Spitzenmanger und Bonibanker werden zu "Feindbildern" erklärt, schüttelt es die oberen Dreihundert. Nichts als Neid schlage ihnen entgegen. Aber irgendwie scheinen die etwas durcheinander gebracht zu haben. Wenn die Winner in einer The-Winner-Takes-It-All-Ökonomie die Loser verlachen und ihnen nicht einmal Krümel gönnen, sie anherrschen, sie müssten den Gürtel enger schnallen, sich einfach anstrengen (auch wenn sie den Gürtel längst aufgegessen haben), das würde man doch normalerweise eher unter "Neid" verstehen. Oder nicht? Jahrelang hat die westlichen Gesellschaften dieser "Kralle-Dir-was-Du-kannst-und-wer-nichts-hat-ist-selber-schuld"-Geist durchweht. Und der verzieht sich nicht so leicht. Das, was die Neidigen "Neiddebatte" nennen, ist wahrscheinlich die nützlichste Sache der Welt.
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Ohne einer willfährigen Politik und einem noch willfährigeren Staat, der die durch und durch kriminellen Elemente an der Spite der Gesellschaftspyramide vor dem gerechten Zorn der Angeschmierten schützt, wäre die kriminelle Anhäufung von Reichtum auf Kosten der ALlgemeinheit nicht möglich gewesen. Da ist schon so etwas wie eine tiefer gehende Revolution notwendig. Fragt sich nur, wie verhindern, dass diese so wie viele andere schief läuft ... Daher: für eine radikale Aufklärung und eine echte Demokratie, in der nicht eine Minderheit über die Mehrheit herrscht.
...die immer weiter auseinanderklaffende Ungleichheit in der Vermögensverteilung selbst zu lösen:
Da Geld quasi einen gesellschaftlichen Kontrakt darstellt und heute (ohne Golddeckung etc.) nur mehr daraus seinen Wert bezieht, führt die zunehmende Konzentration der Vermögen an der oberen Spitze der Pyramide im Endpunkt zum Zusammenbruch des Geldsystems und zur Auflösung der virtuellen Vermögen. (Viel Spaß den Haltern von Staatsanleihen :)
Der wirklich weise Vermögende würde so für gerechte und gütige Verteilung seiner Kapitalmassen sorgen um deren Wert längerfristig zu erhalten.
Da es diesen anscheinend nicht gibt (er hätte seinen Sinn sonst nicht in der Anhäufung von Zahlen gesucht) ist das Geldsystem weiter am Weg zur Implosion.
wie misik richtig erkennt: dass die einen millionnen fuers nichts tun bekommen ist nicht ursache sondern bloß Symptom
1.) die "gier" debatte rueckt das aber ins zentrum. und suggeriert damit dass hier ursache und loesung zu finden waeren. aber wenn die managerInnen sich einwenig bescheiden ist damit noch nicht viel gewonnen. die vielen anderen probleme des kapitalismus bleiben bestehen.
2.) die "gier" debatte suggeriert dass die probleme "einem menschlichem wesenszug" in diesem falle eben der "gier" entspringen wuerden. die folge daraus ist damit eine konservative moraldebatte. ein bisschen beten und ein bisschen spenden und damit wachen die managerInnen ihre schuld schon rein und alles ist gut?
siehe auch:
http://qummunismus.at/p/a69
http://hdr.undp.org/en/, Herr Misik.
Get a haircut and get a real job :-)
... woraus schließen Sie, daß die Habgierigen (oder wie auch immer Sie diese Herrschaften zu betiteln pflegen) ärmere Menschen als Neider bezeichnen?
Ich gehe mal davon aus, daß es den Reicheren im Schnitt ziemlich egal ist welchen Gedanken andere so nachhängen.
Daher sehe ich diese Diskussion als ziemlich unnötig an, solange nebenbei auch noch die Definitionen von Manager, Reichtum und Art der Boni fehlen.
natürlich ist die debatte um die boni eine neiddebatte. diese gehört schon geführt, sollte aber nicht im vordergrund stehen, sie zielt nämlich nicht auf die wurzel des übels ab. sie ist nur medial besser verkäuflich und lenkt von essentielleren reformen des finanzsystems ab.
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