ziel der Ausschreibung des vom Tiroler Industriellen Arthur Thöni ins Leben gerufenen Wettbewerbes war es, ein zeitgemäßes Symbol zu finden.

Bereits 1959 war eine "Dornenkrone" beim damaligen Landesfestumzug in Innsbruck als Symbol für die Unterdrückung der 1919 an Italien annektierten Südtiroler mitgetragen worden. 1984 hatte eben diese Dornenkrone für heftige Proteste Roms gesorgt. Heuer soll das Symbol mit Rosen geschmückt mitgetragen und damit "politisch entschärft" werden.

Grüne treffen sich mit ehemaligen "Feinden"

Die Gesamttiroler Andreas Hofer-Feiern wollen die Grünen aus den drei Ländern des historischen Tirol "anders" begehen. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Bozen kündigten sie eine Begegnung mit Grün-Gruppierungen aus den Ländern der ehemaligen "Feinde" am Samstag in Meran an. Angesagt sind Grüne aus Frankreich, Bayern und Sachsen.

Das Opferstatusgehabe bei so vielen Gedenkfeiern schüre oft Angst und grenze bewusst "andere" aus, wurde bei der Pressekonferenz argumentiert. Man wolle "ein frohes und unbeschwertes Miteinander und nicht ein kurzsichtiges und egoistisches 'Wir zuerst'".

"Im Gegensatz zum pompösen Aufmarsch in Innsbruck" stehe die Begegnung "im Zeichen von Leichtigkeit, Witz und Ironie". Am Vormittag wollen die Grübnen das Geburtshaus von Andreas Hofer beim "Sandwirt" in St. Leonhard im Passeiertal besuchen. In der alten Stube des Sandwirts soll eine "Proklamation" verabschiedet werden, die am Nachmittag beim Andreas-Hofer-Denkmal in Meran verlesen wird. Zum Abschluss soll es in Meran "ein pluralistisch buntes Fest des friedlichen Zusammenlebens" geben. (APA)

 

Kommentar posten
14 Postings
the photographer
17.09.2009 18:08
Was wäre TYROL...

...ohne den Anderl Hofer, was wäre KÄRNTEN ohne ABWEHRKAMPF?
MYTHEN braucht das Land, dann brauchen wir keine wissenschaftliche Geschichtsschreibung.

grüssen Sie Ihre Frau und meine Kinder
 
16.09.2009 17:00
Der Hofer ist so wie das Goldene Dachl.

Unbedeutend (Das Dachl ist schon drei Mal bei der Aufnahme als Weltkulturerbe durchgefallen).

Das arme Transitland Tirol (was soll man auch sonst dort machen ausser durchzufahren?).

aunty
17.09.2009 16:43

der umzug ist kritisierenswert, der umgang der tiroler mit hofer 2009 ist kritisierenswert, die politik ist kritisierenswert - wo ist sie das nicht

aber ansonsten ist tirol wunderschön.
sie haben keine ahnung, sie sollten es sich einmal anschauen, und nicht herumtrollen.

lg - eine tirolerin

Der Wählerwille
 
16.09.2009 16:17
viel freud in katholibanien.

rosa parks
20.09.2009 12:45
meinten Sie...

ka-taliban-ien?

Tycho Brahe
16.09.2009 15:29
Jetzt habe ich doch glatt "Probelauf für Landesfurzumzug am Sonntag" gelesen,

na sowas aber auch.

macmel
16.09.2009 14:23
Ist mir sowieso

ein Rätsel, warum dieser bigotte, bedeutungslose Loser derart angehimmelt wird.

jetzt regnets gleich rot - "duckundweg"

Piefke in Tirol
16.09.2009 16:54
´Wetten, das man sich an Sie in 200 Jahren nicht mal erinnern wird! ;-))

macmel
16.09.2009 17:13
Nachtrag

Sie auch nicht,
oder wir sind beide wiedergebohren (gottbewahre) als Tyroler Schützen!

macmel
16.09.2009 17:05
macht mir gar nichts aus!

lieber gar nicht, wie als lächerliche, bigotte, versoffene Figur, die sich politisch, aus Berglerdummheit, zwischen Bayern, Habsburgern, Franzosen und Italienern für nichts hat aufreiben lassen.

DasLebenIstSchwerUndDannStirbtMan
16.09.2009 15:26

von mir habens eh ein "grün" bekommen, weil ichs auch nicht begreif.
obwohl- zwei erklärungsansätz kann ich bieten:
erstens ist das in tirol ein bisschen teil der religiosität. der glaube an den guten hofer ist da wie der glaube an das liebe jesuskind. und man muss- wie bei kirchlichen anlässen- die feste feiern wie sie fallen.
in dem sinn schwindet hier die bedeutung der folklore irgendwann in dem gleichen maß wie die bedeutung der kirche... sehr langsam aber doch.

oder andere erklärung: der umzug und das ganze drumherum sind ein mordsgschäft. dann wird das wohl nie aufhören.

flohimpelz
16.09.2009 14:57
Irgendwie müßen die Gebirgsdolmen

ihre Minderwertigkeitskomplexe ausleben, obwohl das eher Talibanartig abgeht.

flohimpelz
16.09.2009 13:44
Die Gebirgsdolmen

feiern den Ober-Taliban.

Piefke in Tirol
16.09.2009 16:54
Vorsicht, sonst kommt der Kammerjäger! ;-))

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