OS-Wars

Linux Foundation: "Microsoft soll endlich mit den Angriffen aufhören"

12. September 2009, 15:32

Linus Torvalds und sein Team sehen eine IT-Branche, die auf beiden Säulen aufsetzt - Endlose Klagen und Patente als Hindernisse

Microsoft soll endlich seine sinnlosen Angriffe auf Linux unterlassen - so die klare Botschaft von Linux Foundation-Vorstand Jim Zemlin in seinem Blog-Eintrag mit dem Titel "Protecting Linux from Microsoft (Yes, Microsoft Got Caught)". Das feindliche Vorgehen Microsofts gegen das freie Open-Source-Betriebssystem gehe vollkommen an der Realität vorbei und würde der wachsenden Zahl von AnwenderInnen, die ihre Infrastruktur mit Produkten aus beiden Welten ausstatten, absolut widersprechen.

Patentstreitereien

Zemlins Kommentar ist der vorläufige Höhepunkt einer Patent-Diskussion, die durch den Verkauf früherer Microsoft-Patente an das Open Invention Network (OIN) und die Klage von Microsoft gegen TomTom losgetreten wurde. Das OIN kauft Patente auf, um sicherzustellen, dass diese diese nicht für Klagen gegen Linux verwendet werden können. Microsoft wiederum klagte TomTom aufgrund der verwendeten Open-Source-Implementation des Dateisystems FAT.

Eine klare Richtung

Diese Klage zeige, worum es Microsoft eigentlich ginge, und dass der Konzern trotz aller Beteuerungen und Aktionen - etwa der Gründung der Codeplex Foundation, der WebStandard berichtete - keine Handschlag-Qualitäten aufweise. Linux soll attackiert werden, egal wie groß die Verbreitung und Bedeutung auch immer sei. Dessen müsse man sich bewusst sein,  Microsoft wiederum solle seine Position überdenken und sich den Gegebenheiten am Markt anpassen.

Ein Sieg gegen Microsoft

Den Kauf der früheren Microsoft-Patente durch das OIN wertet Zemlin als großen Erfolg für Linux und einen wesentlichen Schritt um Microsofts Strategie begegnen zu können. Zemlin geht davon aus, dass Microsofts Beweggründe klar auf ein Ziel hindeuten - Patente sichern und diese dann gegen Linux-Firmen einsetzen. "Durch den gezielten Verkauf von Patenten, die Linux betreffen, will Microsoft nur Unsicherheit, Zweifel  und Angst bezüglich Linux schüren, ohne dafür aber die Linux Community öffentlich attackieren zu müssen. Der Deal der OIN zeigt die Mechanismen auf, die die Linux-Industrie entwickelt hat, um diese Vorgehensweise zu unterbinden."

Wichtige Säulen

Linux habe seinen Platz erobert und sei integraler Bestandteil in der IT-Welt. Microsoft sollte sich daher überlegen, ob eine echte Zusammenarbeit und ein friedliches Nebeneinander nicht der bessere Weg für die Zukunft wäre. Einmal gebe sich Microsoft betont  offen und mache Zugeständnisse, dann wieder werde aufs Schärfste gegen Linux gewettert. Eine wachsende Zahl von Unternehmen setzt auf beide Säulen und will Kompatibilität und Interoperabilität sichergestellt wissen - dem könne sich Microsoft nicht ewig verschließen.

In Ballmers Ohr

"Unternehmen, die ein offenes Ohr bei Microsofts-CEO Steve Ballmer haben, sollen Microsoft sagen, dass sie die Patent-Tricks des Konzerns nicht mehr sehen wollen, da diese nur die Zusammenarbeit in der Infrastruktur erschweren. Lasst uns hoffen, dass sich Microsoft  entscheidet voran zu gehen und am Markt Veränderungen einzuleiten, anstatt die Attacken weiterlaufen zu lassen.(red)

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Posting 1 bis 25 von 142
1 2 3 4
Dust von Dust
01
16.9.2009, 15:31
id Software and Linux

http://ttimo.vox.com/library/p... linux.html

Linux players represent about 5% of the QuakeLive population, which is in line with the company's previous releases. Nothing new there, releasing Linux versions has always been a matter of higher code quality, good software architecture, and technical interest for the platform.
...
As far as idTech 5 (the Rage engine), it runs on PS3 and Mac already. Setting up idTech 5 to run on those platforms early on in our development cycle was a direct result of carrying Linux/Mac support in idTech 4 beforehand. It is likely i will be involved with idTech 5 in the near future, I'll be damned if we don't find the time to get Linux builds done.

also gute neuigkeiten! :)

Cepheus
02
14.9.2009, 07:41
Lieber Apell, aber...

