Kroatien und die EU

"Regierung bereit heilige Kühe zu schlachten"

16. September 2009 10:49
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    Zur Person: Vedran Dzihic (33) lehrt am Institut für Politikwissenschaft in Wien.

Politikwissenschafter Dzihic über symbolische Konflikte, fehlende Verteilungsgerechtigkeit und warum die Wirtschaftskrise einen reinigenden Effekt haben könnte

"Die Zeit der Blockade von Dezember 2008 bis vergangenen Freitag der kroatischen Regierung bis zu einem gewissen Grad in die Hände gespielt", sagt Vedran Dzihic vom Institut für Politikwissenschaften in Wien im Gespräch mit derStandard.at. Während dieser Zeit hatte Slowenien die EU-Beitrittsverhandlungen blockiert. Der Grund: Der Verlauf der Seegrenzen in der Bucht von Piran.

Dieser Streit ist auch ein symbolischer Streit, erklärt Dzihic. Beide Länder hätten ihn genutzt, um innenpolitisch Stimmung zu machen. Jetzt sei er auf einem guten Weg gelöst zu werden. Am zweiten Oktober wird eine Regierungskonferenz die Wiederaufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen beschließen. Bis zu einem Beitritt Kroatiens sei aber noch viel zu tun, sagt Dzihic.

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derStandard.at: Vergangenen Freitag hat Slowenien seine Blockade des kroatischen EU-Beitritts aufgehoben. Den Streit über die Seegrenze in der Bucht von Piran soll jetzt ein unabhängiges Schiedsgericht entscheiden. Ist damit der Konflikt gelöst?

Dzihic: Es ist zumindest ein wichtiger Schritt. Der auch deswegen zustande gekommen ist, weil es Gesprächsbereitschaft auf beiden Seiten gegeben hat. Die kroatische Premierministerin Kosor hat mit ihrem Stil des Dialogs sicher dazu beigetragen, dass die Slowenen ihre Position aufweichen.

Dieser Schritt war wesentlich für die Wiedereröffnung der EU-Verhandlungen. Das heißt aber nicht, dass damit der grundsätzliche Grenzkonflikt gelöst wurde. Es heißt nur, dass die der EU übermittelten Dokumente über die Seegrenze keine präjudizierende Wirkung haben. Wenn es aber in diesem Stil weitergeht und auch die EU Druck ausübt, kann man davon ausgehen, dass es auch bei den Grenzstreitigkeiten eine realistische Lösung gefunden werden kann.

derStandard.at: Noch müssen die Parlamente in beiden Ländern zustimmen. Sind da Schwierigkeiten zu erwarten?

Dzihic: Die werden auf jeden Fall zustimmen. In Kroatien ist die Sache klar. Die kroatische Premierministerin hat bereits vor dem Treffen mit Pahor die Unterstützung aller kroatischen Parteien zugesichert bekommen. Etwas schwieriger ist es in Slowenien. Da gibt es doch einen recht starken Widerstand der Opposition. Der ehemalige Premierminister Janša spielt immer wieder die nationale Karte, die er vermutlich auch hier einsetzen wird. Aber aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im slowenischen Parlament, wird es ihm nicht gelingen die Entscheidung zu blockieren.

derStandard.at: Ist der Konflikt um die Seegrenze bei der Bucht von Piran auch ein Symptom für tiefer liegende Konflikte zwischen den beiden Nachbarländern?

Dzihic: Ja, klar. Der Streit ist zwar ein realer Streit, aber im Grunde genommen ist es sehr viel stärker ein symbolischer Streit. Die Beziehungen zwischen Slowenien und Kroatien waren seit dem Zerfall des ehemaligen Jugoslawiens angespannt. Und diese Spannungen sind nie gelöst worden. Wenn man dann auch den Verlauf der Verhandlungen in den vergangenen Jahren ansieht, ist es ganz klar, dass sowohl die kroatische als auch die slowenische Seite diesen Streit dazu benutzt haben, innerhalb der eigenen Länder Stimmung zu machen und sich zu profilieren.

