Gemeinden

200 Millionen Euro Einnahmeverluste

5. September 2009, 11:05

Mödlhammer: "Die meisten Gemeinden müssen derzeit froh sein, wenn sie die laufenden Rechnungen der Fixkosten bezahlen können"

Wien - Die Einnahmen der Gemeinden brechen drastisch ein. Das berichtete Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer im Vorfeld des Österreichischen Gemeindetages, der am 10. September in Lech am Arlberg beginnt. "Im Monatsvergleich zwischen September 2008 und 2009 sind allein die Einnahmen aus den Ertragsanteilen des Bundes durchschnittlich um 12 Prozent gesunken. Das sind 70 Mio. Euro, die den Gemeinden im Vergleich zu September 2008 fehlen", sagte Mödlhammer in einer Aussendung am Samstag. Inhaltlich wird die wirtschaftliche Lage der Gemeinden im Mittelpunkt des Gemeindetages stehen.

Sinkende Steuereinnahmen

Der Einbruch liege daran, dass die Steuereinnahmen des Bundes sinken und damit auch die Ertragsanteile der Gemeinden, die im Schnitt immerhin rund 38 Prozent der Gemeindebudgets ausmachen. Selbst im Vergleich der Zeiträume Jänner bis September 2008 zu Jänner bis September 2009 betrage das Minus durchschnittlich immer noch 3,5 Prozent und wird bis Jahresende auf rund vier Prozent ansteigen. "Das sind in Summe rund 200 Mio. Euro, die die Gemeinden alleine seit Jänner 2009 weniger zur Verfügung haben", so Mödlhammer. Die Verluste seien einerseits die Folge der schlechten Konjunkturentwicklung, andererseits auch die Folgen der Steuerreform. Auch bei den Einnahmen aus der Kommunalsteuer sei mit herben Verlusten zu rechnen.

Kein Investitionsspielraum

"Damit sinkt der Investitionsspielraum der Gemeinden gegen Null", beklagte Mödlhammer. "Die meisten Gemeinden müssen derzeit froh sein, wenn sie die laufenden Rechnungen der Fixkosten bezahlen können." Die Gemeinden, die seit Jahren als einzige Gebietskörperschaften den Stabilitätspakt auf Punkt und Beistrich erfüllen würden, könnten mit diesem Anspruch im heurigen Jahr in Schwierigkeiten kommen, so der Gemeindebund-Chef.

Die Ertragsanteile sind mit rund 38 Prozent (Stand 2007) die wichtigste Einnahmequelle der Gemeinden. Gleich dahinter rangieren die gemeindeeigenen Einnahmen (21 Prozent) aus Kommunalsteuer und Grundsteuer. Die verbleibenden Einnahmequellen ergeben sich aus Gebühren, Transfers und den Einnahmen aus wirtschaftlichen Betrieben.

Der 56. Österreichische Gemeindetag findet von 10. bis 11. September in Lech am Arlberg statt. Rund 2.000 Bürgermeister und Gemeindevertreter haben sich für die Teilnahme registriert. Als Gäste und Redner werden neben Bundespräsident Heinz Fischer auch Umweltminister Niki Berlakovich, der Vorarlberger Landeshautmann Herbert Sausgruber und Helmut Mödlhammer (alle V) erwartet. (APA)

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20 Postings
Franz von der Wolke
00
freunde in den gemeinden, seits net kleinlich

budgetvollzug per 7 / 09

lt. bmf.gv.at

brutto gesamteinnahmen 1 -7/ 09 33,36 mrd,
geplant für 2009 64,76 mrd.

für 1 - 7 / 09 geplant in 12/tel 37,78 mrd.

da fehlen dem bund schon um die 4 mrd!

der gemeindeanteil

ist 1-7 /09 11,78 mrd überwiesen!!!
soll in 12/tel 1-7/09 11,85 mrd.

es gibt nunmal keinen "geldscheisser" der die gemeinden glücklich machen kann.

SPAREN ist angesagt!

nicht nur bei gemeinden.

auch im privaten geldbörsel.

und jetzt ist ruhe!

