Vorsorge & Prävention

Die Lunge mit Training fit halten

9. September 2009, 14:33
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    foto: apa/dpa/frank leonhardt

    Was für Gesunde gilt, gilt erst recht für Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen: Regelmäßiges Training erhöht die körperliche Leistungsfähigkeit

Trainierte 60-Jährige sind fitter als untrainierte 25-Jährige - Sport erhöht die körperliche Leistungsfähigkeit

Wien -  (Lungen-)Gesunde genauso wie Personen mit Atemwegserkrankungen sollten körperlich aktiv sein. Training ist einerseits das beste Mittel zur Prävention, andererseits aber - richtig angewendet - ein "Medikament", das die Leistungsfähigkeit erhöht und die Lebensqualität verbessert. "Ein trainierter 60-Jähriger ist deutlich fitter als ein untrainierter 25-jähriger", erklärte der Wiener Pneumologe und Sportmediziner Paul Haber aus Anlass des bevorstehenden Europäischen Lungenkongresses in Wien.

Regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining

Regelmäßiges Training führt laut dem Experten dazu, dass auch bereits ältere Semester in ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit um zehn bis 15 Prozent stärker sind als junge Erwachsene, die sich sportlich nicht engagieren. Was für Gesunde gilt, gilt erst recht für Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen, zum Beispiel mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) oder mit Asthma. Haber: "Bei schwerer COPD kann regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining den Unterschied machen zwischen Pflegebedürftigkeit und einem unabhängigen Leben."

Das Problem: Bei der COPD nimmt die Lungenfunktion ständig weiter ab. Ist der Atem schon knapp, wird den Betroffenen Bewegung immer mühevoller und vermieden. Das endet aber in einem Teufelskreis, der einfach die Leistungsfähigkeit des COPD-Patienten nur noch schneller abnehmen lässt.

Das Gegenmittel ist kontrolliertes regelmäßiges Training. Haber: "Selbst Menschen, die schon die Hälfte ihrer Lungenfunktion durch COPD verloren haben, können noch ein ganz normales Leben führen - wenn sie regelmäßig trainieren."

Eckpunkte eines Programms

Begonnen wird mit 20 Minuten Ausdauertraining dreimal pro Woche. Joggen, Nordic Walking oder Radfahren sind dafür ideal. Der optimale Pulsbereich wird zuvor mit einer Ergometeruntersuchung bestimmt.  Alle sechs Wochen soll das Training um jeweils 5 Minuten verlängert werden, bis jede Trainingseinheit 40-60 Minuten dauert.  Als Ergänzung sollte zweimal wöchentlich auch ein Krafttraining absolviert werden. Der Experte: "Ausdauertraining und Krafttraining können auch an einem Tag kombiniert werden. Wer nicht ins Fitnesscenter gehen will, kann daheim z.B. mit kleinen Hanteln trainieren. Die Übungen für alle wichtigen Muskelgruppen müssen nur richtig ausgeführt werden."

Erfolg nach wenigen Wochen

Wie schnell COPD-Patienten von einem Training profitieren, weiß Sylvia Hartl, Generalsekretärin der Europäischen Lungengesellschaft (ERS), Vizepräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) und Lungenfachärztin am Otto-Wagner-Spital in Wien: "Wer regelmäßig trainiert, bemerkt schon nach wenigen Wochen einen deutlichen Erfolg und gewinnt an Lebensqualität."

Die Wirkung von regelmäßiger körperlicher Betätigung ist bei Menschen mit COPD übrigens zumeist in mehrfacher Hinsicht wichtig. Der Wiener Lungenspezialist und diesjähriger ERS Kongresspräsident Otto Burghuber: "COPD-Patienten sind oft nicht nur lungenkrank. Sehr häufig leiden sie auch an andren chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Osteoporose und Muskelerkrankungen, aber auch Depressionen und Stoffwechselleiden. Dadurch kostet die COPD oft Lebensjahre." Körperliches Training beeinflusst aber auch diese oft zusätzlich aufgetretenen Gesundheitsprobleme.

