US-Senat stimmt für Einreisegebühr

  • Mit den Einnahmen soll eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des Tourismus
mitfinanziert werden.
    foto: apa/mohammed jalil

    Mit den Einnahmen soll eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des Tourismus mitfinanziert werden.

Zehn Dollar Gebür für Kurzaufenthalte in den USA. Einnahmen sollen der Tourismusförderung dienen. Von der Europäischen Union kommt Kritik

Washington - Mit überwältigender Mehrheit hat der US-Senat für eine Einreisegebühr von 10 Dollar (6,89 Euro) für ausländische Besucher gestimmt. Die parteiübergreifende Vorlage wurde am Mittwoch mit 79 gegen 19 Stimmen angenommen. Mit dem Einreisegeld soll eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des Tourismus mitfinanziert werden. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss das Repräsentantenhaus noch zustimmen. Das Vorhaben ist bei der Europäischen Union auf scharfe Kritik gestoßen.

Der Entwurf sieht die Einführung einer Eintrittsgebühr für Reisende vor, die für Kurzaufenthalte in den Vereinigten Staaten kein Visum benötigen. Dies gilt unter anderem für die meisten Europäer. Seit Jänner müssen sich Bürger aus betroffenen Ländern spätestens 72 Stunden vor ihrer Abreise in die USA über ein Online-Portal bei den US-Behörden registrieren. Über dieses Portal soll nach den im US-Kongress diskutierten Plänen auch die Eintrittsgebühr von zehn Dollar erhoben werden.

Konservative Kritiker im Kongress bemängeln, dass die Regierung damit Arbeit übernähme, die Aufgabe des Privatsektors wäre. Die Tourismusbranche und Abgeordnete aus stark von der Rezession betroffenen Staaten unterstützen die Vorlage hingegen. Die Tourismusindustrie sieht nach eigenen Angaben in der gemeinnützigen Gesellschaft lediglich eine Ergänzung privater Werbekampagnen. Im vergangenen Jahr reisten rund 58 Millionen Besucher aus dem Ausland in die USA, 2001 waren es nach Angaben des Handelsministeriums mehr als 51 Millionen. (APA)

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20 Postings

Bulgarien,Türkei,Polen,Ägypten,Kuba,Argentinien,Indonesien, Kenia und Bali machen es genau so. Was bitte soll das Problem sein?

Wir in österreich haben in vielen Bundesländer Nächtigungsabgaben

wo man pro Nacht bis zu 2€ zahlen muss.

ist in der Türkei und in Ägypten nicht anders

nur heißt es dort offiziel "Visum", in Wahrheit ist es eine Einreisegebühren, was die Türken auch offen zugeben...

ich hoffe, dass die EU von den US-Bürgern jetzt ebenfalls kassiert, aber dann EUR 10,-

Also ich find´s supa


Die Leute, die (berechtigterweise) nicht mehr in die USA fahren, weichen auf andere Ziele aus - u.a. Österreich, oder andere Regionen Europas.

Gebühren für Amis? Nur weil sich jemand selbst in den finger schneidet, muss ich das nicht nachmachen. die sind schon genug gestraft. Die Amis sind Leute, die im Urlaub sehr viel Geld ausgeben ... soll uns recht sein!

Also Gebühren ja bitte, besser sogar 100 EUR.

Stimmt, wenn ich NY sehen will fahr ich nach Mistelbach - genial!

Die klauen die guten Ideen der DDR

Die haben auch schon Einreisegebühren verlangt, damit sie an westl. Devisen kommen. Die USA will wohl an unsere Euros kommen! ;-)

Wie dumm kann man sein?

Wie will man mit einer Einreisegebühr den Tourismus stärken? Hallo! Das ist abschreckend (genauso wie die Einreisebestimmungen)!

jedenfalls sollte die EUropäische Union ebenso eine Einreisesteuer für US-Bürger einheben. Vieleicht das Körpergewicht in Euro? Das Geld sollte dann für Entwicklungshilfe verwedent werden...

Wie zahlt man denn bei ESTA,

wenn man sich aus Gründen der Selbstdisziplin eine Kreditkarte verkneift?

Ganz einfach - Boykott

so sehr ich die faszinierenden landschaften in den usa mag - nicht mehr hinfahren, wenn man nicht beruflich muss; ein weiterer einbruch bei den tourismuszahlen bringt die damen und herren (eventuell) zum nachdenken .

mach dich nicht lächerlich. solche gebühren oder eben "visa" mit gebühren verlangen doch die hälfte der länder. manche nennens auch "flughafensteuer".

Nicht kritisieren liebe EU,

sondern für alle Amerikaner die selbe Gebühr einführen, und Sie den Reisenden nach Amerika auszahlen.

Warum diese Aufregung

Fremdenverkehrsabgaben zahlt man in Österreich, Deutschland, Holland .....
Da nehmen uns die Amerikaner einmal als Vorbild!

habe in USA nie so was wie Fremdenverkehrsabgabe bezahlt. Die $10 sind doch nichts, bzw pea nuts.
Wieder ein Sturm im Wasserglas. Na und?

Bei uns zahlt man aber nicht extra für die Einreise, oder hab ich da was verpasst? Außerdem: Wenn sich die Tourismusbranche schon so drüber beschwert, dass zu wenig Leute ins Land reisen, was erwarten die bitte von so einer Gebühr? Dass jetzt Touristen das Land stürmen? Ich wollte an sich schon längst mal wieder in die USA, aber jetzt reicht's mir endgültig - verschärfte Sicherheitsbestimmungen, ok, damit kann ich ja noch leben. Online-Registrierung ging mir schon viel zu weit, und das jetzt hat mir einfach den letzten Funken Motivation geraubt, die USA noch mal zu bereisen. Zum Glück gibt's ja auch andere schöne Länder auf diesem Planeten.

Hmm,

scheinbar aber erst seit kurzem. Ende Juli war ich noch in Deutschland, ohne bei der Einreise Abgaben zu zahlen.

Für die Einreise?!

Ist mir noch nicht aufgefallen...

Warum die Kritik?

mach mas genau so

Raus aus der EU
einen Zaun rund um Österreich
100 Euro Eintritt der ganze 1. Bezirk wird Fussgängerzone und um 12:00 tritt der Kaiser aus der Hofburg und grüsst die Menge.
Die Amis glauben sowieso wir sind Kängurus auf Ski.
Das würde unser Defizit wesentlich schmälern und wir hätten mehr Spass.

Nein Danke! Leiber von Brüssel als von Wien regiert!

Ist wie bei Billa, zahlen für die eigene Penetration.

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