Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Tempe/Peking - China plant den Bau des weltgrößten Sonnenkraftwerkes. In der Mongolischen Wüste soll bis 2019 ein gigantischer Park aus Sonnenzellen entstehen, die mit zwei Gigawatt Leistung soviel Strom erzeugen wie etwa zwei Atomkraftwerke zusammen. Mit dem Bau in Ordos im Autonomen Gebiet Innere Mongolei in Nordchina soll schon im Juni nächsten Jahres begonnen werden. Eine entsprechende Absichtserklärung mit dem amerikanischen Modulhersteller First Solar wurde am Dienstag in Tempe im US-Bundesstaat Arizona während des Besuches des chinesischen Parlamentschefs Wu Bangguo unterzeichnet.
In der anfänglichen Demonstrationsphase soll der Solarpark in Nordchina zunächst 30 Megawatt leisten. In Schritten soll das photovoltaische Kraftwerk erst um jeweils 100 Megawatt und zuletzt 1000 Megawatt ausgebaut werden, teilte First Solar mit. Während die im Juli verkündete Vision europäischer Stromkonzerne, in Nordafrika das größte Sonnenkraftwerk der Welt bauen zu wollen, von einer Realisierung weit entfernt sei, werde das Projekt in der mongolischen Wüste schon nächstes Jahr ersten Strom produzieren, hieß es.
Der Chef von First Solar, Mike Ahearn, lobte die Regierung in Peking für die Entwicklung eines Marktes für Solarzellen in China. Der Solarpark sei ein "ermutigender Schritt in Richtung einer Installation von Solarkraft auf breiter Front weltweit, um Klimawandel-Sorgen zu mildern". China werde voraussichtlich in Kürze nationale Tarife für die Einspeisung von Strom aus Solaranlagen ins Netz bekanntgeben. Diese Politik sei entscheidend für das Projekt und die weitere Entwicklung der Solarenergie.
China will den Anteil erneuerbarer Energien bis 2010 auf 10 Prozent und bis 2020 auf 15 Prozent ausbauen, wobei allerdings auch Wasserkraft mitgerechnet wird. Bis 2020 will China seine Solarkapazitäten von heute 90 Megawatt auf 10 bis 20 Gigawatt ausbauen. Das heute größte Sonnenkraftwerk in Deutschland, das im August nördlich von Cottbus in Brandenburg in Betrieb gegangen ist, leistet auf einer Fläche von 210 Fußballfeldern 53 Megawatt. Es wurde auch mit Modulen von First Solar bestückt.
Das in New York gelistete Unternehmen erwägt nach eigenen Angaben die Möglichkeit, vor Ort in der Mongolei auch Module zu produzieren. Nach der Unterzeichnung der grundsätzlichen Absichtserklärung über das Solarkraftwerk müssen beide Seiten jetzt die eigentlichen Verträge aushandeln. (APA)
Der Stromverbrauch sank 2012 im Vergleich zu 2008 um 5,2 Prozent, Haushaltsgroßgeräte bleiben die bedeutendsten Stromverbraucher
Stromverkauf über Hofer brachte 5600 Neukunden
Um Stromengpässe im Winter zu vermeiden, greifen deutsche Energieversorger auf Reservekraftwerke zurück. Zwei Anlagen stehen in Österreich
Und kooperiert beim Gashandel - Deutschlands einzige Energiebörse verdiente 2012 gut
Großbritannien will französische EdF mit langfristig garantierten Preisen zum Bau eines Kernkraftwerks bewegen
Bürger machen sich auf, das Stromnetz zu kaufen. Ihr Gesicht nach außen ist die 27-jährige Luise Neumann-Cosel
Durch die EU-Klimapolitik geht ein Gutteil der energieintensiven Industrie samt Jobs verloren, kritisiert der E-Control-Vorstand