:)

das ist fix
00


Gemeinden verplempern sehr viel Geld für Prestigeprojekte und Behübschungsaktionen.
Bleibt doch etwas Geld übrig wird es in dubiose Anlageprojekte investiert.
Daher keine neune/höheren Gemeindesteuern, sondern besser haushalten.

Bolschewik
05

war 17 jahre in leitender politischer position einer gemeinde wir haben die infrastruktur geschaffen, kindergarten und schule gebaut, bei meinen abschied hatten wir 350 000 schulden und 700 000 euro auf der kante im ordentlichen haushalt bei 450 000 zuführung an den ausserordentlichen, ich habe kein wie immer geartetes verständnis für schlecht wirtschaftende institutionen egal ob gemeinde, bund oder land die verantwortlichen gehören zur verantwortung gezogen, krisen müssen in einer verantwortungsvollen vorausschau immer eingeplant sein, alles andere ist ein zeichen von unfähigkeit

Franz von der Wolke
00
bewunderung!

nur es laufen auf gemeinde-ebene soviel nudl-augen
herum, die nix vom wirtschaften verstehen.

der grossteil müsste besuch vom staatsanwalt bekommen.

wie kann ich als bürgermeister meine wähler vergrätzen? das geht doch nicht?

Doch: !!!

in dem als bürgermeister auch mal NEIN sage.

Goldmarie
01
So wird es kommen

Na da müssen eben die Gemeindeabgaben kräftig erhöht werden, dann passen die Finanzen schon wieder.

Michael Holzermayr2
05
Guten Morgen Herr Mödlhammer!

So, wie die Masse der Gemeinden wirtschaftet, überrascht das nicht. Aber nur ja keine Prüfungen.
Das ist die Vorgagnsweise der Betonköpfe, wie wir sie von Neubauer kennen. Überrascht aber bei Ihrem Lebenslauf wenig.

Franz von der Wolke
00
danke für den hinweis

hab mir auch den lebenslauf auf wikipedia angesehen.

klasse!

;)

Franz von der Wolke
00
scheiss wikipedia

grins

also dann ...
00
naja ... jetzt mal ehrlich : dies war doch vorauszusehen . . .

dass die steuereinnahmen sinken werden - o d r ?
und jeder bgm, dessen hirn & verstand...
über die HS hinausgeht, wusste dies und ist angehalten hier vorsorge... zu treffen.

wir wissen doch a l l e - WIE bei den budgets "getrickst" wird :
- hier ein kleines pölsterchen = mehr mio budgetiert
- und da die investitionen "überschätzt"
nicht wahr ?

gut ist nun,
dass all diese pösterchen... dazu verwendet werden müssen, die laufenden ausgaben zu decken.
übrig bleiben - nur die d o d l n.

The Man With the Plan
00

Verstehe ich das richtig? Die Gemeinden jammern, dass sie in Zeiten von weniger Steuereinnahmen weniger ausgeben können? Padauz! Wer hätte das gedacht, dass Milch und Honig nicht bis in alle Ewigkeit weiter fliessen? Wer sich beim Verplanen von Ausgaben auf variable Einkünfte verlässt (und es ist ja nicht so, dass ein sinkender Steuerbeitrag nicht schon letztes Jahr abzusehen war), hat selbst grob fahrlässig gehandelt.

Dr. Seltsam
 
00

Sie haben von Kommunalpolitik keine Ahnung!
Viele Ausgaben von Gemeinden lassen sich nicht so schnell ändern.
Errichtungsprojekte von Schulen und Kindergärten, Strassenbau, Kanalbau ... ziehen sich meist über mehrere Jahre.
Die meisten Gemeinden fahren finanziell voll am Limit.
Der Bund, der so spendabel Milliarden zur Krisenbekämpfung ausgibt, wäre gut beraten, den Gemeinden auch ein Krisenpaket zukommen zu lassen.

Franz von der Wolke
01
soweit kommts noch!

vielleicht ein 100 mrd krisenpaket auch für die gemeinden?

da ist in vielen fällen eher der staatsanwalt gefordert!

wie kann ich etwas ausgeben das ich nicht habe?

es gibt einen ordentlichen haushalt, es gibt einen ausserordentlichen haushalt - kameralistik! - , der über viele jahre durch kredite abgedeckt sein muss.

wenn ich im ordentlichen haushalt grosse verluste schreibe, dann ist was mehr als faul!

siehe staatsanwalt!

der ordentliche haushalt einer gemeinde wurde übrigens nicht erst gestern aufgestellt - meist schon im november, dezemer des vorjahres.

ja, und da hats z.b. noch nicht "lehman" gegeben?

also bitte!

