Alkohol am Steuer

Etliche Unfälle auf Österreichs Straßen

6. September 2009, 11:46

Zwei Tote und einige Verletzte durch betrunkene Autofahrer

Wien - Alkohol am Steuer hat an diesem Wochenende auf Österreichs Straßen für eine schaurige Unfallbilanz gesorgt: Betrunkene Lenker waren für zahlreiche Verkehrsunfälle verantwortlich, die nicht nur etliche Verletzte sondern sogar zwei Todesopfer gefordert haben. Negativer Höhepunkt: Ein 19-Jähriger ohne Führerschein raste Sonntag früh in Vorau (Steiermark) betrunken in zwei Fußgängergruppen, DER STANDARD berichtet.

Mit 3,37 Promille Alkohol im Blut hat sich am Samstagabend ein Mediziner aus Villach ans Steuer seines Autos gesetzt. Prompt verursachte er einen schweren Unfall, bei dem aber nur Sachschaden entstand. Der Mann setzte zum Überholmanöver an, streifte jedoch mit seinem Pkw das Fahrzeug und schleuderte auf die Gegenfahrbahn. Ein entgegenkommender 66-jähriger Klagenfurter konnte nicht mehr ausweichen, die beiden Autos stießen frontal zusammen. Danach krachte das Auto des Arztes noch gegen ein von einer 51 Jahre alten Angestellten aus Klagenfurt gelenktes Auto.

Ebenfalls stolze 2,08 Promille hatte ein 36-jähriger Alko-Lenker aus Wolfurt (Bezirk Bregenz) "intus", als er in der Nacht auf Sonntag mit seinem Wagen verunglückte. Er und sein 34-jähriger Beifahrer wurden dabei verletzt. Der Mann war gegen 1.50 Uhr mit seinem Pkw im Ortsteil Alberschwende-Müselbach von der Fahrbahn abgekommen und in der Folge gegen ein Brückengeländer sowie gegen eine Leitschiene geprallt. Die beiden verletzten Fahrzeuginsassen wurden laut Polizeiangaben ins Landeskrankenhaus Bregenz gebracht.

Salzburg und Eben

2,22 Promille ergab der Alko-Test bei einer 22-jährigen Salzburgerin, die am Freitagabend im Salzburger Stadtteil Elisabethvorstadt vor ihr anhaltende Autos übersehen hatte und ungebremst auf den Wagen eines 60-jährigen Handelsangestellten prallte. Dieses Fahrzeug wurde durch die Wucht des Aufpralles wiederum auf den Pkw eines 62-jährigen Pensionisten aus Oberösterreich geschoben. Während die Insassen der anderen Fahrzeuge unverletzt blieben, wurde die Betrunkene mit Verletzungen im Brustkorb ins Landeskrankenhaus eingeliefert, wo sie stationär aufgenommen werden musste.

In Eben (Flachgau) ist Samstagnachmittag ein alkoholisierter Autofahrer gegen das Motorrad eines 49-jährigen Mann aus Bayern geprallt. Dieser wollte sein Bike wenden, der Flachgauer Pkw-Lenker konnte trotz Vollbremsung einen Zusammenprall nicht mehr vermeiden. Die 42-jährige Mitfahrerin des Motorradfahrers zog sich leichte Kopfverletzungen zu. Der Alkotest beim Pkw-Lenker ergab 1,4 Promille. Sein 27-jähriger Schwiegersohn, der unmittelbar dahinter mit seinem Auto fuhr und den Unfall beobachtete, hatte ebenfalls zu viel Alkohol getrunken: Der Test ergab 1,0 Promille. Beiden Lenkern wurde der Führerschein abgenommen. (APA)

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Der Österreicher
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Komisch. Lauter Bauern-schädeln...

knutrecht
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Erinnere mich an einen Bundeswahlkampf. Streitgespräch Schüssel vs. van der Bellen. Schüssel warf VdB vor Haschtrafiken implementieren zu wollen. Will nicht THC verharmlosen, aber der Umgang der Politik mit Alkohol ist schon etwas eigenartig - die JVP lebt das offenbar ja auch vor...

Mucosaprolaps
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Ich hab mal bei der VP-Pressestelle nachgefragt, was jetzt mit den von Kanzler Schüssel versprochenen Haschtrafiken würde, wegen denen ich ihn extra gewählt hätte ... keine Antwort.

Mucosaprolaps
00

... war allerdings, zugegeben, ein eher platter Humorversuch

A. E. Neumann
22
Eine Senkung des erlaubten...

...Blutalkoholspiegels würde auch diesmal nichts ändern, aber viele Gutmenschen werden auch diesmal wieder eine Senkung fordern. Aber es bringt *nichts*.

Was aber durchaus was ändern würde wäre, wenn sich die Polizei wieder auf ihre Arbeit konzentrieren würde, anstatt nur noch auf übersichtlichen und ungefährlichen Stellen nicht betrunkene Autofahrer abzuzocken. Ausserdem müssen die Autos für mindestens ein Monat beschlagnahmt werden.

