Nach Erster-Mai-Demo in Linz

Menschenrechtsbeirat prüft Gewaltanwendung der Polizei

14. September 2009 14:20
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    Foto: apa

    In Linz waren am ersten Mai fünf DemonstrationsteilnehmerInnen festgenommen worden. Das Bündnis gegen Polizeigewalt fordert nun Ermittlungen gegen die Polizei.

Am Donnerstag findet der nächste Prozess gegen einen Demonstrationsteilnehmer statt

Nach dem Polizeieinsatz bei einer Demonstration am ersten Mai in Linz (derStandard.at berichtete) hat sich nun der Menschenrechtsbeirat eingeschaltet. Die zuständige Kommission des Beirates in Linz will den Vorwürfen der Gewaltanwendung der Polizei unter dem Gesichtspunkt der Wahrung der Menschenrechte nachgehen. Das bestätigt eine Referentin des Menschenrechtsbeirates gegenüber derStandard.at. Im Gremium sitzen RechtsexpertInnen des Verfassungsgerichtshofes, aus dem universitären Bereich, sowie VertreterInnen von NGOs. Der Beirat erstattet dem Innenministerium Bericht.

In Linz waren am ersten Mai fünf DemonstrationsteilnehmerInnen festgenommen worden. Eine Anklage wurde wieder fallen gelassen, ein Angeklagter wurde freigesprochen, ein weiterer - noch nicht rechtskräftig - zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Am kommenden Donnerstag folgt der nächste Prozess. Dem Angeklagten wird Widerstand gegen die Polizeigewalt vorgeworfen.

Kein Verhandlungstermin für Kunstuni Vize-Rektor

Für den prominentesten Angeklagten Rainer Zendron, den Vizerektor der Kunstuniversität Linz, gibt es nach wie vor keinen Verhandlungstermin. Allerdings wurden auf Weisung des Justizministeriums zwei der drei Anklagepunkte fallengelassen. Er war zweimal wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und einmal wegen schwerer Körperverletzung angeklagt worden. Übrig bleibt einmal der Vorwurf des Widerstands gegen die Staatsgewalt.

Bündnis fordert Ermittlungen gegen die Polizei

Das Linzer "Bündnis gegen Polizeigewalt und für Demonstrationsfreiheit", das nach den Geschehnissen des ersten Mai gegründet wurde, fordert nach wie vor Ermittlungen gegen die Polizei. Vanessa Gaigg, die Sprecherin des Bündnisses, fordert die Staatsanwaltschaft in einer Aussendung auf, Ermittlungsverfahren gegen die beteiligten Beamten einzuleiten. (rwh, derStandard.at, 14.9.2009)

Kommentar posten
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Frankensteins Fekter
20.10.2009 13:08

Wie es Österreich in die EU geschafft hat wird mir ein ewiges Rätsel bleiben.
Vermutlich ist dabei viel Schmiergeld geflossen.

Mario Rutar
17.09.2009 10:14

"Menschenrechtsbeirat"? Was ist denn das nun schon wieder für eine grüne Obszönität? Oder bloß kommunistische Umtriebe? Dem Geschrei nach zu urteilen sind die jedenfalls auf Spendentour...

suboptimal
 
17.09.2009 13:13
haha ... der gehört zum grün-kommunistisch-obszönen Innenministerium,

der Menschenrechtsbeirat.
Aber keine Bange, er ist völlig harmlos. Es liegt im Ermessen des Ministers, ob er den Beirat zur Beratung heranzieht oder nicht. Der Innenminister ist rechtlich nicht verpflichtet, den Beirat anzuhören oder auf dessen Empfehlungen zu reagieren.
*kugel*

Mario Rutar
17.09.2009 17:15

Na Gott sei Dank ist das so! Man kann Demokratie bekanntlich auch übertreiben...