Auch Asthma-Patienten profitieren von einem konsequenten Training. Lungenspezialist und Sportmediziner Haber empfiehlt Asthmapatienten, sich mit ein oder zwei Hüben aus dem Inhalator (Bronchodilatator) vor jedem Training vor Asthmaanfällen bei Belastung zu schützen.

Den eigenen Lungenfunktionswert kennen

Freilich, je früher eine solche Lungenerkrankung erkannt wird, desto früher kann man sie behandeln und durch eine gezielte Rehabilitation einen zu starken und zu schnellen Leistungsverlust bzw. Invalidität abwenden oder zumindest weit hinausschieben. Daher sollten alle Menschen über 40 Jahre ihren Lungenfunktionswert kennen. Er wird mit einem ganz einfachen Test beim Lungenfacharzt oder auch bei vielen Hausärzten gemessen. Diese Spirometrie ist die beste Früherkennungsmaßnahme. Besonders wichtig ist sie für Raucher. Die Information über die gefährliche Krankheit ist ein großes Anliegen der Europäischen Lungengesellschaften ELF (European Lung Foundation) und ERS (European Respiratory Society), die den Kongress in Wien veranstaltet. (APA)

Kostenloser Lungenfunktionstest

Im Rahmen einer Aktion in der Wiener Innenstadt gibt es die Möglichkeit zum kostenlosen und einfachen Lungenfunktionstest.  >> weitere Informationen

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11 Postings
owa geh
01
10.9.2009, 12:49
Unglaublich ...

... Sport erhöht die körperliche Leistungsfähigkeit

natoll
00
10.9.2009, 16:20

es gibt fittere 60jährige als 25jährige. das ist tatsächlich unglaublich. und traurig das es wahr ist.


Independent Living
10
Lunge ist nicht trainierbar

aber der Transport und die Verwetung von Sauerstoff.
Herr Redakteur, welche ExpertIn hat Ihnen diesen Titel durchgehen lassen?

Petzi Petz
00
10.9.2009, 20:23
Lungenvolumen zB?

Oder wird man neuerdings als zB Apnoetaucher oder Hochalpinbergsteiger geboren?

Dauergrinser
01
10.9.2009, 08:51
Deswegen haben Spieler von Blasinstrumenten

so eine kleine Vitalkapazität???

Meine Wenigkeit mit viel Senf
01
10.9.2009, 07:55
Häh?

Also: Zwischenrippenmuskulatur und Zwerchfell sind nicht trainierbar? Und die Lunge erhöht nicht das Volumen, wenn sie ständig belastet ist? Und die Zahl der Lungenbläschen erhöht sich daher auch nicht?

Ja, ja... und zerstörte Gehirnzellen wachsen auch nicht wieder nach. Deswegen werden wir ja alle dement, spätestens mit 50...

Lesen Sie bitte medizinische Publikationen, die nach 1900 erschienen sind!

Independent Living
10
10.9.2009, 08:45
Zuerst Lesen

dann posten;
dannn fragen Sie mal Paul Haber am besten selbst;, alles was Sie beschreiben hat genau nichts direkt mit dem Organ Lunge zu tun.

natoll
00
10.9.2009, 16:18

der artikel aber im prinzip auch nicht. also nimm das mit dem lesen lieber selbst etwas genauer.

Independent Living
00
10.9.2009, 22:41
na toll

wenigstens jemand mit Durchblick (auch dafür dürfte Ihre Lunge nicht beitragen)

Sunflare
00
11.9.2009, 09:51

Komm,
geh weiter Fehlerchen suchen und beeindruck damit...

Ja, wen eigentlich?

Nichts für ungut.

Independent Living
00
11.9.2009, 15:26
COPD

solange ich meine lunge fit halte, eh wurscht

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