Regulator bewertet bis Herbst verschiedene Modelle
In Bulgarien sind ausländische Stromversorger, darunter die EVN, im Visier von Wettbewerbsbehörde und Jusitz, erstmals aber auch der staatliche Stromproduzent
Nicht nur der Bau neuer Leitungen geht ins Geld. Auch die Stabilisierung des derzeitigen Stromnetzes kostet immer mehr
Jahrelang sind die Preise für Solarmodule gefallen. Drohende Strafzölle für Billighersteller aus China haben PV-Module bereits im Vorfeld verteuert
Noch Nachverhandlungen für Zweidrittelmehrheit nötig
Die Arbeiterkammer geht mit den Energieerzeugern hart ins Gericht. Diese würden gesunkene Großhandelspreise nicht weitergeben
Geschäftsführer einer Begas-Tochterfirma werden als Beschuldigte geführt
Alle Kernkraftwerke in der Europäischen Union sind massiv unterversichert, der Löwenanteil der Haftung liegt bei den Nationalstaaten
Schlussantrag der Generalanwältin: Stellt wirtschaftliche Tätigkeit dar
Manche Netzbetreiber stufen den Energieverbrauch der Neukunden "exorbitant hoch" ein, um ihnen höhere Teilbeträge zu verrechnen
Mit dem Diskonter-Paket hat der Stromanbieter auf einen Schlag 5.000 Kunden dazugewonnen, weitere Aktionen sind geplant
Die Kosten für Ökostrom werden neu verteilt. Sowohl bei bestehenden Anlagen als auch bei Neuanlagen wird die Vergütung reduziert
Die Energieabhängigkeit betrug 2011 in der EU-27 im Durchschnitt 53,8 Prozent, Österreich liegt auf Platz zehn
Mit herkömmlicher Technik ist so ein Projekt sinnlos. Ich kann mir nur vorstellen dass das ganze mit HochspannungsGleichstromÜbertragung sinnvoll wird.
Die Solarzellen werden in einer ReihenparallelSchaltung zusammengeschlossen sodass diese direkt ca. 400kV liefern. Die Energie wird dann über tausende Kilometer von der Mongolei nach China übertragen. Dort stellt ein Umrichter den Drehstrom her.
Nur so kann ich mir vorstellen dass das ganze einigermassen wirtschaftlich sein kann.
Ich glaube nicht, dass du recht hast:
1. Die Innere Mongolei ist ein Teil Chinas.
2. Ordos liegt nach meinem Atlas ca. 700km von Peking entfernt. Doch soweit kommt der Solarstrom wohl gar nicht, denn viele kleinere Städte und Regionen mit zusammen sicher vielen Millionen Einwohnern sind deutlich näher. Die verbraten die 2GW locker.
3. Zwischen dem ersten und dem letzten Modul liegt eine Spannung von 400kV. Wenn man das am Boden aufständert, dürfte es wohl einen deftigen Kurzschluss geben. (Auch wenn es zugegebenermaßen sehr reizvoll wäre, die Trafos einzusparen.)
...aber dann ist die Anlage nichts anderes als ein teures Prestigeobiekt. Selbst wenn man Dünnschichtzellen verwendet (Platzbedarf in der Wüste kaum ein Kostenfaktor) kommen die Gesamtkosten auf eine ansehliche Summe.
Sicherlich kommt Economy of Scale in das Spiel, aber wenn ich hinauf und hinuntertransformieren muss dann verfielfachen sich die Kosten.
Wo PV einen Vorteil hat ist in der 400V Ebene. Das Übertragungsunternehmen spart sich Übertragungskapazitäten auf den oberen Ebenen. Daher ist ein höhere Einspeisetarief (bis zu Gridparity) vertretbar. Meiner Ansicht nach sind nur PV Anlagen nur bis ca. 250kVA auf 400V sinnvoll.
die Verteilkämpfe um Rohstoffe, v.a. Erdöl und Gas werden in Zukunft an Härte und Umfang zunehmen.
