Große Mängel im Internet-Handel mit Elektrogeräten

10. September 2009 09:37

"Die Verbraucher werden im Regen stehengelassen", empörte sich die EU-Kommissarin für Konsumentenschutz

"Die Verbraucher werden im Regen stehengelassen", empörte sich die für Konsumentenschutz zuständige EU-Kommissarin Meglena Kunewa am Mittwoch in Brüssel bei der Präsentation einer Studie über den Handel mit elektronischen Geräten via Internet.

369 Websites untersucht

Die Kommission hat 369 Websites in 26 EU-Ländern (mit Ausnahme der Slowakei) sowie in Norwegen und Island untersucht. Ergebnis: 55 Prozent aller Elektronik-Websites führten die Konsumenten in die Irre. Darunter finden sich auch auch große Anbieter wie Pixmania oder die Fnac aus Frankreich. So seien den Käufern etwa trotz gesetzlicher Vorgaben ihre Rechte auf eine siebentägige Widerrufsfrist vorenthalten worden.

Irreführende Angaben

Bei 45 Prozent der untersuchten Sites habe man irreführende Angaben über die Kosten gefunden, berichtete Kunewa, das Ergebnis sei "enttäuschend". Bei einem Drittel der Händler fehlten Kontaktangaben wie Name oder Adresse. Eine positive Ausnahme stellt Österreich dar: Bei zehn untersuchten Unternehmen seien keine Mängel festgestellt worden. Die EU-Kommissarin droht den betroffenen Unternehmen Verfahren und Geldbußen an und will sie so zur Kooperation mit den nationalen Behörden zwingen. Bis Mitte 2010 hätten sie Zeit.(Thomas Mayer aus Brüssel/ DER STANDARD, Printausgabe vom 10.9.2009)

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