Video Mit Szenen von zehn Personen bei Kurier gefunden - Teilweise seit über zehn Jahren festgehalten
Bogota - In Kolumbien sind erneut Lebenszeichen von zehn von linken FARC-Rebellen verschleppten Geiseln aufgetaucht. Die Videoaufzeichnungen seien bei einem Kurier gefunden worden, der von den Streitkräften im Zentrum des Landes gefangen genommen worden sei, teilten die Behörden am Montag (Ortszeit) mit.
Auf den Videos seien die teilweise seit mehr als zehn Jahren festgehaltenen Polizisten Cesar Lazo, Jorge Trujillo, Carlos Duarte, Libardo Forero, Jorge Romero und Wilson Rojas sowie die Soldaten Arturo Arcia, Alfonso Beltrán, Alfredo Moreno und Robinson Salcedo zu sehen. Die angeketteten Männer hätten Nachrichten an ihre Angehörigen übermittelt sowie Journalisten und Aktivisten gedankt, die ihnen per Radio Nachrichten zukommen ließen.
Bereits vor einer Woche waren Lebenszeichen per Videobotschaft von acht anderen Geiseln eingegangen. Alle gehören zu einer Gruppe von 23 Polizisten und Soldaten, die die FARC gegen etwa 500 inhaftierte Rebellen eintauschen möchte. Ein solcher Austausch ist aber bisher wegen Bedingungen sowohl der Rebellen als auch der Regierung nicht zustande gekommen. Die marxistische Rebellengruppe "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) bekämpft den Staat schon seit mehr als 45 Jahren. Ein Ende der Gewalt ist nicht in Sicht. (APA)