Zehn Dollar bei Kurzaufenthalten

Einreisegebühr für USA-Reisende

7. September 2009, 16:37
  • Artikelbild
    foto: klicker/pixelio.de

    Zehn Dollar für ein Werbeprogramm für USA-Reisen sollen Besucher in Zukunft bei Kurzreisen in die USA zahlen - zumindest nach Vorstellung des US-Kongress.

US-Kongress diskutiert Einreisegebühr für USA, aus Brüssel kommt Kritik: "Eine solche Gebühr wäre ein Rückschritt"

Brüssel - Die EU-Kommission hat ihre Kritik an der vom US-Kongress diskutierten Einführung einer Gebühr von zehn Dollar für die Einreise in die Vereinigten Staaten bekräftigt. "Die Einführung einer solchen Gebühr wäre ein Rückschritt", sagte Kommissionssprecher Michele Cercone am Montag in Brüssel.

In den USA wird die Einführung einer Eintrittsgebühr für Reisende diskutiert, die für Kurzaufenthalte in den Vereinigten Staaten kein Visum benötigen. Dies gilt für die meisten Europäer sowie für Reisende aus Japan, Australien, Neuseeland und einigen kleineren Ländern.

Seit Jänner müssen sich Bürger aus diesen Ländern spätestens 72 Stunden vor ihrer Abreise in die USA allerdings über ein Online-Portal namens ESTA bei den US-Behörden registrieren. Über dieses Portal soll nach den im US-Kongress diskutierten Plänen auch die Eintrittsgebühr von zehn Dollar erhoben werden, mit der nach Vorstellung einiger Abgeordneter ein Werbeprogramm für Reisen in die USA finanziert werden soll.

Kommissionssprecher Cercone erklärte, die Kommission werde bei einer Umsetzung dieser Überlegungen prüfen müssen, ob ESTA nicht einer Wiedereinführung der Visumspflicht durch die Hintertür gleichkomme. Zudem liefe die Erhebung einer Gebühr dem eigentlichen Zweck des Online-Portals zuwider, sagte der Sprecher: "Eine Gebühr würde wahrscheinlich die Bereitschaft verringern, sich schon frühzeitig bei ESTA anzumelden, und damit das eigentliche Ziel des Systems untergraben, nämlich eine verbesserte Sicherheit."

Die USA hatten die Einführung der Registrierungspflicht damit begründet, zum Schutz vor Terrorangriffen müssten Besucher schon vor ihrer Abreise in die USA überprüft werden. (APA)

Kommentar posten
10 Postings
erich loewy
 
02

Ich denke daß diese zehn dollar Wahnsinn ist. Es schaft noch mehr Bureaukratie. Es ist eine Unverschämtheir und Blödsinn so etwas aus mehreren Gründen zu. Erstens wird es mehr kost also wenn man es nicht hat. Zweitens ist es noch eine Andere Hürde über die man springen muß & eine die nichts bringt. Wieso man dadurch die Einreise von Terroristen einschränken würde ist idiotidch.

In den USA brauchen die Staaten den Tourismus dringend. Die USA könnte einige € brauchen denn die oekononomischen Zustände sind zemlich arg und werden Ärger. Daß die USA durch diesen Unsinn in noch schlechteren Ruf kommen wird scheint mir klar.


Dr. Erich H. Loewy
Professor und Gründer der Bioethics (Emeritus)
U of CA, Davis
ehloewy@ucdavis.edu

LGL
00
Machen auch andere Länder

Habe schon mehrmals Eintrittsgebühren in verschiedene Länder bezahlt, beispielsweise Türkei und Ägypten, die nennen das dann "Visum" aber es findet beim Kauf dieses Eintrittspickerls keinerlei Identitätskontrolle statt, erst wenn man mit dem Pickerl im Pass zur Passkontrolle kommt.

In Europa gibt es so was in Albanien, das heisst dort nicht einmal Visum, ist wirklich nix anderes als eine Eintrittsgebühr.

Offenkundig stellen sich die Amis auf die selbe Stufe wie diese Länder.... Ich hätte sie auch vorher etwa da eingeordnet...

Avalancha
00

ESTA gilt 2 oder 3 Jahre - würde die Gebühr dann auch so lange gelten ;)

Die 10$ sind mir scheissegal, wenn der Flug schon mind. 400-500EUR kostet.

invisiblehand
00
Ich bin dafür!

Natürlich nur, wenn es umgekehrt auch gilt - Österreich würde zweifellos profitieren :-)

Naschgul
14

Irgendwie häufen sich allmählich die Gründe, nicht mehr in die USA zu fliegen.

Wesentliches (Un)Wesen
00
10.9.2009, 13:58

Ich würde sagen sie überhäufen sich seit langem *g*

Naschgul
00
11.9.2009, 13:27

Eh :) Ich hab schon die extrem verschärften Sicherheitsvorkehrungen ein bissl übertrieben gefunden, aber damit könnte ich ja noch leben. Online-Registrierung und jetzt Gebühren sind mir aber einfach zu viel des "Guten". Schade. Wäre schon gerne noch mal rüber geflogen, aber jetzt interessiert's mich überhaupt nicht mehr.

devils grandma
 
22
geht in ordnung!

schliesslich muss man ja in jeder anderen kuriositätenshow auch eintritt zahlen.

erich loewy
 
15
Idiotie

Da ich sowohl Öst wie auch USA Bürger binbin ich entsetzt. Zehn Dollar sind nicht viel---aber sie sind für Studenten, ärmere Menschen, etc. unangenehm. Was daß mit Terrorismus zu tun hat ist an den Haaren herein gezogen. Man sollte versuchen Leute dazu zu bringen zu reisen andere Kulturen zu sehen und einander Kennenlernen. Kant hat das bereits in seinem "Ewigen Frieden" geschrieben. Grenzen sind obszön. Wir sind alle eben Menschen.

Dr. Erich H. Loewy
Professor and Founding Chair, Bioethics (emeritus)
U of CA, Davis
ehloewy@ucdavis.eddu

larkmiller
01
10$ sind okay, wenn....

...man nicht todmuede nach 8-11 Stunden Flug noch 1 Stunde in der Schlange vor den Immigrationsbuden stehen muss und wie Vieh hin- und hergeschoben wird.

Also: 10$ und maximal 10min warten ansonsten Geld zurueck, das ist ein Deal, weil bei dieser Buerokratie wird das nie funktionieren.

Prinzipiell ist das alles laecherlich. Die USA sind voll mit illegalen Einwanderen, und diejenigen, die das Geld mitbringen sollen, duerfen auch noch 10$ zahlen, sich die Beine in den Bauch stehen, Formulare ausfuellen, meist unfreundlich gestellte Fragen beantworten, aufs Gepaeck warten und ums Taxi kaempfen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.