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Salt Lake City/New York - Wissenschaftler der University of Utah und der Columbia University haben erstmals ein Virus bei menschlichen Prostatakrebszellen festgestellt, das sonst nur bei Tieren Krebs hervorruft. Der Virus mit der Bezeichnung XMRV wurde bei 27 Prozent der 200 Prostataproben nachgewiesen.
Es stand mit aggressiveren Tumoren in Zusammenhang und ließ sich nur bei sechs Prozent der gesunden Proben identifizieren. XMRV ist wie HIV ein Retrovirus, das eine Kopie seiner eigenen DNA in die Chromosomen der infizierten Zelle einbringt. Geschieht das nahe einem Gen, das das Zellwachstum reguliert, kann die normale Entwicklung der Zelle gestört werden. XMRV verursacht Leukämie und andere Tumore bei Tieren.
Zusammenhang unklar
Die leitende Wissenschaftlerin Ila Singh betonte, dass es immer noch nicht bekannt sei, ob dieses Virus Krebs beim Menschen verursache. Das sei jedoch eine wichtige Frage, die erforscht werden müsse. Interessant an diesem Virus sei, dass es in Verbindung mit Testosteron und wahrscheinlich auch mit anderen steroiden Hormonen besser wächst.
Wäre es möglich, eine Reaktion auf Östrogen nachzuweisen, könnte es auch bei anderen Krebsformen eine Rolle spielen. "Wir untersuchen bereits die Körper von 100 Frauen und 100 Männern, die an anderen Todesursachen gestorben sind, um herauszufinden, ob auch andere Organe dieses Virus in sich tragen."
Helen Rippon von The Prostate Cancer Charity erklärte, dass diese Forschungsergebnisse faszinierend seien. Sie werfen aber auch entscheidende Fragen über die Rolle auf, die Infektionen bei Prostatakrebs spielen. Weltweit erforschen zahlreichen Wissenschaftler die Risikofaktoren, die zu besseren Behandlungsmöglichkeiten und Tests führen sollen. Es sei von Bedeutung, dass die entscheidenden Auslöser gefunden würden, damit die Früherkennung verbessert werden kann. (red/pte)
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oder sind sie der Entstehungsgrund.
Da diese auch sonst vorkommen, sind diese anscheinend nicht immer für den Krebs ursächlich.
Genauso könnte man dies auch für die weißen Blutkörperchen sagen. In dem Bereich gibt es ein paar Pradigmen, da darf im Moment nicht gerüttelt werden. Es kann gut sein, dass in einiger zeit hier ein Paradigmenwechsel mit mehr Möglichkeiten offen stehen wird, da Nebenwirkungen vermehrt auftreten werden. Wenn man anfängt Retrovieren, die für uns Lebenswichtig sind zu manipulieren, kann dies einen großen Einfluss haben auf den Gesamtorganismus.
unzähligen Krankheitserregern ausgesetzt. Und ich hoffe für Sie, dass Sie trotzdem nicht krank werden. Wie das? Die Anwesenheit eines Erregers bedeutet bei weitem nicht sofort das entstehen einer Krankheit (bei Krebs ist es noch unwahrscheinlicher). Dennoch. Die Krankheit an sich entsteht NUR dann, wenn der Erreger vorhanden ist (vgl. Pocken - kein Erreger mehr da, keine Pocken mehr).
Es gibt wirklich ein Paradigma, an dem gerade gerüttelt wird. Und zwar, dass Viren nicht für Krebsentstehung verantwortlich sind. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis dieses Paradigma bei HPV zusammengebrochen ist.
Michael
Mir kommt auch vor, dass man sich in der Medizin unheimlich schwer tut, aus den festgestellten Gegebenheiten die richtigen Schlüsse zu ziehen. Vor allem Ursache, Wirkung, gemeinsame Ursache und mögliche Wirkungen wird nicht richtig zugeordnet. Teilweise wird das sogar ins Gegenteil verkehrt.
Allein in der Bundesrepublik Deutschland sterben jährlich noch immer mehrere Millionen Tiere im Namen der Wissenschaft. Dass man von den aus Tierversuchen gewonnenen Ergebnissen nicht auf die Wirkung beim Menschen schließen kann, ist inzwischen bekannt.
Für Hamster ist leckere Petersilie tödlich, Meerschweinchen sterben an dem für uns lebensrettenden Penicillin, Schafe können Unmengen des Nervengifts Arsen vertilgen – wie will man da wissen, welches im Tierversuch gewonnene Ergebnis auf den Menschen übertragbar ist und welches nicht?
Forschung ohne Tierversuch wird in den Fächern der Medizin, der Biologie, der Pharmazie, der Biochemie unmöglich sein.
In der Medizin ist es ethisch nicht vertretbar, Studien an Menschen durchzuführen, ohne vorher am Tier entsprechende Tests vorgenommen zu haben.
Die biochemisch zellulären Abläufe weisen zwischen Mensch und Tier eine hohe Ähnlichkeit auf, sodass hier durchaus Analogien geschlossen werden dürfen und auch werden.
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