Insofern erfüllt Solarenergie nicht nur einen energetischen Zweck sondern auch einen politisch vorteilhaften.
Die Solarenergie wäre hier für EUropa eine Möglichkeit hier eine Entspannung durchzuführen.
Dass (rein) militärische Einsätze große Seiteneffekte bringen sieht man im Irak.
In EU ist die NÄhe großer heisser Wüsten ein einmaliger Vorteil (das etwa China nicht hat!).
Bei Investitionen in Solarthermie darf man nicht nur die jetzigen Ct/KwH-Kosten sehen sondern sollte auch einen Zukunftsbonus einbeziehen:
welche Auseinandersetzungen können dadurch in Zukunft erspart werden; Alimentierung rabiater Regime werden vermindert...
China hat im Gegensatz zu Europa die großen Wüsten im Inland - in rauhen Mengen, das reicht locker zur Versorgung der ganzen Welt. Auch die USA sind da fein raus, die Wüsten im Südwesten haben weltweit rekordverdächtige Sonneneinstrahlung.
Im übrigen: Die meist vorherrschende Hitze in den Wüsten ist ein Nachteil, denn sowohl PV als auch solarthermische Kraftwerke sind (bei gleicher Sonneneinstrahlung) umso effizienter, je kälter es ist.
<In der anfänglichen Demonstrationsphase soll der Solarpark in Nordchina zunächst 30 Megawatt leisten.>
Also von 30 MW auf 1000 oder 2000 MW ist es wohl ein sehr großer Schritt. Von Kosten wurde hier nicht berichtet. Aber die werden vermutlich inkl. Stromtransfer gigantisch hoch sein.
Außerdem ist mir nicht klar wo man in der Wüste Wasser hat um diese riesigen Flächen regelmäßig zu reinigen.
Zu den Kosten ein aktueller Bericht:
http://www.solarserver.de/solarmaga... t_0809.pdf
Demnach würden die Module nach heutigem Stand in der Herstellung um die 1,3 Mrd. Euro kosten, da der Großteil aber erst in den nächsten Jahren geliefert wird, wird´s wohl deutlich weniger werden. Dazu kommen freilich Aufständerung, Montage, die ganze Elektrik und Elektronik rundherum ...
Für First Solar jedenfalls ist das Projekt ein dicker Fisch. 2008 hat FS erst 500MW produziert.
Kostenmäßig sind die PV- Zellen inkl. Aufstellvorrichtungen, etc. mit dem System Brennstoffaufbereitung/Dampferzeuger/Dampfturbine/Generator/Kühlsystem zu vergleichen.
Das Rundherum (Leittechnik, etc.) wird ähnlich sein.
Zu den Kosten gehören auch Grundstückskosten, aber diese sind in der Wüste eher gering. Dann die Stromleitungsinvestitionen und Transportverluste.
Ich kann mir schon vorstellen, dass sich solche Anlagen einmal rechnen werden.
Die Energieträger werden ja auch nicht billiger werden. Und die Sonne scheint immer kostenlos.
Außer der Wüstenstaat beginnt dafür Steuern zu kassieren. Wird auch noch kommen!
Reich wird sein, wer in der Wüste lebt ;-)
daher dürfte für sie vieles nicht vorstellbar sein, was Fachleute sehr wohl meistern können.
Man denke nur an die Meinung und Skepsis der Menschen, als die ersten Autos fuhren:
"Aber fliegen werden sie nie können!!"
Auf der einen Seite wird von der TEchnik unmögliches erwartet auf der anderen Seite werden Möglichkeiten unterschätzt...
Die größten Probleme werden hier wohl in der Energieumwandlung und Verteilung sein - das Reinigungsproblem erscheint dagegen als lächerliches Nebenproblem das keine große Herausforderung darstellen dürfte!!