Diese Frage ist auch ein Spiel für die politischen Eliten in beiden Ländern. Pahor hat dieses Spiel jetzt aufgegeben und Sanader hat sich damit in die politische Sackgasse manövriert. Ohne sein Abtreten, wäre dieser Kompromiss vermutlich nicht zustande gekommen.

derStandard.at: Läuft alles nach Plan, könnten die EU-Beitrittsverhandlungen mit Kroatien 2010 abgeschlossen sein. Ist ein Beitritt 2012 realistisch?

Dzihic: Mann muss jetzt noch ein wenig abwarten - und zwar aus mehreren Gründen. Erstens hat die Zeit der Blockade von Dezember 2008 bis vergangenen Freitag der kroatischen Regierung bis zu einem gewissen Grad in die Hände gespielt. Es war klar, dass es im kroatischen politischen Gemeinwesen und auch in der Wirtschaft große Probleme gibt, die Kroatien in den vergangenen Monaten auch ohne die slowenische Blockade nicht hätte lösen können.

Es gibt bezüglich Reformen ein prinzipielles Problem in Kroatien, das sicherlich auch ein Ergebnis der vergangenen 15 Jahre ist. Die Verquickung zwischen ökonomischen und politischen Interessen ist sehr stark, dazu kommt Klientilismus.

Personen, die davon profitieren, haben natürlich kein genuines Interesse an der Veränderung des Status Quo. Diese Kräfte kämpfen auch gegen eine substanzielle Reform des Justizsektors, gegen die Verwaltungsreform und die Bekämpfung der Korruption. Die große Frage ist, ob dieses Kräfte bereit sind, ihren Widerstand gegen die Reformen aufzugeben.

Gerade deswegen war es wichtig, dass die EU das Element der Konditionalität jetzt wieder zurück bekommt. Die EU konnte im Jahr 2009 keinen Einfluss auf die Geschehnisse in Kroatien nehmen. Mit der Wiederaufnahme der Verhandlungen kann ein stärkerer Druck auf die kroatische Regierung ausgeübt werden.

derStandard.at: Wirtschaftlich geht es Kroatien nicht gut: Hohe Arbeitslosenzahlen, hohes Budgetdefizit, das BIP sank um 6,7 Prozent. Die Gewerkschaft ruft zu Protesten gegen die "Krisensteuer" auf. (Die Krisensteuer sieht eine zusätzliche Besteuerung aller Einkommen vor. Niedrige Einkommen werden mit zwei Prozent, höhere Einkommen mit vier Prozent versteuert. Anm.). Wie wirkt sich die wirtschaftliche Situation auf den Reformeifer aus?

Dzihic: Kroatien hat riesige Defizite im wirtschaftlichen Bereich. Das Wirtschaftswachstum war in den vergangenen Jahren zwar konstant hoch aber das wurde mit einer hohen Auslandsverschuldung erkauft - die beträgt derzeit 35 Milliarden Euro oder 87 Prozent des Bruttosozialprodukts. Und es wurde auch mit einer ungelösten sozialen Frage erkauft. Es gibt in Kroatien keine Verteilungsgerechtigkeit. Die Kluft zwischen arm und reich geht immer weiter auf.

Absurderweise könnte die Wirtschaftskrise auch einen reinigenden Effekt haben. Die bisherigen Schritte der Regierung zeigen zwar nicht in diese Richtung - die Krisensteuer trifft wieder nicht die Richtigen und es gibt auch keine strukturellen Reformen im Wirtschaftsbereich. Aber es gibt zumindest bestimmte Anzeichen, dass die neue Regierung von Kosor bereit ist, einige heilige Kühe zu schlachten: Zum Beispiel die Frage der Zahlungen für die Kriegsveteranen. Außerdem geht es um die Unterstützung der Herzegovina - der bosnischen Kroaten, das Aufgeben von nationalen Prestigeprojekten und die Unterstützung der Kirche.

