3,5 Millionen junge Deutsche erstmals an den Urnen
Berlin - Noch nie zuvor waren in Deutschland so viele
Erstwähler zur Bundestagswahl aufgerufen wie in diesem Jahr. Nach
Angaben des Bundeswahlleiters können am 27. September rund 3,5
Millionen Deutsche erstmals ihre Stimme abgeben. Die 1,7 Millionen
Frauen und 1,8 Millionen Männer stellen rund 5,6 Prozent der 62,2
Millionen wahlberechtigten Deutschen.
Die bevorzugten Parteien der Wähler bis 25 Jahre bei der
Bundestagswahl 2005 waren laut repräsentativer Wahlstatistik die SPD
(36,9 Prozent) und die Union (26,4 Prozent). Vor allem aber die
kleinen Parteien profitierten von den jungen Urnengängern. 10,9
Prozent wählten die Grünen, 11,1 Prozent die FDP. Damit lagen die
beiden Parteien bei den Jungwählern bis zu 2,8 Punkte über dem
Bundesdurchschnitt. Für die Linke entschieden sich 7,8 Prozent der 18
bis 25-Jährigen. Das waren zwar 4,1 Punkte mehr als 2002, aber etwas
weniger als das damalige Gesamtergebnis.
Niedrige Wahlbeteiligung
In der Gruppe der Jung- und Erstwähler lag die Wahlbeteiligung bei
der letzten Bundestagswahl 2005 mit 70 Prozent deutlich unter dem
historisch schlechten Bundesdurchschnitt von 77,7 Prozent. Die
niedrigste Wahlbeteiligung zeigte die Altersgruppe der 21- bis unter
25-Jährigen mit 66,5 Prozent. Ältere Menschen über 60 Jahren waren
hingegen die aktivste Gruppe. Insgesamt zeigte die Wahlbeteiligung in
den vergangenen Jahren, dass die politische Partizipation mit dem
Alter steigt. (APA)