Google startet die "Data Liberation Front"

15. September 2009 11:16
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    grafik: archiv

    Der Name "Data Liberation Front" ist eine humoristische Anspielung auf einen Sketch (Die "Volksfront von Judäa" vs. die "Jüdäische Volksfront") in Monty Pythons "Das Leben des Brian"

Neues Projekt hilft dabei die eigenen Daten zu Google, aber auch von dort weg zu bekommen - Kritik an mangelnder Offenheit vieler Services

Mit der steigenden Nutzung von Online-Services stellen sich auch eine Reihe von neuen Herausforderungen. Wohl eine der relevantesten davon: Wie bekomme ich meine Daten aus einem solchen Angebot wieder heraus bzw. kann auf eine andere Lösung umsteigen?

Signalwirkung

Eine Frage, die bei zahlreichen Services nicht gerade trivial zu beantworten ist, Seiten wie Facebook oder Twitter machen selbst das Erstellen eines Backups nicht gerade einfach bzw. ist dies meist nur über Drittservices möglich. Nun setzt mit Google einer der mächtigsten Mitspieler in diesem Bereich ein deutliches Signal für eine größere Offenheit der Betreiber.

Transparenz

Mit der "Data Liberation Front" hat Google ein Projekt gestartet, das sich ganz der Transparenz gegenüber den NutzerInnen der eigenen Services verschrieben hat. Auf einer Webseite werden entsprechend nicht nur Tipps gegeben, wie man seine eigenen Daten bei Google importieren kann, sondern auch, wie man sie von dort wieder herausbekommt. Auch will man den einzelnen Google-Entwicklungsteams bei der "Befreiung" ihrer Anwendungen zur Hand zu gehen.

Vorsicht

Zusätzlich rät man den Internet-NutzerInnen aber auch zu mehr Vorsicht bei der Wahl der benutzten Web-Services. Schon vorab sollte man sich zentrale Punkte gut überlegen: Etwa ob eine Seite überhaupt die Möglichkeiten bietet, Daten zu exportieren, oder auch ob dies kostenfrei möglich ist, oder mit wieviel Aufwand solch ein Vorgang verbunden ist.

Aufforderung

Gleichzeitig zeigt man sich des Umstands bewusst, dass die eigenen Services in dieser Hinsicht keineswegs perfekt sind, entsprechend fordert man die NutzerInnen auf, ihre Vorschläge in diesem Bereich zu unterbreiten. (apo, derStandard.at, 15.09.09)

Kommentar posten
12 Postings
Tante Herbert
16.09.2009 17:07
Warum wird bei Google-Berichten immer zensiert??

Mucius Valerius Scapula
15.09.2009 20:45

Wers glaubt wird selig.

lumbricus
15.09.2009 13:57

Raus bekommen heißt, dass sie nicht mehr drin sind?
Dh. irgendein armer Depp klappert alle Bänder aus den Backups über Bandlaufwerke ab und schnippselt meine Mails raus?
(Nein ich weiß nicht, ob sie auf Bandlaufwerken Backups machen, aber in der Regel ist das nicht so einfach einzelne Daten aus _allen_ Backups zu entfernen.)

Es geht wohl mehr um einfachen Export, nicht ums unwiderrufliche löschen (was Google eher vorgeworfen wird, dass das nicht leicht ist). Aber gut find ichs trotzdem.

Christian90
16.09.2009 15:58

raus bekommen heisst raus bekommen und nicht löschen, sonst würd das löschen heissen ;-)

im endeffekt also nix anderes als zur import schnittstelle gibts jetzt auch eine export schnittstelle - zumindest hätt ich das so verstanden.

phainom
15.09.2009 11:45
?

Ist Google jetzt böse oder nicht?

Herzerzog Johann
15.09.2009 13:17
Der Wolf pflegt gelegentlich Kreide zu fressen ....

Strammer Max
15.09.2009 13:15

Wie das Meiste im Leben kann man wohl auch Google nicht in schwarz oder weiß einteilen.

Monopoly mit Hut
15.09.2009 13:14

Muss immer alles 100% positiv oder 100% negativ sein?

utility
16.09.2009 12:12
Wenns ums Google bashen geht

dann gibts für die meisten ja auch nur Schwarz und Weiß.

Muhu
 
16.09.2009 07:00

Ja! Wie soll man sich sonst im Leben zurecht finden?

Die Zensur gibt nach langer Beratung frei:
15.09.2009 12:07

Auf dieser Seite kann man Vorschläge machen.

Wenn Google die Vorschläge umsetzt, dann sind sie gut - sonst böse.

utility
16.09.2009 12:12
Hm

Das kommt aber auch auf die Vorschläge drauf an.

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