MS ist ein in den USA börsenotiertes Unternehmen. Damit MUSS der ShareHolderValue maximiert werden, wenn nicht, kann das eingeklagt werden! Folglich werden die Softwarepatente sobald es MS schlecht geht eingesetzt, weil sie schlichtweg dazu verpflichtet sind.

Die Lösung wäre es die depperten Softwarepatente abzuschaffen, aber ich glaube das erlebe ich nimmer.

Dekkard
00
4.10.2009, 16:54
Ja, aber...

...sind solche Fälle nicht extrem selten? Mir fällt auf Anhieb nur Kirk Kerkorian ein, der damals Daimler Chrysler verklagt hat, nachdem Jürgen Schrempp nur Mist gebaut hat, und Kerkorian ohnehin sauer war das Chrysler an die deutschen ging. Ob MS Shareholder tatsächlich MS verklagen wenn die nicht rigoros gegen Open Source Leute vorgehen? Kann ich mir kaum vorstellen...

Naeich
 
12
13.9.2009, 20:44
Der Schulhof-Bully

wird nicht aufhoeren und wird weiterhin von jedem seinen Obulus kassieren. Da helfen Appelle gar nix. Wenn, dann koennten bessere Schulregeln die Sache in den Griff bekommen, aber davon ist weit und breit nichts zu sehen.

Vize.
05
13.9.2009, 15:27
Soviel ich bisher gesehen habe,

ging es Linus darum, ein gutes OS zu haben und MS, möglichst den Markt und die Welt zu beherrschen.
Gehe ich falsch in der Annahme?

Jo Boe
05
13.9.2009, 19:15

Und beide haben ihr Ziel erreicht.

Vize.
50
13.9.2009, 13:57
Heimwerkerkönig: „Bereits als Xerox die GUI einführte, “

Wann und was war das denn?

Heimwerkerkönig
 
04
13.9.2009, 14:20
Sogar zu faul....

... um die allwissende Müllhalde zu befragen.
Schämst du dich nicht?

Dekkard
00
4.10.2009, 16:55
Die allwissende Müllhalde...

...ist klüger als die meisten Tageszeitungen dieser Welt.

Vize.
01
13.9.2009, 14:02
hier

http://en.wikipedia.org/wiki/Hist... _interface
gefunden.... (ich staunte über das „Einführen“; schauen genügt meistens ;))

interessant und hübsch
 
43
13.9.2009, 13:02

wenn man nicht versteht das es hier um:

proprietär vs OSS

und nicht

Windows vs Linux

geht, erübrigt sich jede weitere Diskussion.

Die Fülle an Themenverfehlungen ist wirklich enorm. Wieso muss dieses Thema ein emotionales sein? Wir sind hier ja nicht im KronenZeitungs-Forum, darum bitte ich sie alle sachlich zu bleiben.

Danke

interessant und hübsch
 
13
13.9.2009, 14:16

Wenn man das alles dennoch emotional aufnimmt, sich daher beleidigt fühlt und einem die Gegenargumente ausgegangen sind:

verteilt man einfach rote Stricherl!


irgendwie süss

M. P.1
10
13.9.2009, 13:32
Falsch!

Man kann propietäre Software herstellen und dennoch OSS-freundlich eingestellt sein, oder zumindest ignorieren.

Es geht hier eigentlich um Microsoft vs. Rest der Welt (nicht einmal nur OSS, weil MacOS kriegt genauso sein Fett ab und das ist nicht OSS).

sssSCH
01
13.9.2009, 12:14
Marktwirtschaft?

"Microsoft sollte sich daher überlegen, ob eine echte Zusammenarbeit und ein friedliches Nebeneinander nicht der bessere Weg für die Zukunft wäre."
Windows und Linux sind nunmal Konkurenzprodukte. Und nach allen Regeln der BWL sollten Konkurenten bekämpft werden. Der Wettbewerb gegen freie Software kann aber nur mit solchen fragwürdigen Mitteln erfolgen weil man weder billiger sein noch die Konkurenz aufkaufen kann. Kooperation würde nur Sinn machen, wenn sich die Zielgruppen kaum überschneiden würden.

Meine Prognose: Es wird weitergehen und Microsoft kann nicht gewinnen.

Meine Wenigkeit mit viel Senf
01
14.9.2009, 08:39
Die Regeln

der BWL haben uns gerade eine nette Wirtschaftskrise beschert.

Georg-99
00
21.9.2009, 21:04

Die Gier wars mein Freund, die Gier!

Und die daraus entspringende Kreativität wird noch so manchen Regeln trotzen, das war nicht die erste Krise und es wird auch garantiert nicht die Letzte sein ...

