Gazakrieg

UN wirft Israel und Hamas Kriegsverbrechen vor

16. September 2009 08:13

Raketenbeschuss durch Palästinenser ebenfalls kritisiert - Israel verweigerte Zusammenarbeit mit UN-Team

New York/Genf - Im Gaza-Krieg vor acht Monaten haben sich einem UN-Bericht zufolge Israelis und Palästinenser zahlreicher Kriegsverbrechen schuldig gemacht. Der Leiter des UN-Untersuchungsteams, Richard Goldstone, sagte am Dienstag in New York, sein Team habe starke Beweise für diese Vorwürfe. "Die Kommission kam zu dem Schluss, dass die Aktionen des israelischen Militärs auf Kriegsverbrechen und in mancher Beziehung vielleicht auch auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit hinauslaufen", sagte Goldstone. Die israelische Offensive habe das Ziel gehabt, die Zivilbevölkerung im Gazastreifen zu treffen und zu bestrafen.

Israel hat nach Einschätzung der UNO bei seiner Offensive im Gazastreifen um die Jahreswende Gewalt unverhältnismäßig eingesetzt und gegen das Völkerrecht verstoßen. Israel habe nicht die "notwendigen Vorkehrungen" getroffen, um wie von internationalem Recht gefordert den Verlust von Menschenleben, Verletzungen von Zivilisten und Sachschäden zu vermeiden, heißt es in dem Bericht. Darin wird vor allem der Abschuss von Phosphorgranaten auf Einrichtungen des UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) sowie der "absichtliche Beschuss" von Krankenhäusern gerügt. Phosphorgranaten können schwere Verbrennungen der Haut sowie Schädigungen an Leber, Herz und Nieren verursachen.

Moschee beschossen

Zu den Kriegsverbrechen, die der Bericht aufzählt, gehört ferner der Beschuss einer Moschee durch Israelis zur Gebetszeit, bei dem 15 Menschen ums Leben kamen. In sieben Fällen wurden Palästinenser erschossen, die - weiße Flaggen schwenkend - ihr Haus auf der Suche nach Sicherheit verließen. Während der israelischen Offensive "Gegossenes Blei", die am 18. Jänner endete, waren mehr als 1400 Palästinenser getötet und etwa 5000 weitere verletzt worden.

Zugleich werden in dem Bericht auch die palästinensischen Attacken auf Israel verurteilt. "Wenn es kein militärisches Ziel gibt und Raketen und Granaten auf zivile Gebiete abgeschossen werden, ist das ein absichtlicher Angriff auf die Zivilbevölkerung", heißt es in dem 574 Seiten starken Report, der im Internet veröffentlicht wurde und Ende des Monats offiziell dem UN-Menschenrechtsrat in Genf vorgelegt werden soll.

Goldstone und seine drei Kollegen fordern darin den Sicherheitsrat auf, von Israel eine Aufklärung und Ahndung der Menschenrechtsverletzungen zu verlangen. Wenn es innerhalb von sechs Monaten nicht zu Fortschritten komme, sollte das höchste UN-Gremium den Internationalen Strafgerichtshof einschalten, empfehlen die Experten.

Goldstone und sein Team hatten die Vorgänge im Auftrag der UN-Menschenrechtsrats untersucht. Die israelische Regierung weigerte sich, mit dem Team zusammenzuarbeiten. Israelische Zeugen mussten deshalb in Genf vernommen werden.

Die israelische Regierung will den Bericht jedoch "ungeachtet seiner Vorbehalte" eingehend studieren. Wie ein Sprecher des israelischen Außenministeriums in Jerusalem sagte, fühle sich Israel verpflichtet, vollständig im Rahmen des internationales Rechtes vorzugehen und Berichte über Fehltritte seiner Soldaten zu untersuchen.

"Israel war nicht in der Lage, mit dem (Goldstone-)Team zusammenzuarbeiten, weil sein Auftrag klar einseitig war und tausende Hamas-Raketenangriffe auf Zivilisten im Süden Israels ignorierte, die die Offensive in Gaza notwendig machten", hieß es in der Stellungnahme des Außenministeriums. Die israelische Armee habe bisher mehr als 100 Vorwürfe gegen Soldaten untersucht, die an der Gaza-Offensive beteiligt waren. In 23 Fällen habe man juristische Schritte eingeleitet. (APA)

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d_parker
22.09.2009 12:56
Hinter dem Bericht steht der notorische UN-Menschenrechtsrat (nicht "die UNO" wie hier so simplistisch immer geschrieben wird), dieser hat sich wieder und wieder als bloße Farce betreffend die Einhaltung von Menschenrechten gezeigt. Länder, in denen

Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind, haben es sich zur Hauptaufgabe gemacht Israel wieder und wieder zu verurteilen, dafür keinen andere Staat, wie "ausgewogen". Dementsprechend hat auch das Mandat für die Kommission nur von israel. Menschenrechtsverletzungen gesprochen, wenigstens hat Goldstone erreicht, dass im Bericht die Hamas erwähnt wird. Wird interessant zu sehen, was sich der Menschenrechtsrat einfallen lassen wird um die nicht genehmen Bestandteile des Berichts unter den Tisch fallen zu lassen, damit wird das neueste Kapitel dieser Farce perfekt.

http://www.forward.com/articles/114165/

http://cgis.jpost.com/Blogs/der... man_rights

Donatella Kasparov
21.09.2009 10:51

die uno sollte auch kritieren, dass die hamas hunderte von ihren eigenen leuten und freunden ständig liquidiert.

Marie Dagdeviren
21.09.2009 20:30
sehr gewagte Behauptungen

gibt's dafür auch eine Quelle ?

