Verteilen statt Vernichten

14. September 2009, 19:19

"Über-Lebensmittel" zu verwerten statt zu entsorgen ist leichter gesagt als getan. Doch für die Nutznießer wird das (Über)Leben sehr viel leichter.

Damit in Wien nicht länger täglich mehr Brot weggeworfen als in Graz oder Linz gegessen wird - und damit gerade die Ärmsten das tägliche Brot und sonstige "Über-Lebensmittel" kostenlos oder leistbar erhalten - wurden vor zehn Jahren zwei Bahn brechende soziale Privatinitiativen gegründet.*

Wiener Tafel und Sozialmarkt nutzen, jede auf ihre Weise und höchst geschickt, die Schwächen der Wegwerfgesellschaft um den Schwächsten zu helfen. Doch angesichts 70.000 Tonnen vernichteter Lebensmittel allein in Wien sind auch die Grenzen ihrer Aktionsmöglichkeiten durchaus schmerzhaft: "Ein Viertel des Wiener Hausmülls besteht aus unverbrauchten Lebensmitteln. Die Hälfte davon ist noch original verpackt. Mehr als ein Drittel des Inhalts von Biotonnen im Handel sind brauchbare Lebensmittel. Täglich werden in Wien rund 13.000 kg Brot vernichtet. Über 100 Tonnen Tiefkühlprodukte gelangen jährlich wegen nahendem Ablaufdatum gar nie in den Handel", so die Wiener Tafel.

All das kann ebenso wenig gerettet und wiederverwertet werden wie die 25 Prozent Backwaren, die nach einer Boku-Studie direkt im Müll landen. Ebenso wenig dürfen "aus lebensmittelrechtlichen Gründen ... Lebensmittel von Privatpersonen ..., Caterings, Buffets oder Großküchen" übernommen werden.

Man könnte hinzufügen, dass in Österreich so viele Arzneimittel ungeöffnet im Sondermüll landen, in dem sie besonders kostspielig entsorgt werden müssen, dass der Wert der weggeworfenen Medikamente bereits das gesamte Defizit der Krankenkassen übersteigt. Wäre das nicht auch eine wertvolle Aufgabe für neue NGO-Initiativen, am besten zusammen mit der Apothekerkammer? Warum wagen wir eigentlich von den "selbstverwalteten" Sozialversicherungsträgern, die ja die sündteure Vergeudung kostbarer Heilmittel bezahlen müssen bzw. unsere eigene Wegwerf- und Verschwendungswirtschaft uns alle selbst bezahlen lassen, seit Jahrzehnten keine einzige, große, originelle Innovation mehr zu erwarten? Ist verteilen statt vernichten nur privater Initiative, aber parastaatlichen Einrichtungen nicht zumutbar?

Statt kostenintensiver und umweltbelastender Entsorgung versorgt die Wiener Tafel mit den im Handel unverkauften Lebensmitteln, die von rund 130 Firmen davon 70 regelmäßig gespendet werden, über 75 professionelle Sozialeinrichtungen als Kooperationspartner etwa 7.500 der aller ärmsten Personen in der Bundeshauptstadt - Wohnungslose, Flüchtlinge, sozial schwache Familien.

Bei Soma spenden 1.000 Firmen, davon etwa 500 und "alle großen Lebensmittel- und Konsumgüterfirmen" regelmäßig, neben 200 weiteren Sponsoren. Etwa 30.000 Menschen haben derzeit einen SOMA-Einkaufspass, davon 5.000 in Linz (bei zirka 15.000 Bedürftigen), 9.000 in Wien (davon allein 7.000 in der Neustiftgasse). Die Verantwortlichen schätzen, dass etwa zehn Prozent der berechtigten Einkaufspass-InhaberInnen gleichsam als Stammkunden die höchstzulässigen drei Mal wöchentlich kommen. Brot ist gratis und täglich erhältlich, ½ kg pro Person und eine Süßigkeit wie Mohn- oder Nußstrudel für jedes Familienmitglied. Die Kauftkraftsteigerung bei maximaler Nutzung kann bis über eine Verdoppelung der Mindestsicherung reichen. (Bernd Marin/DER STANDARD, Printausgabe, 15.9.2009)

  • Alle bisherigen Kolumnen von Bernd Marin finden Sie auf der Website www.euro.centre.org

  • 27.5.2011
    • "LIFE" is Life? [80]

      Einfach unglaublich, wie ältere Mitarbeiter in der privatisierten ehemaligen Staatsindustrie behandelt werden. Noch können sie in die Frühpension flüchten

  • 30.4.2011
    • "Des Ano": Unglück durch Wohlfühlpolitik [149]

      Frühpensionen sind überwiegend weder unvermeidlich, noch unfreiwillig, noch erhöhen sie Wohlfahrt und Wohlbefinden. Sie sind vielmehr sündteuer subventioniertes Unglück.

