Nachlese

Immun gegen die Grippeviren

06. September 2009 18:41
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    apa/georg hochmuth

    Balance-Akt: Behörden müssen Kosten und Nutzen einer Grippe-Impfung abwägen

Impfen oder nicht impfen gegen das Grippevirus H1N1 - Experten sind sich uneinig

Es ist ein Dilemma, weil die internationalen Behörden vom Katastrophenfall ausgegangen sind. Wäre das Grippevirus H1N1 tatsächlich Auslöser einer hochaggressiven Grippe wie etwa H5N1 gewesen, wäre jetzt Gefahr in Verzug. Der Schulanfang und der Beginn der kühleren Jahreszeit begünstigen die Ausbreitung. Allein: Die Schweinegrippe ist vergleichsweise harmlos - ein bisschen Fieber, Halsweh, mehr nicht.

"Über die beste Immunität werden jene verfügen, die diese leichte Grippe durchgemacht haben", sagt Wolfgang Granninger; Leiter der Abteilung für Klinische Infektiologie am Wiener AKH. Sollten sich die Menschen impfen lassen? "Ich bin ein Befürworter von Impfungen, wenn damit schwere Krankheiten vermieden werden können, doch gegen das Grippevirus H1N1 würde ich meine Kinder nicht impfen lassen", sagt Granninger. Sein größtes Bedenken: das Expressverfahren, mit dem der Impfstoff zugelassen wird. "Wie lassen sich in so kurzer Zeit die Nebenwirkungen der Impfung herausfinden?", fragt er.

Bedenken, die Marcus Müllner, Leiter der für die Zulassung zuständige Behörde Ages PharmMed, zerstreut. In Österreich erzeugt die Pharmafirma Baxter den Impfstoff, "da haben wir Erfahrungen durch die saisonalen Impfungen", sagt Müllner und erklärt, dass in den neuen Zellkulturverfahren nur mehr der Virusstamm ausgetauscht wird. Es funktioniere "wie in einem Baukastensystem". Als ehemaliger Arzt rät er zur Impfung. "Es ist ein Abwägen von Risiko und Nutzen," erklärt er die überaus schwierige Aufgabe, die aus Sicht eines für Public Health Verantwortlichen klar zu beantworten ist: "Jedes einzelne Opfer des H1N1-Virus ist zu viel, wenn es zu vermeiden ist."

Bei der Ages PharmMed prüft man derzeit die für die Immunisierung nötige Impfdosis. "Wegen des milden Verlaufs kann es sein, dass nur eine und nicht zwei notwendig sein werden", so Müllner. Mitte September soll das Verfahren abgeschlossen sein.

Wolfgang Granninger ist auf die Impfempfehlungen gespannt: Neben medizinischem Personal sollen Kinder und Schwangere Priorität haben, "an diesen Bevölkerungsgruppen sind die Impfstoffe in diesem Zulassungsverfahren aber sicherlich nie getestet worden", sagt der Infektiologe und bleibt dabei: "Eine Impfaktion ist in erster Linie für die Pharmawirtschaft eine gute Sache." (Karin Pollack/DER STANDARD, Printausgabe, 7. September 2009)

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Josef Wöss
10.09.2009 17:01

irgendwo ein seebeben. weltweit schlagen seismographen an.

all die großkopferten & supergscheiten verschwörungstheoretiker sitzen bequem am strand und diskutieren wohlfeil über das sich zurückziehende meer...

ich hoff, die haben recht damit.

ranchorelaxo
07.09.2009 17:54


lasst unsere politkaschperln mit gutem beispiel vorangehen und nach einem halben jahr oder länger, schauen wir mal wie es diesen gesellen so geht... ;)

olaf palme
07.09.2009 17:14
Impfen ganz Allgemein

ich bin ja mittlerweile einigermassen verunsichert und glaube das Impfen eher das Gegenteil von dem bewirkt was erreicht werden soll: die Volksgesundheit verbessern.Meines Wissens gibt es keine UNABHÄNGIGEN Studien die beweisen das Impfungen nützen.Zur Pharmaindustrie hab ich kein Vertrauen.Impfstoffherstellerstudien und von diesen in Auftrag gegebene sind also zwecklos.Wer kann mir was zu den Sachen in diesem Link sagen?!

http://www.impfschaden.info/impfungen... mpfte.html

Wenn jemand antwortet bitte keine Polemik sondern verweise auf unabhängige Studien.Danke.


Aracni Santini
08.09.2009 10:09
Ich habe meine Kinder letztes Jahr Grippe impfen lassen

gegen den Brisbane Virus. Meine Kinder: 1 1/2 und 6 Jahre. Sie hatten beide keinen Schaden und bekamen diese Grippe nicht. Normalen Schnupfen hatten sie schon. Nur man muss unterscheiden, dass eine normale Verkühlung keine Grippe ist. Wie sicher diese Impfung heuer ist, würde mich auch interessieren. Bzw. ob in der Entwicklungszeit zum Vorjahresimpfstoff gravierende Unterschiede da sind.

