Außenminister sollen am Rande der bevorstehenden UN-Vollversammlung zusammentreffen - Beziehungen wegen extra-territorialem Angriff Kolumbiens auf FARC-Rebellen auf Eis
Quito - Ecuador und Kolumbien haben eineinhalb Jahre nach dem
Abbruch ihrer Beziehungen direkte Gespräche vereinbart. Der ecuadorianische
Außenminister Fander Falconi teilte am Montag in Quito mit, er werde am Dienstag
nächster Woche am Rande der UNO-Vollversammlung in New York mit seinem
kolumbianischen Amtskollegen Jaime Bermudez zusammentreffen.
Mit dem Abbruch der Beziehungen reagierte Ecuador am 3. März 2008 auf einen
Vorstoß der kolumbianischen Streitkräfte auf das eigene Territorium. Die
Militäraktion richtete sich gegen einen Stützpunkt der marxistischen
Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC). Dabei wurden 25 Menschen getötet,
unter ihnen der führende FARC-Funktionär Raul Reyes.
Die FARC, die sich auch durch Drogengelder finanzieren, bekämpfen seit 1964
den kolumbianischen Staat. Die älteste linke Guerilla-Gruppe Lateinamerikas hat
nach wie vor Hunderte Geiseln in ihrer Gewalt. Im Gegensatz zu den
linksgerichteten Staatschefs von Venezuela, Bolivien und Ecuador gilt Kolumbiens
konservativer Präsident als Verbündeter der USA in der Region, der hart gegen
die FARC-Rebellen und kolumbianische Drogenkartelle vorgeht. (APA/AP)