Noch lässt sich aber nichts über den Erfolg der neuen Premierministerin Kosor sagen - sie ist erst sein kurzem im Amt und es stellt sich auch die Frage, wie sie die internen Kämpfe in der HDZ (Kroatische Demokratische Union) aushalten wird. Dort gibt es auch nationalistische Flügel, die diese heiligen Kühe nicht aufgeben wollen. (Michaela Kampl, derStandard.at, 15.9.2009)

Kommentar posten
20 Postings
boring13
27.09.2009 19:09

Wenn du nicht mehr weiter weißt dann such dir einen Kroatien oder FPÖ Artikel im Standard (lass den Artikel aus) und lies die Kommentare durch.
Schon hast du eine wunderbare Lektüre für einen langweiligen Abend ;)

Noxxxss
 
10.01.2010 01:51

Ich sag ja jetzt schon zum 2. mal, beim Standard ist es standard ab Mitte nach rechts zu vergraulen.
Jaja die €U wird ja immer sozial-sozialistischer,
und deren Sprachrohre müssen natürlich mitziehen!

Dani M
23.09.2009 16:49
..

Immer noch bin ich nicht sicher, ob Dr. Dzihic besser ist als Politikwissenschaftler oder als Basketballer.. ;)

Pozdrav iz Srebrenika..

Is Keynes alive?
20.09.2009 17:14
Danke

Herr Dr. Dzihic - eine gelungene Schilderung der Lage!
Pozdrav iz Zagreba!

The incomparably superior human being Harry Fink
17.09.2009 09:02
Ein Propellerflug könnte so manche Probleme lösen

Der Josef
17.09.2009 19:50
Wie üblich...

...pflichte Ihnen dazu bei! Warte auf Abholung!

krelac
16.09.2009 21:22
Die Kirche, "die Verteidiger" und "die Diaspora"

Ein Paradox: die Heimischen haben keine Interesse für solche (by the way: gute und ausgewogene) Analysen: anderseits, die Kroaten, die sie brauchen würden, werden davon nichts erfahren. Schade.

Warentester
16.09.2009 15:28

Ich bin ja weiß Gott nicht der Militarist und würde wohl selbst kaum in einen Krieg ziehen: Aber Kriegsverteranen die Unterstützung streichen ist ja wohl wirklich eine Frechheit. Viele Leben fast nur davon (mehr schlecht als recht). Und einer wirtschaftlich ohnedies Region wie der Herzegovina auch noch Geld entziehen ist auch eine Schnapsidee. Noch dazu wo diese Summen gerade zu lächerlich sind, im Vergleich zu Bereichen wo wirklich Geld liegt: Überbordende Verwaltung schrumpfen, Korruption und Steuerhinterziehung bekämpfen, bei EU-Beratern und der Bewirtung von EU-Schranzen einsparen, etc.. Komischer Kerl: Oben sich über die Kluft zw. Arm und Reich aufregen, und unten Maßnahmen befürworten die hauptsächlich die Armen treffen.

Is Keynes alive?
20.09.2009 17:14
Wendehälse

gab es nach 1990 nicht wenige. Die Zahl der sogenannten branitelji ist lächerlich! Wenn Kroatien 500.000 Veteranen gehabt hätte, dann wäre es nie zu einem Krieg gekommen. Es ist wie nach dem Zweiten Weltkrieg wo bei uns in Kroatien plötzlich alle Partisanen waren und Tito in einer Rede sagte, wenn ich im Krieg so viele Partisanen gehabt hätte, dann wäre wir nach Berlin marschiert. Wo die (West-)Hercegvina (oder Herce-govna) liegt, dass ist Ihnen bekannt oder? Finden Sie nicht, dass sich die lieben BiH Bürger nach Sarajevo orientieren sollten? Warum sollen die Bürger und Steuerzahler Kroatiens an die Bürger BiHs Gelder überweisen? Wir haben eigene Probleme... Zur Kirche brauche ich nichts sagen, dass hat Mesic neulich auf den Punkt gebracht.

piipo
21.09.2009 07:17
es sind aber keine BIH Bürger sondern

Bürger Kroatiens denn alle besitzen eine kroat.Staatsbürgerschaft. Ausserdem verdienen die Kroatischen Firmen Millarden Euros an den Handel zwischen Kroatien und den Kroaten in BiH. Garnicht davon zu reden das der Stausee Busko Jezero von Kroatien illegal genutzt wird und so über 200 millionen Euro den Kroaten in Bih gestohlen werden.

