Neues Projekt hilft dabei die eigenen Daten zu Google, aber auch von dort weg zu bekommen - Kritik an mangelnder Offenheit vieler Services
Mit der steigenden Nutzung von Online-Services stellen sich auch eine Reihe von neuen Herausforderungen. Wohl eine der relevantesten davon: Wie bekomme ich meine Daten aus einem solchen Angebot wieder heraus bzw. kann auf eine andere Lösung umsteigen?
Signalwirkung
Eine Frage, die bei zahlreichen Services nicht gerade trivial zu beantworten ist, Seiten wie Facebook oder Twitter machen selbst das Erstellen eines Backups nicht gerade einfach bzw. ist dies meist nur über Drittservices möglich. Nun setzt mit Google einer der mächtigsten Mitspieler in diesem Bereich ein deutliches Signal für eine größere Offenheit der Betreiber.
Transparenz
Mit der "Data Liberation Front" hat Google ein Projekt gestartet, das sich ganz der Transparenz gegenüber den NutzerInnen der eigenen Services verschrieben hat. Auf einer Webseite werden entsprechend nicht nur Tipps gegeben, wie man seine eigenen Daten bei Google importieren kann, sondern auch, wie man sie von dort wieder herausbekommt. Auch will man den einzelnen Google-Entwicklungsteams bei der "Befreiung" ihrer Anwendungen zur Hand zu gehen.
Vorsicht
Zusätzlich rät man den Internet-NutzerInnen aber auch zu mehr Vorsicht bei der Wahl der benutzten Web-Services. Schon vorab sollte man sich zentrale Punkte gut überlegen: Etwa ob eine Seite überhaupt die Möglichkeiten bietet, Daten zu exportieren, oder auch ob dies kostenfrei möglich ist, oder mit wieviel Aufwand solch ein Vorgang verbunden ist.
Aufforderung
Gleichzeitig zeigt man sich des Umstands bewusst, dass die eigenen Services in dieser Hinsicht keineswegs perfekt sind, entsprechend fordert man die NutzerInnen auf, ihre Vorschläge in diesem Bereich zu unterbreiten. (apo, derStandard.at, 15.09.09)