Gerhard Rot
20.09.2009 21:55
Diese UN ?


tinyurl dot com/menschenrechtsrat

Artischocke
 
08.10.2009 22:59

Kennen Sie eine bessere?

F S 3
17.09.2009 23:17
Isreal kann sich glücklich schätzen, daß Richard Goldstone den Bericht verfassen musste…

…Wie seine Tochter, Nicole, heute im Interview verlautbarte, wäre der 'eport "für Isr. weitaus vernichtender ausgefallen, wenn ihn nicht ihr Vater verfaßt hätte"…

Dies hätte er aus "Gründen des Friedens, usw…" gemacht.

Noch Fragen?

Fritz Wunderlich
21.09.2009 11:48

isreal in teheran??

Gonzales74
20.09.2009 14:35
frage

Wo liegt dein eigentlich Isreal?? Habe das auch paar mal im Fernsehen auf den Anti-blabla... Plakaten in Teheran gesehen.

wenn man schon wenn hasst und ständig was unterstellt, sollte man es doch wenigstens schaffen einmal richtig ISRAEL zu schreiben...

d_parker
21.09.2009 20:19
Nein, nein, die zitieren alle nur den Spruch "ISRAEL IS REAL", in leicht abgewandelter Form *irony off*

HalvarvonFlake
 
18.09.2009 16:43
ja, eine Frage:

warum der eine typ, der am bericht mitarbeitete laut FAZ suspendiert wurde, bloß weil er mit NAZI-devotionalien im Internet gehandelt hat?
2.Frage: was hat die Tochter für ein Problem? Zu wenig Presse? bzw.arbeitet da die "tochter" am bericht mit? sehr seriös! Ferialjob für kids mit protektion und reisetätigkeit auf Kosten der Uno?

F S 3
19.09.2009 11:31
Es gab bereits im Vorfeld der Veröffentlichung jede Menge Aktionen, den 'eport als unglaubwürdig und einseitig hinzustellen, wie auch überhaupt der Beschluß der UN diesen zu verfassen, sofort vom isr.PR-Mini im Ansatz bekämpft wurde…

…Die Wahl Goldstones zum letztendlich Verantwortlichen des UN-Untersuchungsteams war ein äußerst durchsichtiger Versuch, diesen fortgesetzten Bemühungen SCHEINBAR den Wind aus den Segeln zu nehmen, indem man eine Person wählte, die auf ersten Blick israelfreundlich SCHEINEN mußte…

Die seltsame Aussage seiner Tochter im Interview mit dem isr.Armee(!)-Radio ist unter diesem Gesichtspunkt zu verstehen und polarisiert die ganze Situation bloß nur noch weiter.

Denn genauso, wie Befürworter des isr.Kurses sehen die "Gegner" Isreals scheinbar noch immer nicht, daß hier eigentlich bloß ein erstaunlich konsistent-paranoides "Bedrohungs"-Szenario geschaffen wird, welches nur in einer logischen Selbstvernichtung der gesamten Region münden kann.

erlich
16.09.2009 16:33
... 16.9.1970 ...

... eskalation des konfliktes in jordanien - im sogenannten "schwarzen september" kamen je nach quelle, innerhalb von 10 tagen zwischen 2.500 und 5.000 palästinenser ums leben (bei einem bevölkerungsanteil von etwa 400.000)! in folge kam es zur vertreibung der plo aus jordanien in den libanon (ergebnis ....)!

Fred Fido
17.09.2009 17:43
UND?

Als die kreuzritter Jerusalem eroberten wateten sie 3 tage lang im blut der bevölkerung.
Was hat das nun mit dem UN-bericht zu tun?

Hubert Ungeist
17.09.2009 05:29
Okay..

und deswegen darf Israel umbringen wen es will?

Fritz Wunderlich
17.09.2009 10:23

der övpler lebt von seinen unterstellungen, du kannst dich mit dem sp-edlinger auf ein packerl hauen, hierin seids ihr 'echte' österreicher

karl radek1
16.09.2009 15:04
Neu ist ja nicht viel dran


Aber jetzt ist es amtlich.
So amtlich, dass sich die EU jetzt nicht mehr dagegen spreizen kann Haftbefehle auszustellen.
Bei mangelnder Kooperation Israels sind dann Sanktionen erforderlich.

Fritz Wunderlich
17.09.2009 10:24

wie wir vom moolah-regime täglich hören - sanktionen nützen nichts

Hansi Huber
16.09.2009 14:52

Nun ist also auch schon die UNO antisemitisch.

Gonzales74
20.09.2009 14:38
ja

ist sie. Aber huh, es handelt sich ja um die UNO. Die kann ja nur recht haben. Pech halt für Isr., dass so viele islamische, kommunistische isr. Hasser in der Uno sitzen.

Makronaut
17.09.2009 12:51

einfach die arte deko schauen - da bläst eich de a.s. des angeblichen "menschenrechts"rates nur so entgegen.

tinyurl dot com/menschenrechtsrat

16er_Blech
16.09.2009 20:07
zum Glück wurde der Bericht nicht in Österreich verfasst

Der Wählerwille
 
16.09.2009 16:31
ist sie tatsächlich oftmals

nächste frage?

Ava Tar
16.09.2009 15:57

Alter Schwede !

Hansi Huber
17.09.2009 11:00

Der Bericht sei "klassischer Antisemitismus", hieß es in einem Leitartikel der Zeitung "Israel Hayom". [Der israelische Regierungssprecher] Regev sagte: "Dieser Bericht wurde in Sünde empfangen und ist ein Produkt einer Verbindung von Propaganda und Parteilichkeit"[...]

Der Wählerwille
 
17.09.2009 16:59
womit er fraglos recht hat

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