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Wien - Bereits in einigen wenigen Jahren dürften die chronischen Lungenerkrankungen weltweit die dritthäufigste Todesursache sein. Dem entsprechend groß ist die Bedeutung des Europäischen Lungenkongresses (ERS-Kongress), der am Sonntag in Wien begonnen hat und bis 16. September dauert. Rund 20.000 Teilnehmer werden erwartet. Bessere Diagnoseverfahren und Therapien stehen im Mittelpunkt, hieß es Sonntag bei der Eröffnungs-Pressekonferenz.
"Elektronische Nase" zur Luftkontrolle
Ein Punkt, so Ildiko Horvath von der Budapester Semmelweis-Universität, ist die "elektronische Nase": Aus der Atemluft sollen Geräte eventuell Hinweise auf Krankheiten ablesen können. Ein "Geruchs-Abdruck" soll dazu dienen, möglicherweise sogar Lungenkrebs frühzeitig zu "erschnüffeln". Ziemlich nah an der Realität ist die Messung von Stickstoffmonoxid (NO) bei Schwangeren mit Asthma, um die Qualität ihrer Einstellung zu bestimmen.
Laut der Expertin auch bereits in Entwicklung sind Systeme, mit denen man die lokale Anwendung von Arzneimitteln in Form von Sprays verbessern könnte: Nanopartikel - also Partikel, die nur wenige bis einige tausend Moleküle einer Wirksubstanz enthalten - könnten hier eine Verbesserung bringen, weil es bei ihrer Anwendung zu einer besseren Verteilung der verwendeten Substanz in der Lunge kommen soll.
Verbesserte Therapie von COPD absehbar
Ein besonders wichtiges Thema ist die die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Allein in Österreich leiden an dieser klassischen Raucherkrankheit mehr als 500.000 Menschen. Die bisherigen Therapien - vor allem lang wirksame Bronchodilatoren, Tiotropium als sogenanntes Anticholinergikum und eventuell Cortison-Inhalatoren, haben nur eine beschränkte Wirkung. Hier könnte ein lang wirksames Medikament mit dem Wirkstoff Indicaterol eine Verbesserung bringen, ebenso der selektive Phosphodiesterase-4-Hemmer Roflumilast. Laut einer erst vor kurzem in der angesehenen britischen Medizin-Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Untersuchung kann dieses Arzneimittel sogar zu einer Verbesserung der Lungenfunktion von COPD-Patienten führen. (APA)
In einer neunstündigen Operation verpflanzten Ärzte einem Mädchen, das ohne Luftröhre auf die Welt kam, eine mit Stammzellen "besiedelte" Kunststoffröhre. Die Operation war erfolgreich - das Mädchen wird wieder essen, trinken und sogar sprechen können
Es gibt unzählige Inhalatoren auf dem Markt, deren Anwendung nicht immer einfach ist. Abhilfe schaffen Videos der Deutschen Atemwegsliga, die Schritt für Schritt die richtige Inhalation erklären
Eine Patientin berichtet im Rahmen des Lungenkongress ihren Weg von der Erstdiagnose bis zur Lungentransplantation
Heilbar ist die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung zwar nicht, durch die richtige Ernährung können aber Folgeschäden vorgebeugt und das Wohlbefinden gesteigert werden
Manche Kranke mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung haben öfter akute Krisen - Infektionen und Stress als Auslöser
Ectoin, das aus Bakterien gewonnen wird, könnte Abhilfe bei Lungenentzündung und COPD verschaffen. Dies haben deutsche Forscher nachgewiesen
Nadel beim Kalenderaufhängen zwischen die Lippen geklemmt - Ärzteteam in einem Linzer Krankenhaus entfernte sie mit speziellem Endoskop
Kleine Spiralen falten die Lunge und verbessern so die Atmung bei Patienten mit überblähter Lunge, sind Mediziner der Uni-Klink Ulm überzeugt
Bei der Bestimmung des Schweregrades der typischen "Raucherkrankheit" COPD reicht die technische Prüfung der Lungenfunktion nicht aus
Wichtigstes Mittel zur Bestimmung der Lungenfunktion ist die Spirometrie - Regelmäßiges Training kann Krankheit positiv beeinflussen
Unzureichender Zugang zu Diagnose, Reha und Behandlung bei COPD - Krankenkassen honorieren Therapieprogramm nicht
Medikament hemmt Entstehung entzündungsfördernder weißer Blutkörperchen; eine generelle Verbesserung der Lungenfunktion ist allerdings nicht gegeben
Jeder zehnte Österreicher über 40 Jahre ist behandlungsbedürftig - Betroffene sind immer jünger - Rauchen, Passivrauchen und inhalative Schadstoffe sind die Ursache
Spenderorgane fehlen - Lungen-Lebendspende als Alternative nur für kleine Patientengruppe geeignet
Österreichweite Untersuchungsaktion: 20 Prozent der Getesteten mit Hinweisen für eine obstruktive Lungenerkrankung
Bevölkerung fürchtet sich trotz hoher Inzidenz mehr vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Diskussion über Behandlungsstandards in der Pneumologie
Neuer Ansatz zur Bekämpfung von Lungenödemen - Eiweißmolekül soll natürliche Barriere "wieder errichten"
Leipziger Mediziner starten Studie zur lungenschützenden Wirkung von ACE-Hemmern
In einzelnen Fällen gibt die Atemgasanalyse bereits Hinweise bei Lungenkrankheiten
Atemwegsverengung oft nur ein Begleitphänomen der Herzinsuffizienz
Korrekte Handhabung der unterschiedlichen Inhalationsgeräte ist Voraussetzung für optimale Wirkung
Manche Menschen haben ein erhöhtes Risiko - Gute Behandlungs- und Prophylaxemöglichkeiten
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