Speedle
08.09.2009 11:26

Sind Sie sich sicher, dass die Kinder eine Grippe bekommen hätten, wenn Sie sie nicht geimpft hätten?

Ulrich Nagel
07.09.2009 21:26

Wenn sie schon kein Vertrauen in die Pharmaindustire haben, so vertrauen sie doch wenigstens Hanemann (erfinder der Homeopathie):

:“Bemerkenswert ist übrigens, dass sie (die Menschenpocken) seit der allgemeinen Verbreitung der Jennerschen Kuhpockenimpfung nie wieder unter uns weder so epidemisch noch so bösartig erscheinen, wie vor 40 – 50 Jahren...“

Nick Knattertoni
07.09.2009 21:02
il padrino
07.09.2009 20:48
Sprengt den rahmen dass hier in dem kleinen Kasterl alles zu beantworten, nur ganz kurz ...

1.Impfschaden ist nicht frei von einer gewissen "Idee fixe", manche der angef. Studien sagen schlicht das Gegenteil vom behaupteten (zB Langzeitstudie in Guinea-Bissau). bitte auf www.pubmed.com nachschauen
2. EineMetaanalyse für Pertussis und BCG --> Kein Allergierisiko http://pediatrics.aappublications.org/cgi/conte... 20/5/e1269
3. Masernimpfung (ein Lebendimpfstoff) und Infektion ist beides mit weniger Allergien vergesellschaftet ist, warum auch immer
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19... d_RVDocSum

4. Zuletzt schädigen Dipht., Tet., Pert., Masern Kinder schwer oder töten, die wahl müssen sie fürs Kind treffen

olaf palme
07.09.2009 22:41
Danke,

hab mir gerade das Kapitel über die Studie in Guinea-bissau durchgelesen (im Buch "das Medizinkartell"von Kurt Langbein)
die Interpretation der Daten wirft einige Fragen auf.Tuberkulose und Masernimpfung haben die Sterberate halbiert ,Dipterie,Tetanus,Keuchhusten und Polio haben die Sterberate verdoppelt.
Es gibt also tödliche und andererseits hilfreiche Impfungen?!
Die WHO war jedenfalls not amused und wollte die Sache unter den Tisch kehren.
Sie hat Schadenersatzforderungen befürchtet.
Fazit:unkritisches Impfen ist auf jeden Fall völlig unangebracht

il padrino
08.09.2009 10:35

Das ganze hat methodologisch seine Tücken hat, die Autoren geben das selbst zu, obwohl sie keine wissenschaftlichen hot shots sind.
Die Originalpublikation zum Abrufen:
http://www.pubmedcentral.nih.gov/articlere... d=11110734

Wenn Sie sich ein bisschen mit Studien beschäftigen wüssten Sie dass das so wie eine Mordanklage aufgrund einer Kronenzeitungsumfrage wäre. Wichtig der Sache nachzugehen, aber kein Beweis.
Genausowenig würden Sie vermutlich Ihre Entscheidungen auf einen Bericht der Kronenzeitung stützen, schon gar nicht bei Ihren Kindern.

Die WHO ist in der Folge der Sache nachgegegangen und hat das im Ganzen analysiert: http://www.who.int/vaccine_s... report.pdf

Aracni Santini
08.09.2009 10:06
Durchimpfrate interessant

Für eine wirkungsvolle Impfung müssen sehr viele geimpft sein (nahezu fast alle)

Aracni Santini
08.09.2009 10:05
Analog

geimpfte Hunde können z.B. Tollwut übertragen selbst aber nicht erkranken...

Aracni Santini
08.09.2009 10:05
Die Frage ist

ob geimpfte Krankheiten unbemerkt übertragen. So dass ein Geimpfter sehr viele ansteckt. Wäre er krank, wäre er zu Hause und keine Ansteckquelle.... Der Geimpfte hat scheinbar weniger zu befürchten als der ungeimpfte...

epep
07.09.2009 20:12
bringen sie mir eine serioese studie..

..dann koennen wir darueber diskutieren, so aber machen sie sich selbst laecherlich durch verweise auf solche seiten.

schon einmal deswegen, weil es darauf ankommt, was ich impfe! nicht jede impfung ist vergleichbar.

also bitte: serioese studien die zeigen, das impfungen, allgemein und im spezielen die gegen grippe schaedlich ist.

