Eurobarometer

EU-Skepsis nimmt langsam ab

10. September 2009, 17:43

78 Prozent der Österreicher fühlen sich als Europäer - EU-Kommissionsvertretung Kühnel bestätigt "positiven Trend"

Wien - Erleichterung bei der EU-Kommissionsvertretung in Wien: Die jüngste "Eurobarometer"-Umfrage förderte zutage, dass mittlerweile 41 Prozent der Österreicher die EU-Mitgliedschaft „für eine gute Sache" halten. Immerhin 47 Prozent der mehr als tausend Befragten meinen, dass das Land davon, insgesamt gesehen, Vorteile hat. Und sogar 78 Prozent fühlen sich als Europäer.

Richard Kühnel, Leiter der Kommissionsvertretung in Österreich, führt den „positiven Trend" unter anderem auf die Wirtschaftslage zurück. Denn die Österreicher hätten gesehen, dass diverse Maßnahme in Brüssel gesetzt wurden, um der Krise zu trotzen. Die Stimmung in Österreich steige an und stabilisiere sich, bestätigte Harald Pitters vom Gallup-Institut.

Zur Erinnerung: Von Herbst 2005 bis zum Frühjahr 2007 erreichte das Vertrauen in die EU den Tiefststand. Nur mehr 32 bis 36 Prozent der Landsleute hielten in diesem Zeitraum die Mitgliedschaft beim europäischen Klub für "eine gute Sache". Zum Vergleich: Im EU-Schnitt liegt die Zustimmung bei dieser Frage stets über 50 Prozent. Kühnel angesichts der jüngsten Umfrage, die nur mehr eine Kluft von 11 Prozent zum Durchschnittswert von 53 Prozent ausweist: "Die Zeit der großen Empörung ist vorbei - aber großes Feiern ist auch nicht angesagt."

20 Prozent für einen Austritt

Frauen und ältere Semester sind gegenüber der EU nach wie vor skeptischer eingestellt als Männer und junge, gebildete Leute. Als wichtigste Probleme, die die EU anpacken möge, gaben 43 Prozent die "wirtschaftliche Situation" und die Bekämpfung der "Arbeitslosigkeit" an, 30 Prozent "die steigenden Preise und die Inflation" sowie 14 Prozent die "Einwanderung".

Interessant auch, was die Österreicher mit der EU assoziieren: 55 Prozent verbinden die Union mit dem Euro, 46 Prozent mit der Reisefreiheit - und gar 46 Prozent mit steigender Kriminalität. Laut Pitters würden aber nur mehr 20 Prozent einen Austritt befürworten. (Nina Weißensteiner, DER STANDARD, Printausgabe, 11.9.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 253
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Walter Bimini
82
26.9.2009, 23:05
die eu propaganda ist manchmal unfreiwillig komisch

"78 Prozent der Österreicher fühlen sich als Europäer " was will man uns damit weißmachen? daß die bewohner dieser kleinen halbinsel asiens europäer genannt werden? wurden sie nicht schon sehr lange so genannt? oder will man darauf hinweisen, daß sich erst 22% nicht-europäer in europa aufhalten?

Walter Bimini
11
27.9.2009, 14:15
jetzt habe ich schon die nächste rechtschreibreform vorweggenommen.

Hefeweizerlbier
02
27.10.2009, 12:25
Kleinschreibung?

ceterum censeo faymanem esse d...
15
22.9.2009, 08:45
Die EU-Skepsis nimmt nur deshalb ab, weil...


... das Pöbelblatt nicht mehr dagegen wettert!

papa_ratzi
00
28.10.2009, 14:01

österreich, krone, heute, alles täglich, die woche,....
Präszisieren Sie bitte! ;-)

Fred Fido
34
17.9.2009, 17:38
Die senkung der telefontarife ist ds werk der

ach so bösen EU.

social unrest
53
14.9.2009, 11:28
da wurde ja mal wieder eine äußerst

repräsentative personengruppe befragt

oder diese meldung ist nichts weiter als plumpe propaganda

Der Wählerwille
 
11
27.10.2009, 18:14
na .. tuts eh weh?

solang die krone nicht den österreichern ständig die böse EU um die ohren haut scheinen sich die österreicher doch tatsächlich eine eigene meinung zu bilden ... huiiii .. da schrein aber die EUphobiker.

Fred Fido
25
15.9.2009, 18:56
Natürlich muss eine umfrage

die ein anstieg der zustimmung zur EU zeigt, gefälscht sein.
Nur umfragen, die hohe ablehnungen zeigen, können richtig sein.
An sonsten geben die befragten nicht ihre wirkliche meinung wieder oder glauben völlig unberechtigter weise, für die EU zu sein.

per verser
51
17.9.2009, 08:01

zahlt er eh gut, der erwin?

Fred Fido
12
17.9.2009, 17:28
Der schelm denkt, wie er ist.

per verser
40
20.9.2009, 19:55

ihr schwarzen müßt das wissen.

