Die Redakteursversammlung der ORF-Radio-Information inklusive Aktuellem Teletext und Info-Radio (HD1) ist bestürzt über die Ausdünnung der personellen Ressourcen. In der Radio-Information wurden in letzter Zeit etliche Personalabgänge nicht ersetzt, was immer wieder zu unzumutbaren Arbeitsbedingungen führt.
Wenn auch künftige Personalabgänge nicht nachbesetzt werden, sehen sich die Redakteure der Radio-Information außer Stande, das Angebot in gewohnter Qualität und Quantität aufrecht zu erhalten. Eine Einschränkung der Qualität hieße die Fundamente des öffentlich-rechtliche Rundfunks zu untergraben. Gerade die Radio-Information dient in der öffentlichen Diskussion stets als Beleg für die exzellente Erfüllung öffentlich-rechtlicher Aufgaben des Österreichischen Rundfunks. Qualität braucht Sorgfalt - und Sorgfalt braucht Zeit. Diese aufzubringen ist aber bei gleichbleibender Anzahl von Sendeminuten und sinkendem Personalstand unmöglich. Auch das einsparungsbedingt verstärkte Aushelfen zwischen den Ressorts hat Grenzen: Langfristig aufgebaute Fachkompetenz kann nicht kurzfristig durch die „Aushilfe" einer/eines Journalistin/Journalisten aus einem „Nachbarressort" ersetzt werden.
Aus der Sicht der Journalistinnen/Journalisten der ORF-Radio-Information gibt es nur noch zwei Möglichkeiten: Den Ersatz der Abgänge oder die Reduktion des Programmumfangs. Letzteres würde eine Änderung des Programmschemas bedingen. Diese Grundsatzentscheidung zu fällen, ist Aufgabe des Hörfunkdirektors. Die Redakteursversammlung verlangt, diese Festlegung RASCH zu treffen. Die dritte Variante, nämlich die Reduktion der Qualität, kommt für uns nicht in Frage.