Oh Je
07.09.2009 13:55
Frage:

Ich wuerde mich gerne gegen alle Grippeviren, die jetzt im Herbst und Winter auf mich zukommen, impfen lassen.
Wieviele Impfungen benoetige ich dafuer ?

the academic cyber sense
07.09.2009 13:59

1x für die üblichen
2x für h1n1

macht 3 impfungen

astemp79
07.09.2009 08:35
Ein neuer Reinfall

für die Pharmalobby. Da hilft auch der Versuch der Panikmache durch die WHO nichts. - Aber man darf sich nicht in Sicherheit wiegen: denn der nächste Grippestamm wird bestimmt so bald wie möglich ins Feld geführt. Eine gefährliche Mutation!!! Irgendwann muss sich das Impfen doch mal lohnen ...
Bei der Politik ist die Lobby natürlich mit ihrer Angstmache durchgedrungen, leider.

Der Herr Professor Doktor heißt übrigens "Graninger", nicht Granninger.

Aracni Santini
08.09.2009 10:11
Komisch

dass beim Brisbane Virus keine Quarantäne verhängt wurde, nicht Meldepflichtig war etc... Als ein kleiner feiner Unterschied muss wohl vorliegen zu den "normalen harmlosen Grippen". Don't Panic. Österreich hat sowieso keine Lösung. Wenn dies Virus wie die Vogelgrippe wäre - dann gute Nacht!

Doc Steel
07.09.2009 07:43
ein schuss ins knie, die pandemiker werden nervös.

diese pseudopandemie bringt zwar kurzfristig massige gewinne für die pharmas, dass in der who bereits deren angestellte als lobbyisten agieren, macht sich eben bezahlt.

langfristig wird dieses kasperltheater aber eher schaden, eine "pandemie" welche eigentlich niemand so richtig bemerkt ist kein guter werbeträger.

hauptsache der staat hat bereits 33 mio an baxter überwiesen und 16 mio impfdosen reserviert. (mit dem geld hat baxter übrigens eine produktion in tschechien gebaut, die tschechische regierung würde im ernstfall auch auf unsere reservierten impfstoffe zugreifen!)

wobei sich jetzt das problem stellt: wohin mit dem impfstoff?
letzte chance schulbeginn! wird aber auch nichts bringen und impfen lässt sich nur eine minderheit

Erwin Brandstetter
07.09.2009 03:14
Vernunft versus Angst

Ich finde es beruhigend, dass ein Herr Granninger seine offenkundig vernünftige Ansicht gegen die Interessen von einflussreichen Konzernen äußert.

Impfungen sind dafür da, um gegen gefährliche Krankheiten zu schützen. Da stehen Risiko und Aufwand in einem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen. Gegen eine besonders harmlose Grippe braucht man sich nicht impfen zu lassen – besonders nicht mit einem Impfstoff, der so kurzfristig entwickelt wurde. Wenn jemand möchte, bitte. Aber den Leuten Angst machen, um Impfstoff zu verkaufen, das ist ein unschönes Geschäftsmodell.


"Jedes Opfer ist eines zu viel" ist ein sinnloser Satz. Im vorliegenden Fall könnte man mit gleichem Aufwand an anderer Stelle mehr erreichen.

presonic
06.09.2009 22:19
das wiener akh hat ärzte, die logisch denken können und sich nicht von pharmafirmen kaufen lassen.

das ist mir schon einen applaus wert.

the academic cyber sense
07.09.2009 10:46

die kannst aber an einer hand abzählen.

der kollege graninger ist bekannt dafür, dass er ständig die pharmafirmen zur weissglut bringt.

ps: wir sind mal einer meinung...

presonic
08.09.2009 15:38

ja. leider. wobei ich mit privatärzten persönlich bessere erfahrungen habe als mit kassenärzten.

Kathi1609
 
06.09.2009 21:15
man lese michael hirte: "impfen pro und contra"

insbesondere hier das Kapitel "Grippeimpfung".

Dann beantwortet sich auch die Frage des Herrn AKH-Doktors. Nebenwirkungen werden schon im Lauf der Zeit am Lebensmaterial entdeckt werden.

Der Vollständigkeit halber muss man ergänzen, dass Hirte auch Homöopath ist. Leider. Die kritischen Stimmen kommen leider allzuoft nur von den andersrum-Schwurblern.
In diesem Buch spielt Homöopathie aber keine Rolle. Hirte erwähnt sogar immer wieder, dass homöopatische Impfersätze sinnlos sind.
Seine Analyse des Impfsystems ist erfreulich sachlich und evidenzbasiert. Keine Horror-Impfschaden-Geschichterln.
Darum: lesenswert.

presonic
06.09.2009 22:15
"auch" homöopath?

homöopathie ist in österreich eine zusatzausbildung zur schulmedizin. hirte hat damit also mehr ausbildung als die meisten schulmediziner. das würde ich als vorteil, nicht als nachteil sehen.

zum buch muss ich sagen, dass hirte wirklich jede einzelne impfung nach pro und contra beurteilt und das buch sehr sachlich, kritisch und in keiner weise hetzerisch geschrieben ist. das gefällt mir.

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