Kostenpflichtiges Einscannen aus den Beständen der Bibliothek der Stadt Wien ist möglich
Wien - Die Wienbibliothek bietet nun auf Wunsch interessierten Lesern den Service, Werke aus den Beständen einzuscannen. Dazu muss der Zustand des Werkes eine Digitalisierung erlauben und der Urheberrechtsschutz abgelaufen sein, mithin der Verfasser mehr als 70 Jahre verblichen sein. An dem EU-Programm "eBooks on Demand" nehmen neben der Wienbibliothek 13 weitere europäische Institutionen teil, darunter die Bayerische Staatsbibliothek, die Nationalbibliothek Dänemarks oder auch die Universitätsbibliothek Wien. Als Initiatorin des Projekts fungierte die Universitätsbibliothek Innsbruck.
Die Bestellung einer digitalen Kopie des gewünschten Buches erfolgt bei der Wienbibliothek über deren Onlinekatalog. Die Kosten variieren je nach Dicke des Werkes. Zu einem Basispreis von zehn Euro kommen 16 Cent pro gescannter Seite - womit sich der Preis für ein 250 Seiten schweres Werk somit auf 50 Euro belaufen würde. Das fertige eBook im PDF-Format kann entweder vom Kunden heruntergeladen, oder kostenpflichtig auf einem Datenträger zugesandt werden.
Das eBook-Projekt soll nicht der einzige digitale Schritt der Wienbibliothek bleiben. "Derzeit arbeiten wir am Aufbau einer digitalen Bibliothek, in der wienspezifische Schriften zur Verfügung stehen werden", kündigte Direktorin Sylvia Mattl-Wurm am Dienstag in einer Aussendung an.
Der Thematik des digitalisierten Wissensbestands und ihrer Bedeutung für die klassischen Bibliotheken widmet sich auch der 30. österreichische Bibliothekartag, der am 15. September in Graz beginnt. Unter dem Titel "The Ne(x)t Generation" sollen sich 1.000 Teilnehmer in der Mur-Metropole versammeln. (APA)