Konkurrenten des ORF sähen die Anstalt gerne werbefrei
Wien - Munter erfragt die APA, wer Donnerstag bei der Parlamentsenquete zum ORF was sagen will.
- Die Konkurrenten des ORF sähen die Anstalt gerne werbefrei wie jene in Frankreich, Spanien, Großbritannien, Skandinavien, bald auch Kroatien. Etwa Horst Pirker und Gerald Grünberger, Präsident und Geschäftsführer des Zeitungsverbands, RTL-Lobbyist Tobias Schmid, ATV-Chef Ludwig Bauer.
- Der Kommunikationswissenschafter Fritz Hausjell ist für Werbung im ORF, mit Beschränkungen, sofern seine Finanzierung "unabhängig von tagespolitischen Entscheidungen" gesichert ist. Zu groß sieht er den ORF nicht (Pirker schon).
- ORF-Redakteurssprecher Fritz Wendl findet, der ORF könne nicht stark genug sein wegen TV-Konkurrenz deutscher Privatsender und hoher Printkonzentration. Größe meine aber keine "unzeitgemäßen, aufgeblähten Strukturen".
Mittwoch diskutieren Experten in Puls 4 und Club 2 über den ORF. Donnerstagfrüh demonstriert "Pro ORF" vor dem Parlament. (red/DER STANDARD; Printausgabe, 15.9.2009)