Denn erst wenn es ihnen selbst weh tut, weil man z.B. am nächsten Tag nicht in die Arbeit fahren kann, überdenkt der eine oder andere sein Verhalten.

flohimpelz
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In Villach dürftens überhaupt

erst ab 1,8%o ins Auto steigen - Haiders Vorbildwirkung der Ehrlichen und Anständigen.
(c;

salzstangerl1
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Was soll ich sagen

50% aller Toter auf der Straße sind allein Unterwegs und meist gegen einem Baum gefahren (ob betrunken oder zu schnell, kommt aufs gleiche hinaus). Da schlägt Darwins natürliche Selektion zu... Aber man trauert um die Unverschuldeten die da mitgerissen werden.

frech karotte
04
meine erfahrung

bin vom land + kenne viele leute die betrunken autofahren. alles menschen, die niemandem absichtlich etwas zuleide tun wollen. aber sie sind auch zu dumm/egoistisch/engstirning, um ihr verhalten zu ändern. ich versuche ganz fest, ihnen beizubringen, dass es auch für sie schrecklich wäre, wenn sie den tod oder schmerz eines anderen menschen verursachen würden. manchmal nehmen sie schon taxi, aber leider nicht immer. ich finde betrunkene menschen am steuer eigentlich verachtenswert, provokant und auch dämlich.

ein entfernter bekannter (ein an und für sich netter mensch) hat betrunken einen passanten überfahren, welcher starb. er war im gefängnis, verlor job und frau … und ist heute eine traurige existenz. es hat kaum jemand mitleid mit ihm.

Chanandelar Bong
03
Solange betrunken Autofahren nur eine Verwaltungsstrafe ist

(wie Schwarzfahren in der U-Bahn) wird sich nichts ändern in diesem Land. Strafrechtliche Konsequenzen treten erst ein, "wenn was passiert".
Und der österreichische Durchschnitts-Joe neigt eher zum positiven "wird scho nix passieren" (wobei damit wahrscheinlich auch nur das Erwischtwerden gemeint ist).
Betrunken Autofahren muss (wie in den meisten Ländern) strafrechtliche Konsequenzen haben. Es muss auch anzeigbar werden.

Poldi Fesch
00
freilich, dann hast

die Depperten, die den Nachbartisch anzeigen, nur weils ein Flascherl Wein getrunken haben

aRoma
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wie beim Rauchen?! :-)

Ihre Befürchtung ist gar nicht so weit hergeholt

Poldi Fesch
00
:) danke

ich kenn die fanatischen Puritaner

spiegelreflex
07

da ist es gut zu wissen dass unsere 30er zone tempomässig ausgezeichnet überwacht wird, aber trotz einer erklecklichen anzahl von heurigen noch nie alkoholkontrollen durchgeführt wurden.

Fesch Poldi
00
im Archiv findet man

es
Spanischer Lenker trotz 2,3 Promille freigesprochen
17. Dezember 2006, 22:14

Ceeit
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Von was freigesprochen?

Zu wenig Info

Poldi Fesch
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vom Fuehrerscheinentzug

dieser Artikel verschwand blitzschnell im Archiv, so ich mich richtig entsinne, erging eine Oberstgerichtliche Entscheidung, dasz der Promillwert nicht ausreicht, m. a. W. die prosumtio iuris ist zuwenig

alte frau
82

österreich ist ein land der säufer. trotzdem sind die strafen für alkohol am steuer viel zu hoch.

rifl89
10
zu hoch...?

Ja, da mögen Sie wohl recht haben. Geldstrafen für Alkounfälle gehören weg - ebenso aber wie dann der Führerschein. Gnadenlos - für Monate.

WikiPeda
03
In Schweden hätten die Fahrer gute Chancen, im Häfen zu landen:

Alkohol am Steuer: Geldbuße ab 30 Tagessätzen, ab über 0,2 %o bis 6 Monate und ab 1 %o bis 2 Jahre Häfen möglich.

Was ich auch irgendwie für richtig halte.

Poldi Fesch
10
im Gegensatz zu

Spanien ist Schweden halt kein Rechtsstaat

Toni Blaher
 
00

Wie kommens denn auf den Mist?

Saufen und fahren verträgt sich nicht.

Poldi Fesch
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sagens das halt

dem span. Verf.Gericht

frech karotte
02
stimme zu

lebe in norwegen und da ist es ähnlich. betrunkene autofahrer werden generell nicht gut angesehen, deswegen tuts auch keiner. die gesellschaft machts aus

das.steinchen
13
0,0 Promille-Grenze bzw. 0,1 - (gewisse speisen)

dazu noch verstärkte kontrollen.

ob 0,5, oder 0,8 P. - Grenze - ist fürn holler.
weil das kaum jemand wirklich einschätzen kann.

zu oft gehört und leider auch praktiziert - ok 1 bier getrunken... jetzt sind 2 stunden vergangen, was fettes gegessen, da geht sicher noch eins...
fürn holler !
das geht zigmal schief.

logisch wäre 0,0 P.
worans scheitert ? an der weinbau und bierlobby, daran, dass so manch ein politiker vom land auch heute noch fett heimfährt - obwohl sehr oft schon das taxi genommen wird (verbesserung zu früher).

Toni Blaher
 
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Das wird sich nix bringen. Die Unfälle passieren meistens ab 1 Promille. Es ist bis heute zweifelhaft ob die Senkung von 0,8 auf 0,5 sich was gebracht hat. Sinnvoll wäre es wenn da endlich stark durchgriffen wird. Besoffenes Autofahren sollte auch mti dem Häfen bestraft werden.

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