  • 2.4.2011
  • 31.3.2011
  • 26.2.2011
    • Aktive Senioren [200]

      "Eines ist unbestritten: Wenn wir so weitermachen, geht es in den Abgrund", weiß sogar der Seniorenbundobmann. Doch was folgt daraus für wen?

  • 15.2.2011
    • SOS Quotenmänner! [299]

      Diese Kolumne ist reine "Männersache", nicht für Frauen. Hoch an der Zeit, unter uns Klartext zu reden.

  • 1.2.2011
    • Rating-Meinungshandel [17]

      Schon im Jänner 2009 wurde die Rolle der "großen drei" Ratingagenturen im globalen Finanzcrash als Hehler statt als Marktgendarmen angesprochen*. Seither wissen wir noch mehr über ihre Fehlurteile und Korruption. Doch nichts geschieht, Regulierungsversuche des Binnenmarktkommissars waren ebenso erfolglos wie der US Securities and Exchange Commission (SEC). Der nächste Kollaps wird vorbereitet - und damit Unruhen in Europa?

  • 18.1.2011
    • Klassekanzler Kreisky [67]

      Volkskanzler wird man durch den Respekt und die Zuneigung der Menschen, die natürliche Autorität und kluge, für sie vorteilhafte Staatskunst verspüren. Worin Kreisky Recht hatte, und wovon wir bis heute zehren. Worin Staatsmacht (Kanzler)Klasse zeigt. Warum er uns fehlt - und wem nicht.

  • 4.1.2011
    • Märchenonkel [60]

      Zu den langlebigen Ursprungs-Mythen der Zweiten Republik gehört die angebliche Drittel/Drittel/Drittel-Regel. Doch es gibt sie gar nicht - weder als Verfassungs- noch als einfaches Gesetz. Auch diese chronische Unwahrheit eine „Tochter der Zeit“.

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1 2
zerohero
01
16.9.2009, 11:46

Trotz allen Diskussion und Geplänkel über Kapitalismus, Wegwerfgesellschaft, usw. hier im Forum sollte man betonen, dass Einrichtungen wie die Wiener Tafel sinnvolle Arbeit leisten. Klar sollte es in einem reichen Land nicht notwendig sein, dass es so etwas geben muss, trotzdem ist es gut, dass es die Tafel gibt und das es Leute gibt die sie unterstützen. Einen ausführlichen und informativen Artikel über die Tafel und ihr deutsches Pendant gibt's auch in der aktuellen medianet-Ausgabe: http://www.medianet.at/primenews... krieg.html

Das Medikamentenbeispiel schockiert mich allerdings auch sehr. Da sollte sich aber auch jeder selbst bei der Nase nehmen, meiner Meinung nach wird einfach viel zu schnell ein Pulverl eingeworfen.

franz der freie
 
12
15.9.2009, 09:33
weg mit den agrarsubventionen und kostendeckende preise .

niemand wird dann noch brot wegwerfen.

Chris Quast
10
15.9.2009, 14:58

du bist auch ein festes deppenfeisterle.

100000 "arbeitslose" mehr vs. minimale preisreduktion beim brot. das verhältnis zwischen rohstofferlös und verkaufsendpreis, ist wahrscheinlich ähnlich wie näherinnenlohn in bangladesh vs. jeanspreis beim h&m.

gute idee die näherinnen in bangladesh noch mehr auszuquetschen damit bei uns die jean um ein paar € billiger wird.

wenns nicht gegen ösibauern geht, liest man ja von solchen denkschemata hier im standard eher weniger.

goldstandard
00
15.9.2009, 09:32
Kaufkaraftsteigerung - Verdoppelung der Mindestsicherung

Bitte wie soll das gehen??? Im Sozialmarkt kann man insgesamt um 30 Euro pro Woche einkaufen. Es gibt nur gewisse Produkte. und soviel kann man gar nicht essen oder im Haushalt verbrauchen, dass man noch einmal auf 733,-- Euro monatlich kommt.

Bernd Marin
01
15.9.2009, 17:39
Kaufkraftsteigerung durch Hebelwirkung "symbolischer Preise"

Die Kaufkraftsteigerung entsteht durch die Hebelwirkung "symbolischer Preise" für Waren, die maximal 1/3, häufig nur 1/10 oder sogar noch weniger kosten als marktüblich. Das erhöht die Kaufkraft bei regelmäßiger höchstmöglicher Nutzung enorm, weit über die tatsächlichen Ausgaben hinaus. Theoretisch kann das mehr ausmachen als die Mindestsicherung, selbst wenn sie 14 Mal bezahlt würde. Sie haben aber Recht, dass beschränktes Sortiment und begrenzte Einkaufsmöglichkeiten für SOMA-Einkaufspass-Inhaber/Innen diese Hebelwirkung ebenfalls begrenzen. Über die Logik von Sozialmarkt-Wirtschaft und Schätzungen über die Vorteile für Nutzer/Innen demnächst.