Hören Sie endlich mit ihren Kommunistischen Hetzreden auf, und Mesic müssen die Kroaten GOTTSEIDANK nur noch ein paar Monate aushalten.

Is Keynes alive?
21.09.2009 09:08
Sie sind nicht auf dem Laufenden...

die Bürger der westlichen Hercegovina verfügen nicht nur über einen kroatischen, sondern auch BiH Pass und bald wird Kroatien sie im Zug der EU Annäherung zur Aufgabe des kroatischen Passes zwingen.

Unabhängig von ihren grosskroatischen Träumen ist die Hercegovina eine andere Republik. Damit sollten Sie sich abfinden. Die Zeit in der alle Kroaten in einem Staat lebten ist vorbei - Jugoslawien gibt es (leider) nicht mehr.

Kommunisten kennen Sie mit Sicherheit aus ihrer Familie. Fragen Sie einmal Ihre Eltern oder Grosseltern. Oder waren das stolze Ustascha-Faschisten? Dann wäre ja alles klar...

Warentester
21.09.2009 20:48

"... im Zug der EU Annäherung zur Aufgabe des kroatischen Passes zwingen."

Bezweifle ich. Das wäre nämlich erstens ein schwerer Rechtsbruch (sie können niemanden ohne triftigen Grund die Staatsbürgerschaft entziehen; wo kommen wir da hin), und zweitens hat die EU nix gg. Doppelstaatsbürgerschaften. Die sind in den Mitgliedsländern der EU durchaus verbreitet.
Mal abgesehen davon finde ich es ziemlich letztklassig wie sie hier rasend um sich schlagen, und jeden als Rechts-Rechten diffamieren, der es wagt eine andere Meinung als Sie zu haben. Und wenn er noch so sachlich argumentiert.

SilenT EnigmA
21.09.2009 13:30
Alle andersdenkende als ustaschas abstempeln....

....guter einschücherungversuch. Ich halte von ustaschas und partisanen nicht viel. Wie sie die Partisanen in den himmelk loben ist freundlich gesagt REALITÄTSVERWEIGERUNG

Sind (wenn ich mich recht entsinne-laut ihren aussagen) ihre Familienangehörigen durch die ustaschas umgekommen, wurden meine von den Partisanen ermordet und enteignet. Jetzt hätte ich mich auf die faule haut(ne stärke der kommunisten) legen können und mich sonnen. Arbeiten wäre nicht notwendig.......

Wahrscheinlich ist bzw. war die vertretbar da die Partisanen das glorreiche YUGO aufgebaut haben, eine oase der Demokratie , Menschenrechte, Wohlstand............

Warentester
20.09.2009 22:51

Und ad BiH: Sie wissen schon das in den Teilen des Landes um die es geht, großteils kroatische Staatsbürger leben. Und das es für Staaten nicht ungewöhnlich ist, ihre Staatsbürger auch im Ausland zu unterstützen.
Was soll Österreich erst sagen? Österreichisches wird auch nach BiH überwiesen, und das obwohl dort sehr wenige Österreicher leben.

Ich weiß also nicht ganz auf was sie jetzt hinaus wollen. Den die wahren Probleme in Kroatien liegen IMO echt woanders, als bei ein paar alten Veteranen und ein bisschen Regionalförderung. Eher bei einer zu großen, ineffektiven Verwaltung, und mangelnder Rechtssicherheit (versuchen sie dort mal eine Firma aufzumachen; ein Spass), die die ganze Wirtschaft lähmt.

Warentester
20.09.2009 22:46

Also 500k Veteranen scheinen mir für ein Land von 4+ Mio nicht zu hoch gegriffen. Außerdem ist die HV eine reguläre Armee und kein Partinsanenverband, wird dh wohl Akten haben, wer für sie gekämpft hat und wer nicht.
Was ihren Titoexkurs betrifft: Beim Tito war es wohl vorteilhaft sich als Partisan zu geben, weil sonst ist man schnell im Gulag oder Massengrab gelandet. Und das mit der Nordexpansion hat er eh probiert, die Allierten haben ihm aber recht schnell gezeigt wer Herr ist und wer Hund. Zum Glück, sonst hätte ich in einer Diktatur aufwachsen dürfen. Und kommen Sie mir jetzt nicht damit, dass er gg. Faschisten gekämpft hat. Das hat der Stalin auch, das macht ihn aber um keinen Deut weniger zu einen Massenmörder & Verbrecher.