Fink Lowrider
00
13.9.2009, 14:39
den Kampf um den embedded Mobile Markt

verliert M$ gerade - Symbian usw. mal außen vor.
Im industriellen embedded Markt ist linux in machnchen bereichen auch extrem am wachsen. Im high end server
bereich top500.org kann es sich jeder selber anschaun.
Mir egal ich setze auf linux.

chelene chirsch
11
13.9.2009, 21:43
alles frage der sichtweise

die top500 sind wissenschaftliche rechner, das hat mit dem rest der welt (wie auch betriebssysteme) erschreckend wenig zu tun. im gegenteil, bei SAP würden die meisten top500er kläglich versagen.

was sagt es also aus ? manche menschen glauben eben, mit ubuntu auf der festplatte und openoffice in den schlagzeilen würde die welt besser sein. arm, eigentlich.

Georg-99
00
21.9.2009, 21:02

Arm sind die die glauben eine sozialere Welt wäre nicht besser ...

chelene chirsch
00
22.9.2009, 08:57

wahrlich arm sind jene, die meinen, dass produkt Y aus der welt eine sozialere machen würde.

wie kommens eigentlich auf die schnapsidee ?

Georg-99
00
22.9.2009, 16:23

Eine Verbreiterung von Linux am Desktop würde zu einer Verbreiterung von OpenSource am Desktop beitragen und das wiederum zu einer Verbreiterung von OpenSource im professionellen Bereich,
und da OpenSource nicht nur bedeutet, dass die Software gratis und frei verfügbar ist, sondern auch, dass der Source Code und der *gesamte* Entwicklungsprozess einzusehen ist, würde dass weiters auch mehr Chancengleichheit bedeuten für Menschen die keinen Zugang zu (teuren) Bildungseinrichtungen, sondern lediglich einen Internetzugang, haben.

Und wir sprechen hier immerhin von der nicht so unwichtigen IT-Branche, also wenn das nicht sozialer ist!!!

Von der Rettung der Welt war ja nie die Rede!

Was ist daran nicht zu verstehen?

chelene chirsch
00
24.9.2009, 00:48
stimmt nicht.

die klassiker am desktop - mozilla in allen mutationen und openoffice - habens locker ohne linux geschafft.

die chancengleichheit ist auch so eine halbwahrheit - quelloffene, teure software macht ja für menschen in finanziell klammen situationen deswegen auch nichts besser. ich finde basiswerkzeug wie compiler und kleine sdks ja wichtig, aber ob der rattenschwanz dahinter wirklich gratis-OS, freeware, shareware, CS-gratis, CS-teuer oder selbstgebastelt nach RFC oder auch gar abandonware sein mag...

ausserdem möchte ich dir als quereinsteiger in den lowrider-thread nochmals kurz bedeuten, dass die top500 für normalsterbliche ungefähr so relevant wie openVMS am laptop sind.

Georg-99
00
24.9.2009, 15:26

Was bitte stimmt denn nicht?

Ich hab ja niemals behauptet, dass es diese Klassiker ohne Linux nicht geschafft hätten, sondern lediglich .... ach lies doch selber!!

Und dass mehr Chancengleichheit gegeben ist je mehr state of the art software OpenSource ist, das ist ja wohl offensichtlich so, brauch ma net drüber diskutieren, und wennst noch so viel Romane schreibst!!

Und auf die top500 hab ich nie Bezug genommen!

chelene chirsch
00
24.9.2009, 19:18

ein motorrad hilft nicht unbedingt, den absatz von supertrap auspufftöpfen anzukurbeln.
ein segelschiff kann - muss aber nicht - den absatz an leinentuch ankurbeln.

linux am desktop... wird otto-5-applikationen weder verändern noch sonstwas.

mit der chancengleichheit widersprichst dir ja schon wieder - opensource muss ja nicht gratis sein, damit ist die chance ja schon wieder dahin. die schwanz beissende katze, es liegt ja doch nur am preis.

und die top500 sind thematisch immer noch interessant, da sie für generelle szenarien komplett wertlose informationen liefern, aber in debatten immer angeführt werden. das ist wie mit dem mähdrescher am pannoniaring zu fahren...

Georg-99
00
24.9.2009, 21:06

Also das was ich unter OpenSource verstehe, nämlich Software die unter einer OSI-approved Lizenz steht, ist garantiert gratis (und nicht nur das).

Und je mehr state of the art software von dieser Sorte ist, desto mehr Chancengleichheit ist gegeben, is ja wohl klar.

Falls du unter OpenSource was anderes verstehst solltest dich mal ein bisserl schlau machen was die sogenannte Community drunter versteht und welche Ideologien, abgesehen vom praktischen Nutzen, eigentlich dahinter stehen.

Dann kömma weiter diskutieren, gell,

lg

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