Happel, Ernst
11
15.9.2009, 09:30
In einem der 10 reichsten Länder der Welt

sollte es eigentlich nicht notwendig sein müssen, das es solche Einrichtungen gibt....

the comedian
 
84
15.9.2009, 05:34
bernd der edle ritter

nach jahrelangen predigten im sinne von mehr privat weniger staat, findet es der gute bernd voll in ordnung, dasz immer groeszere bevoelkerungsteile sich von dem ernaehren duerfen, das andere wegwerfen.
jetzt legt er noch ein schaeuflein drauf, und versucht uns den konsum bald abgelaufener oder angebrochener medikamente schmackhaft zu machen.
ein, zwei monate leben in der gosse und der gute bernd wuerde diese reine symptombekaempfung gesellschaftlicher probleme nicht mehr zynisch wie ein naives kind bejubeln.
auf selbsternannte experten ala bernd kann verzichtet werden. keine kolumne mehr fuer bernd!

Meine Wenigkeit mit viel Senf
01
15.9.2009, 11:28
Die Pharmakonzerne,

die mehr als die Hälfte ihrer Einnahmen in Marketing und Werbung stecken, sind sich aber nicht zu schade, abgelaufene Medikamente als großartige Nothilfe in Krisengebiete zu schicken.

Dass man die dort bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit gleich ungeöffnet kübeln kann, will man die Patienten nicht vergiften, ist einkalkuliert. So spart man nämlich teure Entsorgungskosten in Europa!

Anders ausgedrückt: Bis kurz vor dem Müllexport in 3.-Welt-Länder werden diese Medikamente sachgerecht gelagert. Das heißt, sie wären sehr wohl noch bei uns anwendbar. Aber dann wären sie keine doppelte Einsparung, sondern ein Verlustposten.

Das nennt man - glaub ich - modernes Unternehmensmanagement...

readymate
00
15.9.2009, 11:02
Lieber sollen arme Leute


solange Kohldampf schieben, bis sie Revolurion machen, gell...!

.

Ja wenn das so ist - dann Prost!
 
13
15.9.2009, 09:46
SIe gehören zu jenen Typen, die Freibier für alle fordern.


Aber: Wer von der Gesellschaft etwas haben will, muss langfristig auch etwas geben.

Einen Durchfütterungs-Sozialstaat, dem Sie und Ihresgleichen stets das Wort reden, kann und wird es nicht geben.

Übrigens: Ablaufdaten werden sehr streng angesetzt, damit das Lebensmittel / Medikament auch unter widrigen Bedingunge (hohe Temperaturen, z.B. in südlichen Ländern) sein Datum halten kann. Daher denke ich, dass statt einem Ablaufdatum eine Art "Ablauftabelle" angegeben werden sollte.

lessismore
212
15.9.2009, 04:53

Nach soundsoviel Jahren "Marktwirtschaft" können sich soundsoviele Menschen nicht genug Essen leisten.

Das steht irgendwie anders im Prospekt, oder?

verinus
12
15.9.2009, 11:37

kennens ein besseres system? ich mein eines das funtkioniert? ich net...was aber heissen soll es gibt keins

Ausgeflippter Lodenfreak
22
15.9.2009, 10:55

Der Kapitalismus versprich nicht den Hunger oder die Armut auszurotten, sondern einen möglichst großen Wohlstand für möglichst viele und die Freiheit und Chancen den eigenen Wohlstand zu erhöhen. Auch ist er das System in dem die Summe der Wirtschaftsleistungen am höchsten ist. Im Kommunismus z.B. wurde vom Staat quasi das getan, was jetzt die Caritas bei uns macht (billiges Brot verteilt). Nur war das nicht nur für die ärmsten der Bevölkerung nötig, sondern für fast die gesamte Bevölkerung.

koyaanisqatsi
22
15.9.2009, 14:56
falsch...

der kapitalismus führt zu einer konzentration des kapital auf wenige personen und kapitalgesellschaften.
das märchen, dass man mit arbeit reich werden kann glaubt heute kaum noch jemand.
chancengleichheit, ja aber wo ?
beginnend bei der bildung über ererbtes kapital zu staatlicher förderung vieler bereiche gibt es keine chancengleichheit.
und freier markt ?
nicht vorhanden. defacto-kartelle beherrschen den markt. das ziel ist gewinn, nicht wohlstand vieler.

Ja wenn das so ist - dann Prost!
 
11
15.9.2009, 09:51

Führen wir den Kommunismus ein!

Der kann es besser!

tablespace65
20
14.9.2009, 23:29
Was soll das Herumgejammere?