Wr. Bezirksrätin 83
 
00
*wie kann ich etwas ausgeben das ich nicht habe?*


Indem Sie wie eine Bang agieren, zum Beispiel..

Geldschöpfung begreifen lernen.
Weiterdenken.

Und Danke sagen für viele Jahre gelebten Wohlstand, nebenbei bemerkt..;-)

Haben halt viele nachgemacht, diese vorgegebene Systematik des Lebens & wirtschaftens auf Pump!

Sten
00
Vermögenssteuern für die 10 Prozent Reichsten!

Ohne Einnahmen geht gar nichts mehr. Nichts was nicht wieder auf Kosten der Bevölkerung geht.

didi111
04
Das ALLES wird unfinanzierbar...


Und das eigentlich nur, weil ALLE Politiker in jedem Ort einen Misthaufen haben wollen, eine Schule, ein Postamt...

http://kurier.at/epaper/te... 546962.xml

EIN Lehrer für durchschnittlich 8 Schüler in NÖ, und paar Meter weiter in Wien kann aufgrund des multikulturellen Umfelds nicht einmal eine ordentliche Schule abgehalten werden.

ES lebe der Förderalismus!!

Und dieser im Kurierartikel genannte Heuras war im ersten Leben Lehrer (brutto 5.000 Euro/Mo) und ist jetzt Bildungslandesrat (14.000 Euro im Monat).

Und dann darf es NIEMANDEN mehr wundern, daß es Heuras auch scheißegal wäre, wenn das Verhältnis Lehrer/Schüler in NÖ 1:1 wäre.

Zahlt ja eh der Bund.

Und die Gemeinden bluten...

abc9
11
weniger Einnahmen = weniger Ausgaben


Genau so einfach ist es.

didi111
03
WEniger Einnahmen, und in Konsequenz dessen die Länder gleich abschaffen;


WAS steht gegen das Organsisationsmodell

Ebene 1:

Bundesregierung, Nationalrat und Koordinationsstelle.

Ebene 2:

Bezirkshauptmannschaften bzw. Magistrate,

Eben 3:

Die Kommunen (Städe, Gemeinden,.)

UND die Landesregierungen werden wegen Substanzslosigkeit mit sofortiger Wirksamkeit vertschüsst.

Bedenkt man, daß alleine eine Landesrat monatlich über 14.000 Euro verdient, und eigentlich primär nur für zwei Sachen steht,

1.) Kompetenzen und Geld vom Bund zu erstreiten,

2.) und diese in seinem politischen Wirksamkeitsbereich nach politischen Gesichtspunkten zu verteilen.

Fachliche Kompentenz braucht man scheinbar dazu nicht, schaut man sich die teilweise die Vita dieser Leute an (Musiklehrer = Finanzlandesrat).

http://www.zpa.at
02

was steht gegen das schlankere Organisationsmodell:

Ebene 1: Nationalrat, Bundesregierung

Ebene 2: gewählter Bezirkskonvent, gemeinsame Verwaltung aller Gemeinden im Bezirk, eine Ansprechperson für Bürgerbelange in jeder Gemeinde.

per verser
00

zu zentralistisch - das garantiert ihnen in den meisten fällen aufgemeindeebene stark polarisierte zustände mit lokalen mißständen in form von extremera usrichtung auf eine partei. konkreter: derzeit kann man als roter in niederösterreich zumindest noch leben. das würde sich mit ihrem modell rasant ändern. und anderswo müßten die schwarzen sich bald fragen, ob dieses modell die durch blaue erlittenen boshaftgkeiten wert ist.

was sie wollen, liefert auf gemeindeebene die negativen effekte eines mehrheitswahlrechts, sie schaffen lokale monopole. davon haben wir jetzt schon genug.

Bauti
00

Bund = mehr Bürokratie, mehr Beamte, die sich gegenseitig auf den Füßen stehen! Ich würde endlich mal die Bundesverwaltung abschlanken!

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