Lichtfreak
20.10.2009 10:51
Und Medikamente

zu früh absetzen?

schneebrunzer
 
19.10.2009 17:20
*looool*

wo hamms dich denn rausgelassen??

jacques05
16.09.2009 22:50
ich schrieb nach den ereignissen von linz 5/1 unter...

anderem auch an die spö.
ich schrieb damals, wenn sich die sp in diesem fall nicht
eindeutig auf die seite des demokratischen rechtsstaates, auf die der demonstrationsfreieheit,
der menschenrechte stellt, wenn sie schweigt, wenn andersdenkende von der polizei rücksichtslos niedergeprügelt werden, was kommt dann als nächstes?
wenn die zeiten härter werden, und das werden sie mit sicherheit, erschießt man dann die jugendlichen?
mittlerweile erschießt die polizei jugendliche...
zwar kriminelle jugendliche, aber ich frage nun das
forum, die sp frag ich nie mehr, was kommt als nächstes?

pacatianus
 
25.10.2009 16:39
Was kommt als nächstes..

Als nächstes kommt Detlef Wimmer, der rechtsnationale Führer der Linzer Stadtwache der sich gerade vom Bürgermeister Dobusch umfangreiche Kompetenzen ausverhandelt.Wimmer möchte auch die Sicherheitskompetenzen des Bürgermeisters vom Veranstaltungswesen bis zur Sittlichkeitspolizei für sich und seine Truppe. An Demonstrationsfreiheit ist dann in Linz nicht mehr zu denken. Eine fixe Bastion der reaktionären Rechten in der Heimatstadt des Führers als Geschenk von der SPÖ.

Gizzlik
16.09.2009 20:02

ist echt lächerlich, die panikmache von einer bananerepublik bzw. von einem polizeistaat.

seids froh, dass in österreich lebts.

Verzweifelnd
17.09.2009 13:01

Passt. Vor 70 Jahren sicher auch...

Ultimo
17.09.2009 09:21
Wenn ihr Freund von einem Polizisten VERPRÜGELT wird,

ohne auch nur das gringste angestellt zu haben, sagen Sie ihm dann auch, er solle froh sein, in Österreich zu leben?

Ist es Panikmache, gegen repressive Gewalt sein?

Nein. es ist die Pflicht eines jeden demokratischen Bürgers, gegen Repression einzutreten. Nicht zu kuschen. Und nicht mit dem dümmsten aller "Argumente" herzukommen, anderswo ists ja noch viel schlimmer.

the cato eater
16.09.2009 10:45
hans a pestalozzi

hat mal gesagt:
"ein staat dessen macht auf der angst seiner bürger vor der polizei beruht KANN NICHT demokratisch sein"

solche gedanken kommen mir beim ansehen der polizeiprügelvideos. ach ja, wenn man bei einem skinheadüberfall die polizei zu hilfe ruft kann man lange warten.

flohimpelz
16.09.2009 11:28
Die müssen sich erst umziehen,

um als Polizisten von der anderen Seite zum Ort des Geschehens zu kommen.

silverbridge
15.09.2009 18:44
Immer diese Vermummten

Wen meinen Sie eigentlich mit die Vermummten? Eine Kopfbedeckung dient wohl kaum zur Vermummung, sonst müssten auch täglich dutzende Gentlemen mit Hut, die in den Fußgängerzonen der Innenstadt flanieren, niedergeprügelt und ausgesondert werden um dann Ihre Identität festzustellen.

Staatsgewalt bedeutet nicht das man mit brutaler Gewalt gegen friedliche Bürger vorgehen muss.
Eine Schläger darf nicht dazu legitimiert werden nur weil er eine Polizeiuniform trägt.

Michael Kolhaas
 
15.10.2009 06:11
Vermummen ist...

1 )... sich nach Möglichkeit gleich zu kleiden.
2) Helme mit getöntem Visier.
3) Sturmhauben, um selbst exzessivste Gewalt unerkannt auszuüben.
4) Ausweisverweigerung wie beispielsweise deutlich sichtbare Dienstnummer.

Ich wäre sehr dafür, dieses Gesetz endlich ernsthaft durchzusetzen...

suboptimal
 
15.09.2009 13:30
schon wieder Meineid-Bullen?