Natürlich ist es bedauerlich, dass jeden Tag unglaubliche Mengen an "verwertbaren" (= essbaren) Lebensmitteln einfach weggeworfen werden. Natürlich ist es unsinnig und unverantwortlich, dass tagtäglich Unmengen an nicht gebrauchten Pharmazeutika im Müll entsorgt werden.

Aber alle die von B. MARIN angesprochenen und kritisierten Phänomene spiegeln einfach nur wider, dass wir uns in einer "Überflussgesellschaft" befinden. In Zeiten, in denen es ganz einfach "unwirtschaftlich" ist, etwas reparieren zu lassen (seien es Schuhe, ein TV-Gerät, ein Kühlschrank oder ein Bücherregal), muss man sich halt damit abfinden, in einer "Wegwerfgesellschaft" zu leben...

abc9
11
15.9.2009, 11:21
+++ vollkommen richtig +++

Das Empören der meisten Konsumenten wäre größer wenn mal um 10min vor Ladenschluss ihr Lieblings-glutenfreies Spezialbrot nicht mehr da wäre, als wenn sie 10% mehr zahlen müssen.

Und wehe es gibt keine Avocados mehr. Ja will soll denn dann mein Kind all die benötigten Vitamine bekommen ?

Noch ist es so, dass der Großteil der Menschen in Ö Geld im Überfluss hat. Aber die Armut frisst sich langsam und unaufhörlich von unten nach oben.

X Y
00
15.9.2009, 13:40
Ja warum die wohl ein glutenfreies Brot wollen, Sie Schlaumeier?

Das Brot zerkrümelt, nicht umsonst ist das Gluten der Haftstoff, ohne den Backwaren schwer auskommen. Der Geschmack ist als gerade-noch-essbar einzustufen. Aber einem Zöliakiekranken ist das eigentlich wurscht. Er will nämlich nicht den nächsten halben Tag mit fürchterlichen Bauchkrämpfen und Durchfall verbringen.
Zum Kühlschrank des Vorposters: der kann nicht so einfach zu Hause repariert werden, falls es überhaupt Teile gibt. Nein, der muss 2x transportiert werden, was dann noch billig kommt gegen die anfallenden Arbeitszeitkosten. Natürlich kann man auch Preisfairness einführen und die Steuer 5fach erhöhen, so dass sich die Reparatur auszahlt. Dann können sich die hier angesprochenen Armen halt keinen Kühlschrank leisten. Auch ein Weg!

par in parem
00
15.9.2009, 12:14

fakt ist dass man spezialbrote oft nicht mal am morgen bekommt. Außerdem find ich es ziemlich unpassend auf kranken rumzuhacken, die ihr bestes geben um ihre arbeitsfähigkeit zu erhalten und weil sie eben arbeiten erst am abend einkaufen gehen können.

EinWenigMehrZentral
10
14.9.2009, 22:20
vielleicht liegt das problem in der überproduktion - darüber sollte der autor einmal nachdenken .....

und im förder- und subventionsdschungel im agrarbereich ..... wo die weltkonzerne auch noch für absurditäten gelder erhalten, damit wir es dann wegschmeissen können .......

woher kommt nur dieser sinneswandel - gehen die themen aus?

andreas lamers
 
01
15.9.2009, 12:32
weil

essen knappheit keine problem loest sondern nur unruhen hervorruft und tote. genuengend esse (oder zuviel eben) ist eine grundlage fuer ein gesundes langes leben. aber sie sehnen sich sicher an die zeit zurueck wo man brot mit saegemehl strecken musste, fleisch fuer die meisten menschen hoechsten 1-2 mal im jahr leistbahr war wo eltern ihre kinder nicht mehr ernaehren konnten. das was es immer noch in anderen teilen der welt gibt haben wir bei uns abgeschaft. durch frieden und produktsteigerung, das man gerade lebensmittel nicht auf den punckt produzieren kann (was uebrigens auch keine herstellende fabrik kann) sollte klar sein

alsowirklich
02
14.9.2009, 22:56

Warum so suderhaft negativ?
Sein'S doch froh über den Sinneswandel!

dhl
02
14.9.2009, 20:22
Wie wäre es mit dem Verteilen von nicht verkauften Zeitungsauflagen?

Ausgenommen ein Blatt, das sich nach diesem Land benennt.
Dieses zu verteilen, wäre nämlich Umweltverschmutzung.

Gerhard Müller
00
15.9.2009, 13:29
aber dieses Fellnerblatt

wird doch von Anfang an gratis verteilt!!

Ich habe noch nie gesehen, dass das irgendwer bezahlt hätte.

andreas lamers
 
00
15.9.2009, 12:36
hier in irland

ist die stadtzeitung (3 davon werden zugestellt)gratis, leben nur von der stadt und den anzeigen

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