JA zum EU-Austritt
33
12.9.2009, 14:04
Warum die EU nur Scheindemokratie bieten kann

Univ.-Prof. Karl-Albrecht Schachtschneider bringt es mit folgenden Worten auf den Punkt:

***Die Demokratie setzt die kleine Einheit voraus. Ohne die Nähe der Menschen, ohne einheitliche Sprache, ohne gelebte Öffentlichkeit ist allenfalls eine formale Demokratie (Wahlen), nicht aber eine materiale Demokratie der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit möglich. Die Vielzahl (der Pluralismus) der Republiken, in der ein Mensch lebt (Staat, Länder, Kommunen, Universitäten, Berufsverbände, Kirche usw.) gibt dem politischen Einfluß eine Chance. Große Einheiten mögen mächtig sein (und gefährden durch ihre Macht den Frieden in der Welt). Sie sind aber weder (im substantiellen Sinne) Republiken noch gar demokratisch. Demokratie setzt den.....

Andreas Prucha
10
27.10.2009, 21:29

Warum gilt dann die Schweiz als Demokratie (unterschiedliche Sprachen)
Warum gehen die USA als Demokratie durch (sehr gross)

Es kommt eben nicht auf die Grösse oder die Sprache an, sondern auf den Willen der Menschen zur Zusammenarbeit.

Der Wählerwille
 
00
27.10.2009, 18:16
womit sie grade bewiesen hätten dass zb deutschland keine demokratie sein kann ..

oder in kurzen worten ... wer demokratie mit nationalstaat verwechselt leidet unter fortgeschrittener themenverfehlung.

Fred Fido
04
17.9.2009, 17:37
So gesehen ist weder Österreich

noch die Schweiz eine demokratie.
Das schafft noch nicht einmal Favoriten.

Die zeit der stadtstaaten, in denen nur eine kleine gruppe "freie männer" abstimmen konnten, ist schon etwas länger vorbei.

Porqué no te callas?
03
17.9.2009, 16:35

schachtschneider - loooooooooooooooooool - da merkt man wieder wie uninformiert du bist.

aber propaganda von realität zu unterscheiden setzt eben ein wenig hirnschmalz voraus - was bei dir fehlt.

JA zum EU-Austritt
41
12.9.2009, 14:07

.......wirklichen Einfluß der Menschen auf die Politik voraus, nicht betreuende Vormundschaft, sondern materiale Selbstbestimmung. In Europa sind die tragfähigen kleinen Einheiten die Völker, die bestmöglich in föderalisierten und kommunalisierten Staaten leben. Die Einebnung der Nationen führt in Europa zum Ende der Demokratie und zum Ende der Freiheit, aber auch der Gleichheit und vor allem der Brüderlichkeit.***

Der Wählerwille
 
12
27.10.2009, 18:18
die grössten einebner sind die nationalstaaten .. erst die EU bietet die möglichkeit und den rahmen

zum überleben der kleinsten einheiten.

ihr nationalstaatler seits schuld am verschwinden der europäischen kleinstidentitäten.

und .. eure ideologie is grad mal knappe 200 jahre alt (in österreich noch wesentlich jünger) .. und schon wird sie zu grabe getragen .. pardauz!

das schmerzt .. schon klar.

aiuto
14
13.9.2009, 10:00
Föderalismus, demokratische Legitimierung

na und?
da könnte man doch etwas daran ändern.
Noch nie etwas von Föderalismnus gehört?
Der müßte halt einmal ernsthaft auf europäische Ebene diskutiert werden.
Ein EU-Austritt ist sicher keine Lösung, weil alle Staaten ja mittlerweile voneinander abhängig sind.
Es gehört nur die Frage einer Verfassung und die demokratische Legitimierung einmal ernsthaft diskutiert.

sag mir alles
38
11.9.2009, 23:35
diese headline halte ich für gerücht

im gegenteil
nur es dringt nicht bis zu den medien - die medien haben die ohren verstopft und hören den menschen einfach nicht zu.
über die EU wird mehr denn je geschipft - denn immer mehr bürger kommen drauf wie der hase in brüssel läuft - allein schon der ungeheuerliche schmäh mit den glühbirnen.
diejenigen wenigen die von der EU abzocken können sind erfreut - millionen eu-bürger werden stattdessen nur verarscht.

Acaloth
26
12.9.2009, 01:19

Gnaz ehrlich...solange wir uns wochenlang über GLÜHBIRNEN aufregen.....muss es uns seeehr gut gehen wenn das unsere einzigen Probleme sind.

JA zum EU-Austritt
43
12.9.2009, 14:10

Es gibt eh wesentlich größere EU-bedingte Sorgen, welche die Bürger drücken und in aller Mundes sind, akutell allen voran die aufgezwungene EU-Verfassung.

JA zum EU-Austritt
21
12.9.2009, 14:13

...in aller Munde sind, aktuell...

cotta
14
11.9.2009, 19:39
Wenn's im Standard steht,

dann wird's schon stimmen. Oder nicht?

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