Irgendwie schaut das ja so aus, wie wenn das Justizministerium beim prominentesten Angeklagten Rainer Zendron zwei gefälschte Anklagen der Linzer Meineidbullen gleich im vorhinein kassiert hätte.

"Die Kollegen gaben an, sie hätten den Aktenvermerk ebenfalls unterschrieben, obwohl sie von den angeklagten Handlungen nichts gesehen hätten."
http://ooe.orf.at/stories/368228

Michael Kolhaas
 
15.10.2009 06:19
Ungeschulte Polizei

Beim Video

http://ooeapp1.orf.at/flash/fla... e=demo.flv

sind zwar die bei der Einsatzbesprechung zum Leiden abkommandierten Beamten zu sehen, aber deren schauspielerische Leistung ist denkbar schwach. Hier wäre ein Coaching durch Profifußballer zielführend, wie man sich kameragerecht vor Schmerzen windend am Boden wälzt. Denn so wird das nie was...

flohimpelz
15.09.2009 10:11
So etwas geht der Polizei

nur in Österreich durch - und das seit 1934.
Man hat das Gefühl als Bürger in einem Staat zu leben welcher der Polizei gegenüber dem Pöbel Alles durchgehen läßt, sogar Tote werden akzeptiert und schöngeredet.

cuba libre2
15.09.2009 15:28
1934

du bist wie die nazis. ein ewig gestriger........

NONE
15.09.2009 11:41

In Deutschland auch.

Papp Kamerad
15.09.2009 10:02
Das Ergebnis dieser Untersuchung durch den Menschenrechtsbeirat ist ein Indikator, ob selbiger nicht eh besser ersatzlos abgeschafft werden kann.

Claidheamh Mòr
15.09.2009 15:06
stellen Sie sich vor

dass bei der Untersuchung die TATSACHEN (ohne Mauern oder Schoenfaerberei) publik wuerden - welchen Einfluss haette das dann auf die bevorstehenden Landtagswahlen ?

Eben.

en toute conscience
 
15.09.2009 14:19
Das Ergebnis dieser Untersuchung durch den Papp Kamerad ist ein Indikator, ob selbiger nicht eh besser ersatzlos abgeschafft werden kann.

Ultimo
15.09.2009 09:33
Soll sich bitte jeder selbst ein Bild machen, anhand von Polizeiinformationen:

Das Video, dass ein Beamter gemacht hat, sieht man hier:
http://www.youtube.com/watch?v=q94XHQc77qw

Ein Faksimile des Polizeiberichts, der die gefilmte Szene beschreibt, findet man hier:
http://josefbarth.com/wp-conten... olizei.jpg

Der Bericht beschreibt, was geschah, bevor die Beamten den Schlagstock einsetzten. Also etwa bei 0:30 im Video.

Es ist jeder eingeladen, sich das Material anzuschauen und sich ohne ideologische Vorurteile ("Prügelpolizei", "chaotische Randalierer") eine Meinung bilden.

imax
15.09.2009 16:43
Woher soll jemand bei diesen Prügel-Polizisten und Zuständen im Land noch wissen

ob er es nicht bereits mit einer rechtsextremen Staatsgewalt zu tun hat? Wir haben doch auch Rechtsextreme im Parlament. Hier fehlt durch ständige Skandale schon jegliche Vertrauensgrundlage in Polizei und Justiz!
Wer wie diese Polizisten dermaßen offen aggressiv und feindselig gegen jugendliche Kommunisten vorgeht, die nur ihr Demonstrationsrecht ausüben, kann politisch nicht neutral sein.
Diese Polizei sollte dringend von kompetentem Personal in Staatsbürgerkunde nachgeschult und untersucht werden. In unserer Verfassung sind antifaschistische, demokratische Grundsätze verankert, Antifaschisten sind NICHT DER FEIND! Da müssen einige etwas grundlegend falsch verstanden haben.
Fekter meinte mal sie suchen Polizisten und nähmen JEDEN!

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