Michael Moore: "Du sollst nicht töten"

28. Jänner 2004, 12:22
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Der frisch gebackene Oscar-Preisträger fühlt sich durch die Reaktionen auf seine Rede bestätigt

Washington - Der amerikanische Filmemacher Michael Moore, der mit seiner Anti-Kriegs-Rede bei der Oscar-Verleihung Sonntag Abend Aufsehen erregte, hat in einem CNN-Interview seine Beweggründe dafür erläutert. Vor der Oscar-Nacht habe er in Los Angeles eine Messe besucht. So wie wohl die Mehrheit der Amerikaner fühle er sich einem bestimmten Wertesystem verpflichtet und wolle für das Gebot "Du sollst nicht töten" eintreten. Der Irak stelle keine unmittelbare Bedrohung für die USA dar, die eine Selbstverteidigung rechtfertigen würde, betonte Moore Dienstag Abend.

20 Millionen Zugriffe auf seine Website

Mit seiner Rede habe er auch für jene die Stimme erheben wollen, die nicht gehört würden, sagte Moore. Durch die Reaktionen, wie etwa 20 Millionen Zugriffe auf seine Website und viele begeisterte E-mails fühle er sich im nachhinein bestätigt. Der Filmemacher räumte allerdings ein, dass er auch negative Reaktionen erhalten habe. "Das ist das Großartige an unserem Land, dass jeder seine Meinung frei äußern kann", schloss er.

Michael Moore gewann für den Film "Bowling for Columbine" den Dokumentarfilm-Oscar und nutzte die Gelegenheit zu einer flammenden Anti-Kriegs- und Anti-Bush-Rede, die in den Rufen "Wir sind gegen diesen Krieg" und "Schämen Sie sich, Herr Bush" gipfelte. (APA)

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