Sarkozy-Besuch: Nur sechs Kampfjets werden in Frankreich gefertigt, die restlichen 30 in Brasilien
Paris/Brasília - Frankreich will Brasilien mit dem Verkauf von 36
Jagdflugzeugen vom Typ "Rafale" die technischen Fertigkeiten zum Bau des
hochmodernen Mehrzweck-Kampfflugzeugs liefern. Nur "die ersten sechs Maschinen
werden in Frankreich montiert, die übrigen in Brasilien", berichtete der
regierungsnahe "Figaro" unter Berufung auf Militärkreise. Der
"Figaro" gehört zur französischen Unternehmensgruppe Dassault, die auch die
"Rafale" baut.
Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hatte am Montag bei
einem Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Nicolas Sarkozy in Brasília
erklärt, dass mit dem Hersteller Dassault Verhandlungen über den Vertrag geführt
werden. Das Geschäft wird vom "Figaro" auf fünf Milliarden Euro geschätzt. Die
"Rafale" stand in Konkurrenz zu den Kampfflugzeugen "Gripen" (Saab) aus Schweden
und "F-18" von Boeing. Das Ausmaß des Technologietransfers gab den Ausschlag für
die Franzosen.
Frankreich will im Gegenzug für 500 Millionen Euro zehn Transportflugzeuge
des Typs "KC-390" des brasilianischen Herstellers Embraer kaufen. Zu den
französisch-brasilianischen Rüstungsprojekten gehören auch die Lieferung von
vier konventionellen U-Booten der "Scorpène"-Klasse und die Entwicklung eines
U-Bootes mit Atomantrieb, zu dem Frankreich den Rumpf liefert. Dazu kommen der
Bau von 50 Hubschraubern, einer Werft und eines Marinehafens. Das
Gesamtinvestitionsvolumen wird auf 8,5 Milliarden Euro beziffert. Die U-Boote
sollen dem Schutz der brasilianischen Ölvorkommen vor der Küste dienen. Bisher
haben fünf Länder auf der Welt Atom-U-Boote. (APA)
Das ist nun wirklich Unsinn. Es ist das beste Kampfflugzeug seiner Klasse, das es heute gibt.
Und wenn Brasilien ihn nun selber bauen darf und kann, ist dies der Einstieg in die Highest-Tech-Waffenklasse. Und das ist auch gut, dass ein lateinamerikanische Land, das nicht nach der Pfeife der USA tanzt, das machen kann.
Lula läßt seit Amtsbeginn Schulen und Universitäten im ganzen Land bauen (vor allem im Landesinneren)
Schulpflicht hat er nebenbei auch eingeführt
Wenns jetzt mit Sozialem kommen: Mindestlohn vervierfacht: von 70$ auf 280$, sowie 6 Monate Arbeitslosengeld eingeführt
wenn Sie über die Favelas reden wollen: Lula stellt den Favelbewohnern den Strom gratis zur Verfügung. Zumindest ein Anfang ist gemacht;)
zudem regieren dort Mafiabanden, da ist es auch nicht so leicht;)
Es werden gerade die Straßen und das Straßennetz stark ausgebaut
Flieger, U-Boote und Hafen wird in Brasilien gebaut: bringt neben Know How eine ganze Menge an Arbeitsplätzen;)
Mit französischen Flugzeugen haben die Israelis 1965 den 6-Tage-Krieg gegen die vereinte arabisch-muslimische Phalanx gewonnen und auch noch z.T. im Yong Ki Pur-Krieg (1974) mit noch vorhandenen franzsösicher Bewaffnung die schon drohende Niederlage abgewendet.
Es gab auch andere kleine Bewährungsproben franzöischer Waffentechnik, sogar in Afghanistan.
ich kann mir gut vorstellen welche rolle die brasilos in 200 jahren wirtschaftlich und politisch spielen werden. das land de facto unbesiedelt, jede erdenkliche menge rohstoffe, klimatisch begünstigt, und die besten kicker. favelas soweit so gut,
ich muss schon sagen, die Rafale ist so ziemlich das beste neben dem Eurofighter was man für geld an Jägern kriegen kann. Ob Brasilien das Geld nicht besser anlegen könnte ist natürlich eine andere Frage, aber die stellt sich bei jedem land bei so großen investitionen im militärbereich.
Also auf Bild 2 sieht es eher so aus, als ob der Lula einen Pap-Sarkozy als Aufsteller verwendet... War da schon der richtige menschliche Sarkozy in Brasilien?
So ein Aufsteller aus Pappe kommt dem französischen Präsidenten eh sehr entgegen - der eignet sich sehr gut als Witzfigur... ;)
sagt ihr, sie soll den kurzen Rock anziehen und dann schauen die Jungs, mit denen er "verhandelt" schon gar nimmer so genau, was sie da eigentlich unterschreiben!
Und wenn das nicht reicht, dann packt sie noch ihr privates Photoalbum mit all den künstlerische wertvollen Photos aus ihrer Modellkarriere aus. Das hat noch immer gewirkt.
naja, wenn ich mir so die diversen bezirke von sao paulo oder rio anschau kann ich dir sogar garantieren das brasilien mit 8,5 milliarden besseres anstellen könnte.
ausser sie wollen mit den fliegern strassenkinder jagen ...
wo siehst du dir die strassen von sampa und rio an ?
brasilien ist ein land im aufbruch, hier ist noch sehr vieles ´dritte welt´, im sozialen bereich hat brasilien stark aufgeholt, sogar teilweise des guten zuviel getan. andererseits gibt es noch sehr viel armut, vor allem fehlen arbeitsplaetze mit ´menschlicher´ bezahlung, grosser aufholbedarf im gesundheits- und unterrichtsektor.... effektive kriminalitaetsbekaempfung....
uebrigens, die strassen von são paulo und rio ( und belo horizonte, salvador, fortaleza, manaus, curitiba, florianopolis, natal, maceio, usw. usw ) sind das problem der jeweiligen gemeinden, nicht des bundes der das waffengeschaeft abwickelt.
oder darf in oesterreich der buergermeister von unterstinkenbrunn mit frankreich waffengeschaefte abwickeln waehrend die bundesregierung ihm seine dorfstrasse neu asphaltiert ?
grundsätzlich haben Sie bis zu einem gewissen Grad recht:
allerdings werden auch Arbeitsplätze geschaffen, weil ein Hafen gebaut, Flieger und U-Boote gebaut werden,...
Zusätzlich erwerben die Brasilianer dadurch auch Technologie und Know How, was auch ganz interessant ist.
Der Witz ist, Brasilien ist derzeit in der Lage sich eigentlich beides zu leisten: Diese 8,5 Mrd und nochmals das gleiche für die Favelas in Rio oder Sao Paolo und anderswo (Fortaleza zB). Allerdings herrschen dort Mafiabanden und so weiter. In den letzten Jahren ist in Brasilien viel positives geschehen, was Armutsbekämpfung betrifft und so weiter(Sozialsystem). Das mit der Mafia wird allerdings noch einige Zeit dauern. Es braucht einfach noch ein wenig Zeit. Hier ist auch nicht alles von Heute und Morgen gegangen;)
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