Sicherheitlücke

Neuer SMB2-Zero-Day Flaw gefährlicher als gedacht

9. September 2009, 10:57

Microsoft warnt vor SMB-Lücke in Windows Server 2008, Vista und Windows 7 RC - Windows 7 angeblich nicht betroffen

Die am Dienstag gemeldete Sicherheitslücke in der Implementierung des SMB2-Protokolls - der WebStandard berichtete - dürfte weitaus gefährlicher sein als zunächst angenommen. Nachdem Microsoft die Lücke bestätigte, wurde nun auch vermeldet, dass über das Sicherheitsloch auch das Einschleusen und Ausführen von Code möglich sei.

Windows Vista, Server 2008 und Windows 7 RC betroffen

Nach Angaben von Microsoft sind von der Schwachstelle "nur" Windows Vista und Windows Server 2008 betroffen. Der Release Candidate von Windows Server 2008 R2 soll nicht betroffen sein, dafür aber der Release Candidate von Windows 7. In der finalen Version von Windows 7 soll sich der Fehler bereits nicht mehr finden.

Mehr Details und Analyse

Nähere Details und eine genauere Analyse der Lücke liefert der Sicherheitsspezialist und Reverse Engineer Ruben Santamarta nach einer näheren Analyse des von Laurent Gaffié veröffentlichten Exploits. Dieses bereits verfügbare Exploit bringt ein verwundbares System jedoch nur zum Absturz oder zum Neustart. Allerdings muss für einen erfolgreichen Angriff der Port 445 erreichbar sein. Dies ist aber üblicherweise nur im lokalen Netz der Fall.

Kein SMB2 - keine Gefahr

Da Windows XP, Windows 2000 und Server 2003 SMB2 nicht unterstützen, sind diese logischerweise auch nicht anfällig. Noch gibt es keinen Patch von Seiten Microsofts. Der US-Softwarekonzern empfiehlt als Workaround SMB2 in der Registry zu deaktivieren oder die Ports 139 und 445 mit der integrierten Firewall zu blockieren. Allerdings kann dies im zweiten Fall dazu führen, dass einige Dineste nicht mehr genutzt werden können.

"Wir untersuchen"

Im Microsoft Security Advisory (975497) - darin wird ein Zero-Day Flaw in Windows Vista und Windows Server 2008 gemeldet wird betont, dass die finale Version von Windows 7 nicht von diesem Fehler betroffen sei. In dem Advisory heißt es: "Microsoft untersucht neueste Meldungen über eine mögliche Schwachstelle in der Microsoft Server Message Block (SMB)-Implementation. Uns liegen zum jetzigen Zeitpunkt keine Berichte zu möglichen Attacken vor." Nach ersten Berichten sollen AngreiferInnen über die Schwachstelle Kontrolle über das System erlangen können.(red)

Ich kenne den Wahrheit!
00
SMB = Small and medium sized business


.

Philipp Adaktylos
00
Die Volksfront von Judäa
22
SMB = Super Mario Brothers?

Oh nein, schnell den NES emulator deinstallieren :X

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.