Anleger-Anwalt

Anerkennung der Amtshaftung des Bundes

15. September 2009, 14:27

FMA hätte konzessionslose Banktätigkeit der AvW Gruppe AG verhindern müssen

Wien - In der Causa AvW-Genussscheine fordern die Anlegeranwälte Pascher & Schostal die Republik Österreich im Namen eines Anlegers zur Anerkennung der Amtshaftung auf. Die Anwälte werfen der Finanzmarktaufsicht (FMA) vor, sie hätte erkennen müssen, dass die AvW-Gruppe eine Konzession zur Entgegennahme von Anlegergeldern benötigt hätte.

Der von den Anwälten vertretene Anleger hatte in AvW-Genussscheine investiert und trotz Rückkaufauftrags im Oktober 2008 weder das eingesetzte Kapital noch den Oktober-Kurs seitens der AvW Gruppe AG ausbezahlt bekommen. Die FMA habe es unterlassen, das konzessionslose und damit rechtswidrige Entgegennehmen von Anleger-Geldern durch die AvW zu unterbinden, so der Vorwurf.

"Die FMA hat somit ihre Aufsichtspflicht verletzt und ist ihrem Schutzauftrag nicht nachgekommen. Hätte die FMA ihre Aufsichtspflicht wahrgenommen, wäre nicht nur der Schaden unseres Mandanten verhindert worden, sondern auch etwaige Kursmanipulationen hätten - auf Grund der umfassenden Prüfung der AvW Gruppe AG als Bank - rechtzeitig aufgedeckt werden können", so Anwalt Andreas Pascher. Die Wiener Kanzlei ist auf den Finanzmarktbereich spezialisiert und vertritt derzeit nach eigenen Angaben einige hundert geschädigte Anleger v.a. gegen AvW, Primeo (Madoff), Immofinanz sowie AWD. (APA)

csac3725
00
15.9.2009, 16:19
hauptsache der staat (= wir alle)

kommen für die verluste der gierigen anleger auf.

schluss_mit_lustig
00
20.9.2009, 23:20
Hauptsache die Gesetze werden eingehalten

Es ist zwar traurig wenn der Staat(=wir alle) für Schlampereien der FMA zahlen muss. Aber immer noch besser als KEIN Anlegerschutz.
Es ist unerheblich ob die betroffenen Anleger gierig waren oder nicht. Ich kenne die Anleger nicht - sie haben jedenfalls ein Recht darauf dass Gesetze eingehalten werden. Ist auch letztendlich für ganz Österreich wichtig.

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