Doch nach Durchrechnung der Kosten und der Annuitäten bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das zwar technisch sehr interessant ist, aber ökonomisch für EFH noch nicht sinnvoll sei.
Derzeit ist in unseren Breiten ein Solarkollektor für Warmwasser und in bestimmten Gegenden auch für Zusatzheizung bereits ökonomisch okay.
Man benötig jedoch eine Fläche, die möglichst den ganzen Tag nicht abgeschattet wird.
Das gibt es auch nicht überall.
Ich schätze die Technik und ihre Möglichkeiten sehr, aber es ist leider im Leben weder alles technisch machbar noch ist es sinnvoll alles zu machen was technisch machbar wäre. D.h. ich zähle mich nicht zu den Technokraten, wenn sie so wollen.
Technokraten hatten z.B. in den 70er Jahren in Ö die Atomkraft verteidigt, die damals noch viel riskanter war als heute.
Ich hatte auch nicht gemeint, dass man solche Unterfangen (Solarkraftwerke in der Wüste) bleiben lassen soll. Nur man sollte sie nicht mit Größenwahn angehen. Das scheint mir hier vielleicht der Fall zu sein.
meerwasser zu entsalzen und zu elektrolysieren um damit trinkwasser, bewässerung und wasserstoff für auto-antriebe zur verfügung zu stellen. als wasserstoff könnte man es auch leichter speichern die energie, überragungsverluste sind mit überlandleitungen auf tausende killometer auch ordentlich...
Wie wollen Sie Wasserstoff länger als ein paar Monate speichern?
Wollen Sie die Speichereinrichtungen auf riesigen Grundstücken oder in schwindelerregende Höhen bauen?
Die Übertragungsverluste bei Gleichstromhochspannungsleitung betragen etwa 3% pro 1000 km.
Der Verlust bei der Wasserstoffverflüssigung beträgt ca. 20 %.
1. riesige Sondermüllhalde
2. ein Solarkraftwerk auf 10 Jahre und dermaßen teuer zu konzipieren ist eher "mutig", wenn man davon ausgeht, daß der Wirkungsgrad der Zelle bis dahin wohl noch dratisch verbessert werden wird...siehe 1.
Es gibt immer etwas zu kritisieren, vor allem, wenn es um "postitive" Entwicklungen geht. Das gilt nicht nur für China.
Alles, was nicht nach Untergang riecht, beruht nur auf den Lügen der Mächtigen.
So kommt mir die vorherrschende Grundstimmung in diesem Forum manchmal vor....
Die Zellen enthalten das seltene und teure Tellur, von dem weit weniger gewonnen wird als zB Gold. CdTe-Module boomen enorm, da könnte Tellur bald knapp und noch teurer werden als es eh schon ist. So etwas hatten wir ja schon 2006/2007, da litt die Branche als Folge des stürmischen Wachstums an einem Mangel an Solarsilizium, was zu sehr hohen Preisen führte. Dieser Engpass hat den verschiedenen Dünnschicht-Techniken Auftrieb gegeben.
Soviel ich weiß, garantiert First Solar seine Solarzellen nach Demontage zurückzunehmen.
PS: Weiß jemand genauer, wieviel Tellur man für die CdTe-Zellen braucht?
Na gut, aber mit dem Argument kannst nix kaufen. Der Computer von heute, ist schon nächste Woche veraltet, das Auto in 2 Jahren, der Kühlschrank wird energiesparender etc.etc.
Zudem werden die Chinesen schön langsam schauen, daß sie ihre riesigen Dollarbestände loswerden, bevor sie in Nicht-US-Ländern immer weniger dafür bekommen.
Sie lassen dieses Solar KW von den Amis errichten und bezahlen sie mit den Dollars, die die Amis selbst entwerten.
Besser ein Solar KW in den Sand zu setzen, als die Dollar Staatsanleihen später komplett abzuschreiben.
Zumindest Know-How kann daraus gewonnen werden.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.