Einstiges Kinder- und Jugendheim soll bis 2012 Wohnanlage werden
Wien - Die Zukunft der Wiener "Stadt des Kindes" ist fixiert - und sie besteht nicht im lange Zeit erwarteten Totalabriss, sondern einem Teilerhalt und einer Revitalisierung. Einige der Bauten des Architekten Anton Schweighofer bleiben in dem am Montag präsentierten Konzept erhalten und werden adaptiert. Zugleich werden neue Elemente in das in den frühen 1970er Jahren entstandene einstige Kinder- und Jugendheim integriert. So sollen in Penzing insgesamt 190 geförderte und 62 freifinanzierte Wohnungen entstehen.
Familienhäuser bleiben
Das Gebäude mit Hallenbad, Sporthalle und Gemeinschaftsraum, sowie die beiden gegenüberliegenden Familienhäuser bleiben als geschlossenes Ensemble erhalten. Die Familienhäuser werden insgesamt 36 geförderte Mietwohnungen beherbergen. Drei neue Familienhäuser, zwei Wohnbauten anstelle des früheren Personalhauses und Wirtschaftstrakts und zwei gänzlich neue Wohnbaumodule werden insgesamt 216 größtenteils geförderte Eigentumswohnungen bieten.
Die Gesamtbaukosten betragen rund 37 Mio. Euro, wobei acht Mio. Euro Förderungen fließen werden.
Der Baustart ist für Frühjahr 2010 angesetzt, die Fertigstellung für Mitte 2012 geplant.
Die "Stadt des Kindes" fungierte zwischen 1974 und 2002 als Kinder- und Jugendheim der Stadt. Dann wurde die Anlage im Zuge der Heimreform, nach der über die Stadt verteilt Wohngemeinschaften eingerichtet wurden, geschlossen. Eine Schutzwürdigkeit sah das Bundesdenkmalamt trotz Protesten nicht gegeben, weshalb nach einigem Hin und Her nun das vorliegende Konzept erarbeitet wurde.
Eine Weiterführung des Gebäudeensembles als Kinder- und Jugendheim wäre
nach heutigen sozialpädagogischen Grundsätzen nicht mehr möglich
gewesen, unterstrich Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (S). Außerdem sah
man sich schlechter Bausubstanz und mangelndem Wohnkomfort gegenüber.(APA)