Is Keynes alive?
21.09.2009 09:48
Bei uns ist jede Putzfrau jetzt ein Veteran...

diese Anzahl entspricht nicht der Realität. Würden Sie die Diskussionen bei uns verfolgen, dann wüssten Sie dies... Es gibt x Veteranen-organisationen und alle wollen nur unser Geld. Es wird Zeit mit diesem Unsinn aufzuhören. Lesen Sie bitte noch einmal diesen Artikel, vielleicht verstehen Sie ihn dann besserr...

Is Keynes alive?
21.09.2009 09:14
Ach ja,

Sie ziehen es also vor unter einem nationalsozialistischen Mörder namens Adolf Hitler zu leben, anstatt in den Widerstand zu gehen?! Alles klar! Seit wann argumentieren BZÖ bzw. FPÖ Burschenschaftler beim Standard?

Tito hat Jugoslawien befreit und das ohne Zweifel mit der Unterstützung der Mehrheitsbevölkerung! Oder glauben Sie er hätte die Heeresgruppe E der Wehrmacht unter GFM Löhr durch Gebete vertrieben? Genauso die italienischen, bulgarischen, ungarischen Okkupanten?! Weiter die lokalen Faschisten wie Ustaschen und Cetnici, Volksdeutschen Kulturbundler bzw. SS'ler, albanischen Nazis? Klar Sie gewinnen einen Krieg mit 10.000 Kommunisten gegen 16 Mio Bevölkerung???? Wer hat bei Ihnen die Gehirnwäsche betrieben? Die Abwehrkämpfer?

Warentester
21.09.2009 13:42

Schön was sie mir alles so unterstellen: Also erstens zöge ich es nicht vor, unter AH zu leben, anstatt in den Widerstand zu gehen. Allerdings würde ich dann schon schauen das ich nicht vom Regen in die Traufe, also vom einen Verbrecher zum nächsten kommen. Es gab ja auch Möglichkeiten, sich Verbänden anzuschließen, die nicht unbedingt durch Kriegsverbrechen glänzten (z.B. sich zu den Westalliierten und für diese zu kämpfen).
Und wo wir gerade beim Thema sind: Tito hätte nicht mal seinen eigenen Schuh befreit, wenn die Deutschen von den Alliierten nicht woanders aufgemischt hätten. Und ihre Aussage mit der Mehrheitsbevölkerung ist halte auch schwer zu beweisen. Tito war auch je nach Land unterschiedlich beliebt/verhasst.

Is Keynes alive?
23.09.2009 13:32
Tito

hat bereits im Sommer 1941 befreite Gebiete erkämpft... über Uzice in Serbien und dann in Bosnien. Bereits im Frühjahr 1942 kontrollierte ihr grosser Pavelic nur noch wenige befestigte Orte und die Gegend um Zagreb, des Zagorje und Teile Slavoniens.

Entweder Sie kenne sich nicht aus oder Sie wollen es nicht wahrhaben... Ihr Problem, nicht meines. Die Weltgeschichte werden Sie nicht umschreiben!

Warentester
23.09.2009 19:56

"Die Weltgeschichte werden Sie nicht umschreiben!"

Das brauche ich auch nicht. Ich habe nämlich kein Problem damit blutige Diktatoren, egal welcher Couleur (ob links oder rechts, oben oder unten), als das zu beschreiben was sie sind: Verbrecher. Und brauche mir daher mein Geschichtsbild nicht so zusammenzimmern, das ich einen von Ihnen doch noch den Heiligenschein aufsetzen kann, weils mir ideologisch passt. Und jetzt können Sie mir zum xten mal unterstellen, das ich ein rechts-rechter Revisionist bin, es wird deswegen doch nicht wahrer. Ich finde allerdings Leute mühsam, die berechtigte Linke Ansätze und Überlegungen dadurch diskreditieren, dass sie in Namen eines angeblich linken Weltbildes Verbrecher verteidigen.

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