Codeplex

Microsoft gründet Open Source-Stiftung

11. September 2009, 10:20

Codeplex soll Zusammenarbeit von Herstellern kommerzieller Software und der Open Source-Community fördern

Software-Riese Microsoft hat eine Non-Profit-Stiftung gegründet, mit der einen Brücke zwischen der Open Source-Gemeinde und Herstellern proprietärer Software geschlagen werden soll. Die Codeplex Foundation soll die Zusammenarbeit von Entwicklern freier und kommerzieller Software fördern, wie in einer Aussendung bekannt gegeben wurde. Ziel sei es unter anderem, dass Entwickler kommerzieller Software Code frei geben.

Startkapital von Microsoft

Codeplex soll als Forum für Unternehmen dienen, um ihr Engagement an Open Source-Projekten intensivieren zu können und andere Stiftungen in dem Bereich ergänzen. Das Startkapital stellt Microsoft zur Verfügung. Interimistischer Präsident der Stiftung ist Microsofts Platform-Strategie-Chef Sam Ramji, im Beirat sitzen unter anderem Miguel de Icaza von Novell, MySQL-Gründer Monty Widenius und Larry Augustin von SugarCRM.

Keine Berührungsängste

Beobachter fragen sich allerdings, vor welchem Hintergrund Microsoft die Stiftung initiiert hat. "Schaut man sich beispielsweise die Codebeiträge zum Linux-Kernel an, findet man unter den Top 10 mit IBM, Novell, Oracle und Parallels gleich vier Firmen, die auch proprietäre Software verkaufen. Zudem gibt es immer mehr Open Source mit kommerziellem Hintergrund", schreibt Oliver Diedrich von heise Open. Die Berührungsängste zwischen kommerziellen Sofware-Herstellern und der Open-Source-Gemeinde seien nicht so groß, wie von Microsoft angesprochen. Man müsse sich aber erst die konkrete Arbeit der Stiftung ansehen, denn die Ziele seien bis jetzt eher schwammig formuliert. (red)

 

Das ist Hund Putzi, das ist Katze Mietzi
00
18.9.2009, 13:51
bald...

...wird es microsoft basissoftware kostenlos geben. ob allerdings open-source, das wird sich weisen.

drusiusingomar
00
14.9.2009, 09:37
Codeplex

Gibts doch schon seit Jahren!

salenoz
 
10
11.9.2009, 19:30

Vielleicht schafft MS es hier, einmal vorzupreschen!

Sollte Linux wirklich immer wichtiger werden (mal sehen...) und MS hilft mit, Windows und Linux gut zu verbinden, und das noch mit OpenSource, dann kann man wirklich nicht mehr meckern.

Und bevor die Verschwörungstheorie kommt, MS würde gemeine Codes einschmuggeln: Bin mir sicher, jede MS Codezeile wird von Novell persönlich geprüft ;-)

Robert Dunkelwand
 
10
11.9.2009, 12:55

Die sollten sich lieber mal um Ihre Hyper-V Treiber im Linux-Kernel kümmern...weil wenn die nicht bald mal wieder gepflegt werden fallen die wieder aus dem Staging-Bereich.

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